07.12.2017

Ein Spieltag voller Derbys

12. Spieltag in der Damen SH-Liga (09./10.12.2017)

SH-Liga Damen

Derbyzeit an diesem 12. Spieltag in der Liga. Die Dithmarscher Mannschaften, Meister und Vizemeister im letzten Jahr der Landesliga, Weddingstedt und die SG Dithmarschen kämpfen um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Spannung auch in der Eekboomhalle zu Oeversee, wenn die »Miezen« die Damen aus Schleswig erwarten. Kieler Derby in der Blandfordhalle zwischen dem starken Aufsteiger aus Preetz und der HSG Mönkeberg. Lindewitt im freien Fall und die vierte Niederlage in Folge im Blick? Heide kommt. Vier Punkte Spiel in Fockbek zwischen der heimischen HSG und der SG WIFT. Treia empfängt wiedererstarkte »Diven« im letzten Heimspiel der Saison und Alt Duvenstedt sollte beruhigt nach Schwartau fahren. Alles andere als ein Sieg wäre eine faustdicke Sensation.

HSG Weddingstedt/H./D. - SG Dithmarschen Süd Samstag, 16 Uhr

Gegenstöße sind ihre Spezialität. Yvonne Rothländer (Weddingstedt) (Foto:Busekow)

Meister gegen Vizemeister. Damals konnte Weddingstedt den Meister in der Liga nicht bezwingen, doch das soll heute mit dem Heimvorteil im Rücken anders werden. »Nach unserem eher mäßigen Saisonstart kommen wir langsam aber sicher in Tritt«, gibt sich Bente Schlüter (Weddingstedt) optimistisch vor der Partie.»Mit ordentlich Rückenwind aus den beiden letzten Spielen wollen wir natürlich da weiter machen, wo wir aufgehört haben. Nichtsdestotrotz werden wir außerdem versuchen, den »ehrenwerten Nachbarinnen« ihre Grenzen aufzuzeigen, um etwas zählbares zu erkämpfen. Im Derby ist Spannung natürlich vorprogrammiert. Blickt man dann noch auf die aktuelle Tabelle, so sieht man, dass Dithmarschen etwas besser steht als wir und somit eigentlich der Favorit sein soll. Aber wir wollen nun einen Lauf hinlegen, komme was wolle.« Weiterhin unrund läuft es beim Aufsteiger aus Dithmarschen, der mit großen personellen Problemen kämpfen muß.»Wir konnten in den zwei spielfreien Wochen, bedingt durch viele Verletzungen und berufliche Belastungen, nicht wirklich trainieren, sodass ich gespannt bin, wie schnell wir den Rhythmus finden«, blickt Nils Möller (Dithmarschen) etwas skeptisch in die Partie.»In Weddingstedt waren es in den letzten Jahren immer packende Derbys und wir wollen nun unbedingt das erste Mal dort gewinnen. Hauptaugenmerk unsererseits liegt auf der starken Flügelzange Mohr / Rothländer, die beide nicht viel Platz brauchen,um Tore zu erzielen.Wir werden unsere bekannte Abwehr mit der in dieser Saison wieder überragend haltenden Sandra Passehl dagegen stellen. Im Angriff sind wir auf verschiedene Abwehrformationen vorbereitet und warten mal ab, was sich Weddingstedts Trainer Uli Mohr für uns überlegt hat.«

TSV Lindewitt - MTV Heide Samstag, 16:45 Uhr

Es wird schwer für die Friedrich Truppe, den negativ Trend, gerade gegen den Krösus der Liga, zu stoppen. Doch es ist auch das einfachste Spiel der Saison für die Lindewitter.»"Der MTV Heide ist klarer Favorit, wir können befreit aufspielen. Vielleicht gelingt uns ein Überraschungserfolg«, hofft Lindewitts Trainer Dirk Friedrich. In das gleiche Horn stößt auch sein Team-Manager, Eckhard Franzke, der in Heide den Aufstiegsaspiranten Nummer eins sieht. »Wer kurz vor Halbzeit die Tabelle mit nur einem Minuspunkt anführt, der wird auch am Ende der Serie die Nase vorn haben.« Verzichten muß der TSV Lindewitt auf seine Rückraumspielerin Jana Neß, die mit einer Fingerverletzung aus dem Spiel gegen Lauenburg vermutlich eine längere Zeit ausfallen wird.

