15.04.2018

SIF geht gegen Heide unter

Das war der 24. Spieltag

SH-Liga der Damen

Lindewitt, gut erholt nach der überraschenden Niederlage, besiegt Lauenburg im Kampf um Platz zwei. Weddingstedt rutscht nach der Niederlage in Fockbek wieder auf einen Abstiegsplatz, während WIFT die Hürde Bad Schwartau sicher meistert und wieder einen Punkt Vorsprung hat. Dithmarschen sichert sich ein weiteres Jahr »wachsfreien Handball in Burg« und schicken Oeversee mit einer Niederlage nach Hause. Mönkeberg nimmt die Hürde Treia und entführt nach einem spannenden Spiel beide Punkte. Preetz verliert sprichwörtlich in letzter Sekunde eine lange Zeit dominierende Partie gegen Duvenstedt. Heide kennt kein Pardon und fertig SIF deutlich ab.



Das Restprogramm im Abstiegskampf:
11. SG WIFT Neumünster
HSG Fockbek/Nübbel   Heim
SG Dithmarschen          Auswärts

12. HSG Weddingstedt/H./D.
SG Dithmarschen          Auswärts
SG Oeversee/Ja-We     Auswärts

TSV Lindewitt - Lauenburger SV 25:19 (11:10)

Garant für unzählige Siege in dieser Saison. Lindewitts bärenstarke Torhüter Strubel (12) und Petersen (16) (Foto:Privat)

Es war ein Big-Point im Kampf um die Vizemeisterschaft und ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Lindewitt klettert an Lauenburg vorbei und hat nun einen Punkt und den gewonnen direkten Vergleich als Plus für sich. Es war in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe«, berichtete Team-Manager Eckhard Franzke (Lindewitt).« In den zweiten 30 Minuten drehten wir dann richtig auf und liessen der dezimierten Mannschaft aus Lauenburg keine Chance mehr. Über 12:10 zogen wir auf 24:14 davon und konnten uns dabei auf unsere beiden starken Torhüter Kaja Strube und Eike Petersen verlassen.« Vermutlich war es der Warnschuss aus der letzten Partie, die man unglücklich gegen Weddingstedt verlor, dass man heute zeigen wollte, wer Herr im Haus ist. So sah es auch Lindewitts Trainer Friedrich.»Man merkte, daß die Mannschaft sich für die Niederlage gegen Weddingstedt rehabilitieren wollte. Sie waren heiß«. So ließ man im Gefühl des sicheren Sieges etwas nach und ließ Lauenburg zum Ende der Partie Resultats-Kosmetik betreiben, ohne selber in Gefahr zu kommen, das die Partie noch kippen könnte.»Jetzt geht es nächste Woche nach Heide«, freut sich Franzke auf das Spiel gegen den Meister. »Lindewitt gewinnt verdient, können wir in der ersten Halbzeit das Spiel noch ausgeglichen gestalten, verlieren wir in der zweiten Hälfte teilweise völlig die Konzentration. Bei 30 Fehlversuchen ist die Frage, warum man verloren hat schnell beantwortet. Lindewitt ist über 60 Minuten konzentrierter und mit mehr Herz bei der Sache und klettert zu recht auf dem 2. Tabellenplatz,« sagte Carsten Mahnecke (Lauenburg) nach dem Spiel.

HSG Fockbek/Nübbel - HSG Weddingstedt/H./D. 25:24 (17:14)

