15.04.2018

Nur den Faden verloren

Fußball

Noah Brieskorn (l.) traf an seinem 20. Geburtstag zum 2:0 für Stjernen. Martin Ziemer

Flensburg. IF Stjernen bleibt der aussichtsreichste Verfolger von Spitzenreiter Nordmark Satrup. Eine Woche vor dem direkten Duell gewann das Team des Trainergespanns Ingo Lüthje und Lars Meyer knapp mit 2:1 (1:0) gegen TSV Rot-Weiß Niebüll. 

»Ein verdienter Erfolg, der am Ende allerdings noch ins Wackeln geriet«. In dieser Spielwertung waren sich Ingo Lüthje und TSV-Coach Bodo Schmidt absolut einig. 
Zunächst dauerte es eine Weile, ehe die Partie Fahrt aufnahm. Dann aber im Minutentakt. Sebastian Wirth (20.) und Robin Hansen (21.) boten sich die ersten guten Chancen. Dann verpassten es Marvin Treitz und Hansen, einen Ausflug des Gäste-Keeper Lars Christiansen aus dem Strafraum entsprechend zu bestrafen (23.). Niebüll versteckte sich aber keineswegs, sondern hatte durch Salam Halawani (Kopfball/22.) und einen Schuss von Jannik Bahnsen, den Niklas Grefe auf der Linie klärte (23.), ebenfalls gute Chancen. 

Mit großem läuferischen Aufwand übernahm Stjernen danach die Spielkontrolle und kam mit jeder weiteren Chance der Führung näher. Erst scheiterte Noah Brieskorn noch am Keeper (26.), dann Niklas Lüthje am Innenpfosten (28.). Lüthje gelang dann aber kurz vor der Halbzeitpause mit einem schönen 25-Meter-Freistoß das 1:0 (42.). »Wir haben es in der ersten Hälfte versäumt, das eine oder andere Tor mehr zu machen«, sagte Lüthje. Auf der Führung ruhte sich Stjernen aber nicht aus. Nach dem Wechsel drängten die Gastgeber auf das 2:0. Dieses gelang Geburtstagskind Brieskorn (51.) mit einem platzierten Linkschuss aus 18 Metern, der sich damit selbst das schönste Geschenk machte. Niebüll wechselte nun zwangsläufig die Taktik und wurde deutlich offensiver. Den Gastgebern boten sich nun etliche Konterchancen, die allesamt nicht konzentriert zu Ende gespielt wurden. Ein durchaus mögliches 3:0 hätte das Spiel entschieden. So aber gelang Salam Halawani der 1:2-Anschlusstreffer (73.) und leitete eine Schlussphase ein, in der Stjernen in der Defensive einige Unsicherheiten offenbarte und kräftemäßig nicht mehr für Entlastung sorgen konnte. So zitterte man sich auf seifigem Untergrund durch einige Standardsituationen, ohne dass sich den Gästen dabei die ganz klare Chance bot. Mit dem Schlusspfiff entschärfte Rico Nommensen noch einen Kopfball von Morten Höfer und hielt so den Sieg fest.

Andreas Haumann 

Statistik

IF Stjernen: Nommensen – Falke, Grefe, Lüthje, Treitz – Kaak, Wirth (82. Liebmann), Bracht, Brieskorn (77. Nielsen) – Pirk, Hansen (82. Franz).

TSV Rot-Weiß Niebüll: Christiansen - Scheck, Rogge, Jürgensen, Lorenzen – Hacker, Teegen, Gerth, Sönnichsen (58. Höfer) – Halawani, Bahnsen.
Schiedsrichter: Leon Seggering (Bramstedter TS).
Zuschauer: 90.

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