11.02.2018

SIF völlig von der Rolle

Das war der 17. Spieltag

SH-Liga Damen

Launischen »Miezen« machen ihrem Trainer kein wirkliches Geschenk und können an die guten Leistungen der vorangegangenen Spiele nicht anknüpfen. Auch der positive Lauf der SG WIFT kommt ins stocken, denn an diesem Tag waren die Gäste aus Alt Duvenstedt einen Tick cleverer und konsequenter. Weddingstedt unterliegt stark aufspielenden Gästen aus Mönkeberg und tritt im Abstiegskampf auf der Stelle. Preetz bleibt der Favoritenschreck Nummer 1 und schickt SIF mit einer Niederlage auf die Heimreise.

SG Oeversee/Ja-We - Lauenburger SV 21:28 (9:13)

Das war mal wieder das andere Gesicht der Oeverseer »Miezen«. Anstatt in einen kleinen Lauf der positiven Spiele zu gelangen, verfiel man am Samstag »back to the roots«. Entsprechend enttäuscht der Trainer der SG, Torsten Eggebrecht, der aber auch weiß, diese Phasen kommen und gehen bei seiner Mannschaft. Schon im nächsten Spiel gegen den MTV Heide kan es wieder ganz anders aussehen. »Wir beginnen konzentriert und stehen gut in der Deckung,«, sieht Coach Eggebrecht die ersten Minuten des Spiels, lag aber nach 8 Minuten bereits mit 3:0 im Rückstand und war zu einer kleinen Kurs-Korrektur im frühen Team-Time-out gezwungen. »Wir schmeißen dann aber die Bälle weg oder werfen völlig überhastet auf das Tor. Treffen von allen möglichen Entscheidungen fast immer die schlechteste und machen es Lauenburg dadurch einfach. Die spielen das routiniert runter und gewinnen auch in dieser Höhe verdient. Das war heute eine kollektiv schlechte Leistung von uns, einzig Anna Schiffmann hat sich dagegen gestellt und ein gutes Spiel gemacht.« Oeversee behält nach diesem Spieltag Platz 9 in der Tabelle und verschafft sich keine Luft zu den Plätzen auf den gefährdeten Rängen.

SG WIFT - TSV Alt Duvenstedt 26:30 (15:14)

Zwei Punkte verloren und nach vier Spielen wieder als Verlierer die heimische Halle verlassen. Darüber hinaus überschattete die schwere Verletzung (Bruch des Handgelenks) von Abwehrchefin Catharina Haberland die Partie. Auch von dieser Stelle, sowie vom Team aus Alt Duvenstedt, alles Gute und komm bald zurück, Cadda.
Aber die Niederlage war kein Genickbruch und » es wirft uns in unserem weiten Tun nicht zurück«, weiß Trainer Gerrit Fredenhagen (WIFT). »Leider konnte ich nicht auf den vollen Kader zurückgreifen, wußte aber, wir können die fehlenden personellen Möglichkeiten mit unserem gewohnten Kampfgeist ausgleichen. Der Verlust meiner Kreisläuferin und wichtigsten Abwehrspielern in der 19. Minute konnten wir gut wegstecken und gingen sogar mit einer hauchdünnen Führung in die Pause. Ab es kam wie es kommen musste. Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei uns die Kräfte und Alt Duvenstedt konnte mit ihrem guten Rückraum leichte Torre erzielen. Trotz großem Kampf reichte es am Ende nicht ganz, auch wenn der Tabellenunterschied nicht immer sichtbar war für alle Zuschauer.« Für Torben Kutschke (Alt Duvenstedt) ein Sieg des Willens und der Moral. »Hut ab vor der Moral meiner Mannschaft. Erneut stecken wir Rückschläge weg und wachsen als Mannschaft über uns hinaus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der überzogenen roten Karte gegen Levke Ohm, stockte es kurz bei uns im Spiel. Wir nutzen aber die Pause, um unsere Abwehr neu zu stellen und das sollte in den zweiten 30 Minuten der Schlüssel zum Erfolg werden. Nun standen wir kompakter und ließen weniger zu. Den Angriff mussten wir ebenfalls umgestalten. Aber nicht zu unserem Nachteil. Strukturiert, geduldig und mit wenigen Fehler trafen wir fast immer die richtigen Entscheidungen und alle haben viel Verantwortung, auch auf ungewohnten Positionen, übernommen. Der Sieg ist verdient durch eine tolle Mannschaftsleistung.« Duvenstedt bleibt damit ärgster Verfolger des Tabellenführers, während WIFT weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Regel-Abstiegsplatz hat.