Obwohl als Absteiger seit geraumer Zeit feststehend, wird die HSG Fockbek/Nübbel vermutlich zum Zünglein an der Waage. Gerade besiegten sie die mitten im Abstiegskampf stehenden Gäste aus Weddingstedt und bereits nächste Woche geht die Reise zur SG WIFT, dem zweiten Team im Abstiegskampf. Für Olaf Keck (Fockbek) eine weitere gute Möglichkeit, um an der Mannschaft der neuen Saison zu basteln.»Zu guter letzt zuhause Punkte gemacht. Über die gesamte Spielzeit betrachtet, haben wir uns das Leben immer wieder schwer gemacht. Mit drei Toren geführt und diese Führung zu leichtfertig wieder hergegeben, da der Gegner schnell spielen wollte und bei uns daraus Hektik und überhastete Aktionen wurden. Weddingstedt startete zunächst mit einer ordentlichen 3:2:1-Abwehr, die durch unsere Laufbereitschaft allerdings zu knacken war. Die Umstellung auf eine sehr offensive 6:0 hat uns vor größere Probleme gestellt. Deshalb haben wir uns auch nicht absetzen können und sind in Rückstand geraten. Meine Mannschaft hat den Sieg gewollt und deshalb trotz einiger Schwächen auch gewonnen.« Nach zwei überaus erfolgreichen Partien und überraschenden vier Punkten im Abstiegskampf, nun eine kleiner Rückschlag für Weddingstedt.»Leider lief es bei uns von Anfang an schleppend und wir passten uns der Spielweise des Gegners an», war Bente Schlüter (Weddingstedt) noch Stunden nach der Partie enttäuscht über den Ausgang.» Unsere Chancenverwertung war sehr ernüchternd, vielleicht auch durch die Backefreie-Zone, aber man weiß es nicht. Gerade das, was wir in den letzten Spielen gezeigt haben, bringt natürlich nichts, wenn wir bei Fockbek die Punkte liegen lassen. Wir konnten nicht das abrufen, was wir können und verspielen somit leichtsinnig unseren 11. Platz.«

SG Dithmarschen Süd - SG Oeversee/Ja-We 27:23 (12:14)

Fels in der Brandung. Sandra Passehl hält Sieg und Klassenerhalt fest. (Foto:Privat)

Klassenerhalt gesichert und ein schöner Abschied für Konrad Borrmann (Dithmarschen), der sich nun beruhigt einem neuen, handballfreien Lebensabschnitt widmen kann. Garant einmal mehr eine überragende Sandra Passehl im Tor der Dithmarscherinnen, die erneut den Gegner zum Verzweifeln brachte und maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt und dem Sieg gegen die »Miezen« hatte. »Wir sind gut ins Spiel gekommen, ab Mitte der ersten Halbzeit war Oeversee dann besser, aber quasi mit dem Pausenpfiff konnten wir noch auf 12:14 verkürzen. Nach dem Wechsel dann schnell der Ausgleichen und ab der 35.Minute waren wir immer knapp vorn. Im Angriff konnten sich Wienke Böge, Susann Peters und Jana Lucht immer wieder im 1:1 erfolgreich durchsetzen und immer wenn Oeversee die Möglichkeit hatte ranzukommen, war Sandra Passehl im Tor zur Stelle und hielt den Sieg fest«, freute sich Nils Möller (Dithmarschen) über den Sieg und dem Erreichen des Saisonziels. ”Es lag nicht alleine an uns, dass wir hier und heute nichts positives mitnehmen,« beschreibt Torsten Eggebrecht die gesehenen 60 Minuten des Spiels.« In der erste Halbzeit machen wir vieles richtig und drehen das Spiel nach einem etwas holprigen Start und gehen mit 2 Toren Vorsprung in die Pause. In der 2.Halbzeit machen wir einfach zu viele Fehler und scheitern zudem am guten Torwart der Dithmarscher. Hinzu kam die doch sehr einseitige Regelauslegung der Schiedsrichter, die eine klare Linie vermissen liessen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen«.

VfL Bad Schwartau - SG WIFT 19:27 (9:14)