SG Oeversee/Ja-We - Slesvig IF Samstag, 17 Uhr

Lisa Thede (SIF) gehört zu den besten Kreisspielerinnen der Liga. (Foto:Riediger)

Ist da noch eine alte Rechnung offen bei den Damen von SIF? »Spielfreies Wochenende gehabt und gleich geht’s mit einem Derby weiter«, freut sich Torsten Eggebrecht (Oeversee) auf die Partie gegen SIF. »Wir wollen unbedingt das ausgeglichene Punktekonto haben und werden alles dafür tun, die Punkte in Oeversee zu behalten . SIF hat bis jetzt eine fantastische Saison gespielt und kommt sicherlich mit viel Selbstvertrauen zu uns. Überraschen wird man sich von der taktischen Grundausrichtung vermutlich nicht, da wir uns gut kennen und die vorangegangenen Spiele immer eng und ausgeglichen waren. Wichtig wird es für uns sein, SIF in den Positionsangriff zu bekommen und das Kreisläuferspiel zu unterbinden. Vorne müssen wir geduldig sein und die Chancen richtig rausspielen.« Mit etwas »Magengrummeln« reist Marco Heßel (SIF) gen Oeversee. »Unsere Verletztenliste ist schon beachtlich, wird sich aber auch in absehbarer Zeit nicht ändern. So kommt es am Samstag gegen Oeversee darauf an, Oeversees Schützen zu kontrollieren. Wenn wir es schaffen, uns in der Abwehr zu konzentrieren und dann schnell nach vorne kommen, können wir auch da punkten. Wenn nicht, können wir da auch verlieren. So ist das zurzeit bei uns.«

HSG Fockbek/Nübbel - SG WIFT Samstag, 17 Uhr

Ihre Tore sind bei der SG WIFT von Nöten. Laura Zimmermann (Foto:Busekow)

Vier-Punkte-Spiel in Fockbek. Wie hat Fockbek die derbe »Packung« in Weddingstedt verkraftet und wieviel Schub hat der neue Trainer der SG schon mitgeben können? »Wir sind in der Pflicht zu gewinnen«, setzt sich Ronny Hohnsbehn (Fockbek) selber unter Druck, nimmt aber auch seine Mannschaft nach der deprimierenden Niederlage in Weddingstedt deutlich in die Bringschuld. » Zu Hause sind unsere Chancen derzeit deutlich größer als in der Ferne. Mit vollem Einsatz und voller Konzentration wollen wir die Punkte bei uns behalten. Mit einem Sieg können wir die Abstiegsplätze wieder verlassen«, ergänzt er. Wenn das mal kein Ansporn ist so kurz vor der Weihnachtspause. Neue Besen kehren gut und die ersten Eindrücke konnte WIFT‘s neuer Trainer Gerrit Fredenhagen in den ersten Spielen bereits sammeln. »Wir haben weiter an den Fehlern der letzten beiden Spiele gearbeitet und gehen selbstbewusst in die Auswärtspartie«, sagt Fredenhagen. »Fockbek steht mit einem Pluspunkt weniger hinter uns in der Tabelle, sodass es ein echtes vier-Punkte-Spiel ist an diesem Wochenende. Wir werden alles reinwerfen, um den Abstand auf drei Punkte auszubauen und vielleicht spielen die anderen Mannschaften ja auch für uns.«

HC Treia/Jübek - Lauenburger SV Samstag, 19 Uhr

»Den Flow aus den letzten Spielen einfach mitnehmen und unseren Zuschauern ein schönes, interessantes und spannendes letztes Heimspiel in diesem Jahr bieten«, wünscht sich Trainer Thomas Bleicher (HC Treia/Jübek) vor dieser Partie. »Mönkeberg war in meinen Augen schon eine gute Partie unsererseits, dass Spiel unter der Woche bei der SG WIFT zeigte mir doch noch andere Seiten meiner Mannschaft. Sie haben es beeindruckend verstanden, das Tempo nach Bedarf zu variieren und immer passende Antworten auf das Spiel des Gegners zu finden. Darauf sind wir heute auch eingestellt und werden darüber hinaus versuchen, die Lauenburger Abwehr ordentlich zu beschäftigen und deren Gegenstöße zu unterbinden. Da alle meine Spielerinnen fit sind, schöpfe ich aus dem Vollen und kann taktisch sehr variabel arbeiten.« Ob es ingesamt gegen die »Elbdiven« reichen wird, bleibt abzuwarten. Schließlich ist es Lauenburg, die nach Heide als Top-Favorit von den Trainer vor Saisonbeginn gehandelt wurde. Also sollte man das Licht an der Elbe nicht so tief unter den Scheffel stellen. »Nach der WM-Pause, am vergangenen Wochenende, freuen wir uns auf‘s nächste Spiel«, äußerte sich Team-Manager Arne Bahde (Lauenburg).» Treia ist für uns ganz klar die Nummer 2 der SH-Liga, weshalb uns ein ganz hartes Stück Handballarbeit erwartet. Eine Chance auf zwei Auswärtspunkte können wir uns nur durch konzentriertes Verteidigen, das den HC in langen kraftraubenden Angriffen hält, sowie Effektivität und Geduld im Angriff erspielen.«