Preetzer TSV - Slesvig IF 30:23 (15:11)

Hannah Meenke (Preetz, Nr.5) war an diesem Tag einfach nicht zu stoppen. (Foto.Busekow)

Zu präsent war die Last-Minute-Niederlage aus dem Hinspiel noch in den Köpfen der »Pandas«. Trotz dünner Personaldecke, aber mit zwei überragenden Schützen in den Reihen, gelang die Revanche eindrucksvoll. Auch für Dennis Olbert (Preetz) nicht nur ein deutlicher, sondern auch ein eindrucksvoller Sieg in der heimischen Brandford-Halle. »Am Anfang des Spiels haben wir genau das Gegenteil von dem gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Dementsprechend lagen wir auch verdient hinten. Nach einer Auszeit gelang es uns dann endlich das Umzusetzen, was wir in den Trainingseinheiten einstudiert und besprochen haben und legten einen Lauf bis zu Pause hin.« Es war die Phase, als man aus einem 11:11 (26. Minute) vorentscheidend auf 17:11 (35. Minute) enteilen konnte. Hier traten immer wieder die wurfgewaltigen Rückraum-Shooter Hannah Meenke und Sandra Hinsch in Erscheinung, die zusammen insgesamt 22 Tore erzielen konnten. »In der zweiten Halbzeit kam SIF Stück für Stück bis auf 22:20 ran, auch der doppelten Manndeckung geschuldet. Als wir dann unser Spiel auf 7. Feldspieler umstellten, konnten wir dann wieder einen Zwischenspurt zum verdienten Sieg hinlegen.« Klare Worte fand Marco Heßel nach der Partie. Er sagte:»Die Enttäuschung bei uns ist sehr groß. Wir haben es einer stark aufspielenden Preetzer Mannschaft heute alles in allem viel zu leicht gemacht. Wir waren im Angriff sehr ungefährlich und unsere Abwehr glich einem löchrigen Käse. Ich bin sehr vorsichtig mit Kritik an unserer Mannschaft, aber was wir heute gespielt haben, hatte mit dem Spielwitz vergangener Spiel nichts zu tun.« Gibt sich aber im nächsten Atemzug sofort wieder kämpferisch:» Wir haben eine junge Mannschaft. Da sind solche Spiele halt mal an der Tagesordnung. Wenn man aber weiss, wie gut wir spielen können, ärgert mich das halt. Aber: wir waren irgendwann mal mit unserer ersten Niederlage 2018 dran und diese war -auch in der Höhe- gerechtfertigt. Mund abwischen und weiter machen. Nächste Woche werden wir ein anderes Gesicht zeigen.«

HSG Weddingstedt/H./D. - HSG Mönkeberg-Schönkirchen 25:34 (10:17)

Klassischer Start – Ziel Sieg der Gäste aus dem Kieler Raum, die zu keinem Zeitpunkt in Gefahr kamen, Punkte in Weddingstedt zu lassen. So musste Bente Schlüter (Weddingstedt) die Überlegenheit der Mönkebergerinnen neidlos anerkennen.» Das war ein Satz mit X, das war wohl nichts.« fasst sie die 60 Minuten kurz und knapp zusammen.» Gleich von Beginn an läuft es nicht grandios bei uns. Fehler in Abwehr und Angriff sorgten frühzeitig dafür, dass es uns nicht gelang nur einmal im Spiel in Führung zu gehen. Somit lagen wir zum Pausentee bereits mit sieben Toren hinten. Bis zur 42. Minute sollte es nicht besser werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Vorsprung unser Gegner noch weiter ausgebaut, wodurch es 15:27 stand. Langsam kamen wir etwas dichter heran, natürlich nicht genug. Mönkeberg hatte sich bereits rechtzeitig den Sieg gesichert und ließ sich diesen keineswegs mehr in der letzten viertel Stunde von uns nehmen.« Freude auf Seiten der Gäste, die nach zwei sieglosen Spielen den kleinen Abwärtstrend souverän stoppen konnten. »Mit einem stark dezimierten Kader fuhren wir zu den Mädels nach Weddingstedt, gegen die wir im Hinspiel schon eine ordentliche Partie ablieferten. Als Ziel setzten wir uns dabei, unsere Stärken des Spiels über Tempogegenstöße umzusetzen, was uns auch von Anfang an gelang. Nach ausgeglichenen 15 Minuten fanden wir dann auch in der Abwehr ins Spiel, sodass wir den Vorsprung auf sieben Tore zur Halbzeit ausbauen konnten. In der zweiten Halbzeit spielten wir phasenweise konsequent, ließen aber auch viele Chancen liegen und einfache Tore der Gegner zu. Unter dem Strich ein mehr als verdienter Sieg für uns«, konnte Farina Lehmann (Mönkeberg) freudestrahlend berichten.

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