Der Druck wächst auf die SG WIFT und nachdem Dithmarschen sich aus dem Abstiegskampf verabschiedet hat, spitzt sich der Zweikampf der Neumünsteraner mit der HSG Weddingstedt zu.
Für Schwartau bleibt es eine gebrauchte Saison mit weiterhin keinem Plus-Punkt auf dem Konto.
»Der Beginn des Spiels verlief relativ gut«, konnte Lisa Matzke (Schwartau) berichten,» doch wir haben schnell wieder abgebaut. Aus jedem technischen Fehler im Angriff entwickelte sich ein Gegenstoß, wodurch die Gäste allein in der ersten Halbzeit die Hälfte ihrer Tore erzielen konnte. Weiter spielten wir vorne nicht als Team, sondern versuchten immer wieder durch Einzelaktionen Tore zu erzielen, was meistens nicht gelang. Zum Ende der ersten Halbzeit wurde unsere Abwehr zum Glück etwas stabiler. Auch in der zweiten Halbzeit das gliche Bild. Es fehlte an Wille und Biss, um in den entscheidenden Momenten ein Tor erzielen zu wollen. Viele technische Fehler reihten sich aneinander und so kann man kein Spiel gewinnen. Am Ende ein sehr zerfahrenes Spiel«. »Dank an Fockbek für die Schützenhilfe, so klettern wir wieder an Weddingstedt vorbei und verlassen die Abstiegsränge«, musste Gerrit Fredenhagen (WIFT) erstmal kräftig durchatmen. Er sagte weiter:» Gestern haben wir gegen Bad Schwartau einen »Pflicht« Sieg eingefahren. Leider hatten wir sowohl Ende der ersten und Ende der zweiten Halbzeit eine Schwächephase und konnten das Ergebnis so nicht höher gestalten. Erwähnen sollte man, dass das angesetzte Schiedsrichter-Gespann leider nicht angetreten ist und so ein Kollege aus Bad Schwartau die Partie geleitet hat. Er hat seine Sache gut gemacht, aber es fehlte das zweite Augenpaar, um früher die unnötige Härte aus dem Spiel zu nehmen. Zu allem Übel verletzte sich auch noch Sabine Rohwer in der ersten Halbzeit und ich kann nur hoffen, dass sie uns in den letzten wichtigen Spielen wieder zur Verfügung steht.«
Den Genesungswünschen des VfL Bad Schwartau an die verletzte Spielerin der SG WIFT schließt sich die Redaktion der AVIS an!

HC Treia/Jübek - HSG Mönkeberg-Schönkirchen 31:32 (14:17)

Da macht die Fahrt zum Auswärtsspiel Spaß. Reisen im LuxusLiner Bus des THW (Foto:Privat)

Es versprach im Vorfeld ein interessantes Spiel zweier gleich starker Mannschaften zu werden und es hielt das, was man erwarten durfte. 50 Minuten ein Spiel mit vielen sehenswerten Aktionen, bevor es in den letzten 10 Minuten ein heißer Tanz wurde. »Eigentlich laufen wir in der gesamten Partie einem Rückstand hinterher, weil wir es insbesondere in den ersten 40 Minuten versäumen, Abwehr zu spielen«, war Thomas Bleicher (Treia) enttäuscht über die fehlende Einstellung seiner Damen.» Beide Torhüter bekamen nichts an die Hände und die Abwehr, trotz Umstellung auf eine zwischenzeitliche 5:1, lud Mönkeberg immer wieder zu leichten Toren ein. In den letzten 20 Minuten zeigten wir dann endlich, welche Möglichkeiten wir besitzen und setzen die Gäste mächtig unter Druck. Leider schaffen wir es aber nicht, einmal die Führung zu übernehmen und unseren Anschlusstreffern folgte postwendend immer wieder die Führung der Mönkeberger. Besonders in den letzten drei Minuten, als wir mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich haben, werden wir durch schwer nachvollziehbare Entscheidungen der Unparteiischen klar benachteiligt. Aber letztendlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen.« Lea Weimar (Mönkeberg) beschreibt das Spiel in der entscheidende Phase so.» Beinahe hätte man von einem Start – Ziel Sieg berichten können, aber die letzten 10 Minuten sollten noch einmal Herzrasen bringen. Uns passierten vorne einige Fehler, welche nun von Treia in Gegenstöße umgewandelt wurden und sie sich bis auf ein Tor herankämpfen konnte. Überraschende Schiedsrichterentscheidungen ließen am Ende des wirklich fairen Spiels die Emotionen aufkochen und Treia setzte nun auf volle Offensive. Mit einer Abwehr bis in unsere Hälfte hinein versuchten die Gegnerinnen nochmal alles, aber wir retteten die Ein-Tor Führung über die letzte Spielminute!« Sprach's und stieg in den LuxusLiner, wo der Sponsor mit kühlen Getränken und kulinarischen Häppchen aufwartete, um die lange Rückfahrt so angenehm wie möglich zu machen.