VfL Bad Schwartau - TSV Alt Duvenstedt Samstag, 20 Uhr

Nun fehlt der Mannschaft aus Schwartau auch noch der Kopf, da Lisa Matzke nach der OP vermutlich für den Rest der Saison ausfällt. Schlechtes Vorzeichen also für den Tabellenletzten gegen eine Mannschaft, die extrem torhungrig und brandgefährlich ist.»Trotz des spielfreien Wochenendes konnten sich nur wenige der erkrankten Spielerinnen erholen oder es kamen neue Hiobsbotschaften dazu. So war an ein vernünftiges Training in den letzten Wochen nicht zu denken«, sagte Sven Kröger (Schwartau). »Die Aussichten auf Besserung oder Rückkehr der ein oder anderen Spielerin eher unwahrscheinlich. Nicht nur aus diesem Grunde ist Alt Duvenstedt klarer Favorit und für uns bedeutet es, schnell Fuß zu fassen in der Partie, ansonsten kann es ein ganz bitteres erwachen geben.« Doch auch Torben Kutschke (Duvenstedt) hat seine Wunsch-Sieben nicht am Start. »Personell sieht es immer noch nicht besser aus bei uns, zumal wir auch angeschlagene Spielerinnen haben, die derzeit kaum trainieren können. Wie auch immer, da müssen wir im Moment durch.« Doch die Papierlage spricht in dieser Partie eine deutliche Sprache. Trifft doch einer der stärksten Angriffe, mit einer in Top-Form befindlichen Madita Jeß und Britta Müller, auf die derzeit schwächste Abwehr der Liga . » Von der Tabelle her sind die Rollen wohl klar verteilt. Unterschätzen werden wir den VfL aber nicht und wir brauchen eine konzentrierte Leistung unsererseits, damit hier nichts anbrennt.«

Preetzer TSV - HSG Mönkeberg-Schönkirchen Sonntag, 15 Uhr

Sie hält im Spiel der HSG Mönkeberg die Fäden in der Hand. Farina Lehmann (25) (Foto:Busekow)

Reißt die Serie des Aufsteigers aus Preetz gerade im Nachbarschafts-Duell gegen die HSG?? Oder teilt sich Mönkeberg, dann bereits zum 6. Mal, die Punkte in dieser Saison? »Ob Serie ja oder nein, Mönkeberg kommt als klarer Favorit zu uns in die Halle«, schreibt Dennis Olbert (Preetz) in seinem Vorbericht.»Wir wollen versuchen, an die guten Leistungen der letzten Spiele anzuknüpfen und es den Mönkebergerinnen so schwer wie möglich zu machen, die Punkte aus Preetz mitzunehmen. Vor allem wird dabei die Abwehr im Fokus stehen, was nicht ganz einfach wird, da Mönkeberg über gute Einzelspielerinnen verfügt und unberechenbar ist. Im Angriff müssen wir gegen die offensivere Abwehr sehr geduldig spielen und unsere Fehler minimieren. Vielleicht schaffen wir ja wieder ein Überraschung.« In den letzten gemeinsamen Jahren der Landesliga endeten diese Partie immer sehr knapp, sodass man einen eindeutigen Favoriten nicht ausmachen kann. Ähnlich sieht es auch Farina Lehmann (Mönkeberg).»Es geht zu den »Pandas« nach Preetz, bei denen uns ein möglicherweise ausgeglichenes Spiel bevorstehen könnte. Uns sind die Preetzer Stärken durch einige »Spielanalysen« der bisher erfolgten Partien bekannt. Das Angriffsspiel wird durch Sandra Hinsch und Hannah Mehnken geprägt, sodass unsere Abwehr auf diese beiden Spielerinnen ein besonderes Augenmerk legen wird. Sollten wir diese Aufgabe lösen können und die Leistung abrufen, die wir in einigen unserer Saisonspiele bereits zeigen konnten, werden wir die Hinrunde ohne weiteren Punktverlust beenden.« Darüber hinaus freuen sich die Mönkeberger über die kürzeste Auswärtstour der Saison mit vielleicht einigen Fans im Gepäck. Somit könnte es eine lautstarke Veranstaltung in der Blandfordhalle werden.

Vermarktung: