11.12.2017

Heide baut seinen Vorsprung weiter aus

Das war der 12. Spieltag

SH-Liga Damen

Die Verfolger patzen und der Kampf hinter dem souveränen Tabellenführer wird immer spannender.
Lauenburg nimmt beide Punkte aus Silberstedt von der HC Treia/Jübek mit, während Mönkeberg im Derby gegen Preetz das Nachsehen hat. SIF nimmt die Hürde Oeversee mit Mühe und Duvenstedt kann beim deutlichen Sieg in Schwartau Kräfte schonen. Weddingstedt schlägt die SG Dithmarschen im Derby deutlich und Fockbek rutscht nach der Niederlage gegen die SG WIFT immer tiefer in den Keller. Auch Lindewitt kann den Tabellenführer nicht stoppen und verliert den Anschluß nach oben.

HSG Weddingstedt/H./D. - SG Dithmarschen Süd 26:19 (15:9)

Start – Ziel Sieg für den letztjährigen Vizemeister aus Weddingstedt. Eindeutiger als erwartet siegte die Mohr-Truppe in diesem prestigeträchtiges Derby gegen die SG Dithmarschen Süd.»Wir setzten uns bereits frühzeitig ab kamen durch gute Abschlüsse erst zum 4:1 und dann schon in der 13. Minute zum 9:2«, berichtete Bente Schlüter (Weddingstedt). »Vor allem durch gute Auflösungsaktionen mit ordentlich Druck und Torwürfen durch die Mitte, als auch von Außen, gelangen uns immer wieder viele Tore. Somit erreichten wir einen Halbzeitstand von 15:9. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit ließen wir unseren Derby-Gegner zwar nochmal mit vier Toren herankommen, jedoch lief es danach wie zuvor und wir minimierten unsere Fehler und dominierten wieder das Spiel. Durch unsere starke Mannschaftsleistung gewannen wir schlussendlich verdient.« Gar nicht zufrieden war Dithmarschens Trainer Nils Möller mit der Leistung seiner Damen.»Zu viele technische Fehler, zu viele Gegenstöße kassiert, so konnte sich Weddingstedt gleich zu Beginn deutlich absetzen, während wir kaum Würfe aufs gegnerische Gehäuse brachten. Beim Stande von 16:12 haben wir es mehrfach verpasst auf drei Tore zu verkürzen. Danach hat Weddingstedt das Spiel souverän über die Runden gebracht.«

TSV Lindewitt - MTV Heide 22:31 (10:15)

Der Herbstmeister aus Heide läßt auch in Lindewitt nichts anbrennen und stößt den TSV Lindewitt weiter in eine kleine Krise. Es war für die Friedrich-Truppe die 4. Niederlage in Folge und der Rutsch auf Tabellenplatz 8. »Mit der kämpferischen Leistung der gesamten Mannschaft bin ich zufrieden, jedoch nicht mit der Chancenauswertung. Es wurde gegen die offensive Deckung nicht genug Druck gemacht, bei vielen Würfen hatten wir nicht das Glück auf unserer Seite und trafen den Pfosten oder die Torhüterin parierte die nicht platzierten Würfe«, so Trainer Dirk Friedrich. Heide übernahm von Anfang an das »Kommando« und setzte sich bis zur Halbzeit auf 15:10 ab. Konnte der TSV Lindewitt Mitte der 1. Halbzeit noch den Abstand auf 2-3 Tore halten, gelang den »Blauen« in der 2. Halbzeit 10 Minuten lang kein Tor. Der Tabellenführer setzte sich auf 27:19 ab und gewann das Spiel am Ende souverän und ungefährdet.

