11.10.2017

Übermotivation abstellen

Handball Bundesliga

Läuft bei Rasmus Lauge. Der Däne wurde vor wenigen Tagen zum ersten Mal Vater und führt mit 58 Toren die Torschützenliste der Bundesliga an. (Foto: Archiv)

Flensburg. Fünf Tage lang war die SG Flensburg-Handewitt in der Vorwoche unterwegs und spielte in Göppingen sowie in Kielce. Es gab zwei Unentschieden, die sich laut Maik Machulla »unterschiedlich anfühlten«. 


In der Liga eher ein Punktverlust, war das Remis in der Königsklasse der Gewinn eines Zählers und »gut für die Moral«. Beim Trainer der SG überwiegt insgesamt die Zufriedenheit nach der zweiten Doppel-Auswärtsfahrt der Saison. Außerdem herrscht große Vorfreude auf das Heimspiel am Donnerstag (19 Uhr/live Sky). 
Gegner ist der TVB Stuttgart 1898, Tabellen-Zwölfter der Bundesliga. »Ein sehr erfahrenes Team mit einem ebenfalls sehr erfahrenen Trainer«, so Machulla über den Gegner, der von seinem Kollegen Markus Baur, Weltmeister von 2007, gecoacht wird. Der sieht den Fünften, Gastgeber Flensburg, wenig überraschend klar in der Favoritenrolle und sagt auf der Internetseite der Gäste: »Mal sehen, ob es uns gelingt, den Favoriten etwas zu ärgern«. 

Mit Michael Kraus und Johannes Bitter, ebenfalls WM-Gewinner von vor zehn Jahren, haben die Süddeutschen auf jeden Fall die Spieler dafür. Bitter ist laut Machulla der »absolute Star« beim Gegner. Im Eins-gegen-Eins mit den gegnerischen Torhütern hatte die SG im bisherigen Saisonverlauf so ihre Probleme - auch in Kielce. An mangelnder Einstellung liegt das laut Machulla nicht und Kritik an bisherigen Auftritten seines Teams lässt er nicht gelten. »Zu Hause haben wir bislang unsere Spiele gewonnen und wir werden nicht anfangen uns für Siege zu entschuldigen. Wenn wir das tun, sind wir auf dem falschen Weg. So habe ich das auch der Mannschaft gesagt«, so der Chefcoach, der die Leistung seiner Spieler im bisherigen Saisonverlauf positiv sieht. »Kein Team kommt nach Flensburg und ist im Vorbeigehen zu schlagen. Wir müssen immer 100 Prozent geben, auch gegen Stuttgart. Es stimmt, dass wir uns in den letzten Jahren eine hohe Erwartungshaltung aufgebaut haben, aber müssen jedes Mal hart arbeiten und kämpfen.« Selbstkritisch merkt Machulla allerdings auch an: »Es gilt die Schwankungen in unserem Spiel abzustellen.« In seinen Augen sind seine Schützlinge hin und wieder »übermotiviert« und täten gut daran, ab und an etwas »Tempo rauszunehmen, um Fehler zu vermeiden.« 

Im Vergleich zum Kielce-Spiel hat der Coach Rasmus Lauge wieder dabei. Der beste Torjäger der Liga fehlte in Polen, weil er zum ersten Mal Vater geworden ist. 

Ruwen Möller

Splitter:

- Pink als Zeichen von Gleichberechtigung für Mädchen beim Welt-Mädchentag (Mittwoch) läuft die SG gegen Stuttgart mit pinken Schweißbändern auf.

- Kooperation: Am Donnerstag wird die Zusammenarbeit zwischen der Europa-Universität Flensburg, der Flensburg Akademie sowie der SG offiziell besiegelt. Im Zentrum der Kooperation steht die Leistungsdiagnostik der SG-Handballer, die sich seit Saisonbeginn bereits diversen Tests unterzogen haben. Der sogenannte Speedcourt, mit dem u.a. die Fußballer von Bayern München und Real Madrid arbeiten, gehört dabei ebenso zu den Trainingstools wie eine App, die das Befinden der Spieler aufzeichnet und dem Trainerteam somit wichtige Erkentnisse über den körperlichen Zustand der Akteure gibt.
- Eintrittskarten: Es sind noch Steh- und Sitzplatz-Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen dazu auf der Internetseite der SG.

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