MTV Heide - Slesvig IF 44:24 (21:14)

Das war nix für SIF und all die guten Vorsätze im Vorfeld verflogen im Verlauf des Spiels. Auch ohne den etatmäßigen Heider Coach an der Seite, Helge Thomsen verweilte mit seiner B-Jugend der HSG Marne/Brunsbüttel beim Achtelfinalspiel um die Deutsche B-Jugend Meisterschaft beim HC Thüringen, konnte SIF nur kurzfristig an der Sensation schnuppern. Entsprechend fällt auch der Kommentar von Trainer Melf Carstensen (SIF) aus.» 15 Minuten spielten wir gut mit und gingen sogar zeitweise in Führung. Doch dann haben wir leider alles gemacht, was man gegen Heide nicht machen sollte. Abspielfehler oder klare Chancen wurden nicht im Tor untergebracht, alles das bestrafte Heide prompt mit Gegenstößen. Schaltet man dann auch noch ab der 40. Minute den Kopf ab und ergibt sich dem Schicksal, dann reist man mit einer verdienten Packung nach Hause«. Es sind noch zwei Spiele bis zum Saisonende und bereits am nächsten Wochenende versucht der TSV Lindewitt, derzeitiger Tabellenzweiter, an der »Unschlagbarkeit« des Meisters in Hemmingstedt.

Preetzer TSV - TSV Alt Duvenstedt

Sie war der Matchwinner in dieser Partie. Duvenstedt Elisa Schütz (Foto:Busekow)

Am Ende von der Formation geschlagen, mit der normalerweise Dennis Olbert (Preetz) seine Gegner überrascht und entscheidende Punkte in der Schlussminute holt. Der 7. Feldspieler.» Das war eine sehr sehr unglückliche Niederlage«, sagte Dennis Olbert nach dem Spiel, » und obwohl wir uns gegenüber der letzten Partie um 100% gesteigert hatten, reichte es heute erneut nicht. Die Abwehr stand gegen den torgefährlichen Rückraum sehr gut, die Gäste kamen fast nur über den Kreis, die bekamen wir nicht richtig in den Griff, zu zum Torerfolg oder holte den 7-Meter. Im Angriff spielten wir sehr ruhig und kamen zu sehr guten Chancen, obwohl Duvenstedt uns ein paar mal mit ihrer flexiblen 6:0 Abwehr die Bälle klaute. Das wir die sechste Niederlage mit einem Tor Unterschied und heute fiel das entscheidende Tor 2 Sekunden vor Ende, das ist mehr als ärgerlich.« So richtig konnte sich Torben Kutschke (Duvenstedt) nicht über die beiden Punkte freuen, verlor er doch erneut eine Spielerin aufgrund einer Verletzung, vermutlich sogar langfristig. »Vom Spielverlauf sicherlich ein etwas glücklicher Sieg. Sieht man die zahlreichen, liegen gelassenen, sehr klaren Torchancen, hätten wir es gar nicht spannend machen müssen. Dabei hatten wir auch viel Wurfpech und der Ball kam immer mal wieder von Pfosten oder Latte zurück. In der Abwehr haben wir viel investiert und haben gut gearbeitet. Dahinter hatten wir mit beiden Torhütern einen starken Rückhalt. Auch mit der Angriffsleistung sind wir zufrieden. Überwiegend haben wir geduldig und auch gut und erfolgreich über den Kreis gespielt. Elisa Schütz war es vorbehalten, Sekunden vor Schluß den Siegtreffer zu markieren, als 7. Feldspieler.«
Natürlich auch von Seiten der AVIS gute Besserung an Nicole Gehl!

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