VfL Bad Schwartau - TSV Alt Duvenstedt 16:39 (10:21)

Britta Müller (Duvenstedt) wieder einmal erfolgreich. (Foto:Matzke)

Nichts Neues aus der Marmeladen-Stadt. Auch in der 12. Partie blieb die Kröger Mannschaft ohne Punkte und wird die Hinserie als Tabellen-Schlusslicht beenden. »Mit nur zwei Auswechselspielern mussten wir in die Partie starten und lagen schnell mit 4:0 zurück«, sah Lisa Matzke (Schwartau) einen schnellen Rückstand ihrer Mannschaft. »Team-Time-Out und endlich stand danach unsere Abwehr aggressiver, doch diese Euphorie hielt nicht lange an. Duvenstedt machte Tempo und konnte uns mit einer starken 1. Welle das ein und andere Mal überlaufen. Hinzu kommt mal wieder, dass wir vorne insgesamt über 20 technische Fehler produzierten, die im Gegenzug eiskalt genutzt wurden.« So zog Duvenstedt Tor um Tor davon. »Wir waren sehr spielfreudig am heutigen Tag und haben in der Höhe verdient gewonnen«, freute sich Torben Kutschke (Duvenstedt) über die Leistung seiner ersatzgeschwächten Mannschaft. »Nie gefährdeter Sieg gegen ebenfalls personell angeschlagen Schwartauer Mädels. Leider setzte sich das Verletzungspech während des Spiels fort, als Madita Jeß ein Schneidezahn abbrach. Dadurch mussten einige unserer Damen auf ungewohnten Positionen spielen, was sie aber toll machten und gut umsetzten«

HSG Fockbek/Nübbel - SG WIFT 25:30 (12:13)

Durchgereicht und immer größer wird der Abstand zum rettenden Ufer. Mittlerweile hat die Bürgermeister-Schadwinkel Halle ihren Schrecken verloren, denn für die Hohnsbehn Truppe bereits die 5. Niederlage zu Hause. »Nach der Niederlage ist die Hürde zum rettenden Ufer noch größer geworden. Wir konnten die Chance gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten, wieder nicht nutzen«, äußerte sich Ronny Hohnsbehn (Fockbek) kurz und knapp nach der Niederlage im Vier-Punkte-Spiel. Unter Leitung von Gerrit Fredenhagen (WIFT) kommt der Aufsteiger aus Neumünster immer besser in Form und siegt auch in dieser Höhe verdient. »Die 2:1 Führung sollte die letzte der Fockbeker im ganzen Spiel sein«, erinnerte sich Fredenhagen.» Gegen unsere gute und bewegliche Abwehr fiel der Heimmannschaft anfangs nicht viele Lösungen ein, so dass wir eine 12:6 Führung erspielen konnten. Durch einige unkonzentriertheiten sowie personelle Wechsel, schrumpfte unser Vorsprung leider zur Halbzeit. In der zweiten Hälfte brauchten wir ein paar Minuten, um wieder ganz wach zu sein und konnten über 14:14 auf 15:20 enteilen. Bei Fockbek nahm sich Lone Kurbjuhn jetzt häufiger selbst die Würfe und es wurde beim 21:22 nochmal kurz eng. Wir haben weiter gekämpft. Häufig konnten wir nur durch Siebenmeter würdige Fouls gestoppt werden, die alle sicher verwandelt wurden. So wurde unser guter Kampfgeist am Ende mit wichtigen Punkten belohnt.«

HC Treia/Jübek - Lauenburger SV 20:26 (9:14)

Manuela Hinrichsen wurde mit der Auszeichnung zur »Besten Spielerin des Turniers überrascht.

