09.10.2017

Klassisch ausgekontert

Fußball

Der geht knapp vorbei. Die DGF-Offensive um Nils Thomsen (l., weißes Trikot) und Felix Bülo traf gegen Süderlügum nicht das Tor. (Foto: Tim Riediger)

Flensburg. DGF Flensborg tritt aktuell etwas auf der Stelle. Nach Niederlagen gegen die SG Nordau, den TV Grundhof wirkte der zwischenzeitliche Erfolg bei BW Löwenstedt II nur wie ein Strohfeuer. Denn am vergangenen Wochenende setzte es gegen den TSV Süderlügum die bereits 4. Niederlage der Saison. Das 0:3 (0:0) fiel vom Ergebnis am Ende sicher etwas zu hoch aus. Tatsache bleibt aber, dass sich DGF gegen spielstarke und defensiv gut organisierte Teams in dieser Saison sehr schwer tut. 

»Süderlügum hat so gespielt, wie ich mir das eigentlich von meiner Mannschaft erhofft hatte«, gab DGF-Coach Sönke Wittorf zu Protokoll. Die Gäste, denen Wittorf eine »starke Leistung« attestierte, standen tief und lauerten immer wieder auf Konterchancen. Vielleicht hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen, wenn DGF die ersten Chancen des Spiels besser genutzt hätte. Felix Bülo prüfte bereits in der 2. Minute TSV-Keeper Christian Block. Dieser zeigte sich auch noch bei einem Kopfball von Jens Fischer (6.) und einem schönen Freistoß von Kapitän Morten Jensen (15.) auf dem Posten. Aber schon Mitte der ersten Hälfte deutete sich die Anfälligkeit der DGF-Defensive bei schnell vorgetragenen Kontern an.

Freistoß-Pech

Hier hatten die DGFer vor allem mit dem schnellen Bjarne Fiege ihre liebe Not, der zweimal knapp vorbeizielte (18./34.) und einmal an DGF-Schlussmann Marcel Carstensen scheiterte (22.). Carstensen behielt auch bei der 1:1-Situation gegen Henrik Boennen (26.) die Nerven und bewahrte sein Team vor einem Rückstand. Pech hatte DGF dann noch bei einem Fischer-Freistoß, der denkbar knapp am TSV-Tor vorbeistrich (43.). »Die zweite Hälfte war dann wie die erste. Wir machen das Spiel und haben mehr Ballbesitz. Allerdings nutzen sie einen ihrer Konter zum 0:1«, sagte Wittorf zu der Situation, die am Ende den Spielausgang maßgeblich beeinflusste. Denn die Gäste-Führung durch Kevin Boysen (68.) zwang die Gastgeber, mehr Risiko zu gehen und die Deckung zu öffnen. Das bot den Gästen noch mehr Raum zum Kontern, den Fiege nur fünf Minuten nach der Führung zum 2:0 (73.) nutzte. DGFs nachfolgende Bemühungen, den Anschluss zu erzielen, brachten keinen Erfolg. Vielmehr machte Fiege mit seinem 2. Treffer zum 3:0 (85.) alles klar. 


 Andreas Haumann

DGF Flensborg: Carstensen – Christiansen, Pusamßies, Steiner, Balschun – Henningsen, Kriews, Jensen (76. Spitzbarth), Fischer - Bülo, Thomsen (73. Wittern).

TSV Süderlügum: Block – Koeller, Feddersen, Heldt – Boysen, Boeckenholt, Bünger, Weczerek (50. Petersen/66. Tuschke), Boennen (82. Otto) – Kjaer, Fiege.
Schiedsrichter: Fadi Cheikh-Mohamad (Schleswig 06).
Zuschauer: 60.

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