Noch kurz vor Beginn der Partie für ihre starke Leistung beim diesjährigen Elbe-Cup (2.-3.09.2017) in Lauenburg als beste Spielerin des Turniers durch Team-Manager Arne Bahde ausgezeichnet, war ihr Einsatz in diesem Spiel nur von kurzer Dauer.» Wenn man nach 5:38 Minuten Manuela Hinrichsen durch ein rüdes Foulspiel, ohne auch nur den Hauch einer Chance in dieser Situation auf einen Ballgewinn zu haben, mit einer schweren Oberschenkel Verletzung verliert und die Schiedsrichter nicht den Mut haben, so frühzeitig den roten Karton zu ziehen, dann kann man schon von der Schlüsselszene des Spiels sprechen,« sagt Trainer Thomas Bleicher (Treia/Jübek). »Während die foulende Spielerin nach 2-Minuten munter wieder ins Spielgeschehen eingreifen konnte, war für Manuela das Spiel bereits nach wenigen Minuten beendet und darüber hinaus wird sie uns vermutlich über eine längere Zeit fehlen.« Lauenburg nutze die sich nun bietende Chance der Verunsicherung der Heimmannschaft aus, um beide Punkte mit in den Süden zu nehmen.

SG Oeversee/Ja-We - Slesvig IF 26:28 (12:13)

Derbys haben schon immer besondere Regeln und ein Ausgang einer solchen Partie kaum vorhersagbar. »SIF führte schnell zu Beginn der Partie, weil wir 3-4 beste Möglichkeiten nicht nutzen konnten und so schnelle Gegentore bekamen«, war Torsten Eggebrecht (Oeversee) mit dem Start seiner »Miezen« nicht zufrieden. »Danach lief das Spiel dann zu unseren Gunsten, aber wie schon die ganze Saison, sind wir einfach nicht konstant in unseren Leistungen. Das gleiche Spiel in der 2.Halbzeit, in der wir gut beginnen, uns absetzen, um danach doch wieder einzubrechen. Schlesvig nutzte unsere Fehler konsequent und konnte sich zum Schluss entscheidend absetzen. Nach einer 2x2 Minuten Strafe gegen Janine Hansen in den Schlussminuten mussten wir fast den Rest in Unterzahl spielen. Aber nun machten die Gäste Fehler und kurz vor Schluss waren wir auf ein Tor dran. Letztlich haben wir uns die Niederlage selbst zuzuschreiben, weil wir einfach zu oft unsere zwei Gesichter zeigen.« »Zum Schluß war es ein Kraftakt, nachdem Oeversee kurz vor Abpfiff in Unterzahl den Ausgleich erzielen konnte«, erinnerte sich Marco Heßel (SIF) an die spannenden Schlussminuten der Partie.» Wir konnten dann die entscheidenden beiden Tore zum Endstand erzielen und freuten uns über einen wichtigen Sieg und eine tolle Kampfleistung.«

Preetzer TSV - HSG Mönkeberg-Schönkirchen 31:26 (15:16)

5 gegen 2 und doch hatte Preetz, wie in dieser Szene, die Nase am Ende vorn. (Foto:Busekow)

Es hielt was es im Vorfeld versprach. Das Derby zwischen den »Pandas« und den Mönkebergern. »Ein typisches Derby mit vielen Emotionen aber trotzdem sehr fair«, konnte sich Dennis Olbert (Preetz) über den Sieg richtig freuen. » Die Abwehr fand in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten nicht statt, dafür wurde attraktiver Angriffshandball gezeigt. In der zweiten Halbzeit fanden wir mehr und mehr zu unserem Spiel, die Abwehr stand besser und auch die Torhüter kamen ins Spiel. So konnten wir uns erstmalig einen kleinen Vorsprung erspielen und nach 50 Minuten kamen wir immer mehr in einen Lauf, der uns am Ende einen sicheren und verdienten Sieg bescherte.« Das es am Ende ein verdienter Sieg für die »Pandas« war, bestätigte auch Farina Lehmann (Mönkeberg) in ihrem Statement.» Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, ehe wir ab der 45.Minute keine Lösungen mehr gegen den Preetzer Angriff hatten. Wir mussten viele leichte Tore hinnehmen, überwanden im Angriff aber die immer besser stehende Abwehr nicht. So geht der Sieg in einem überaus fairen Spiel verdient an Preetz.« Nach nunmehr 7 Siegen in Folge hat sich der Aufsteiger im oberen Tabellendrittel etabliert und steckt nun mitten im Kampf um die Vize-Meisterschaft der Liga.

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