11.03.2018

Erster Absteiger steht fest

21. Spieltag in der Damen SH-Liga (10./11.03.2018)

SH-Liga der Damen

Nun geht auch rechnerisch nix mehr für den VfL Bad Schwartau. Nach der Niederlage in Dithmarschen sind die Lichter endgültig ausgegangen. Oeversee erkämpft sich wichtigen Heimsieg gegen unbequeme »Pandas«. SIF zurück in der Spur und läßt Fockbek nicht den Hauch einer Chance. Weddingstedt träumte vom Sieg, doch dann schlug Treia in den zweiten 30 Minuten gnadenlos zu. Gerechte Punkteteilung in Schönkirchen. Beide Mannschaften zufrieden mit dem Ergebnis. Heide nimmt auch die Hürde Duvenstedt und benötigt noch einen Sieg zur Meisterschaft.  WIFT kann keinen Boden gut machen und auch den Höhenflug von Lindewitt nicht stoppen.

Über den Tellerrand geschaut:
Glückwunsch von dieser Seite aus an die HSG Eider Harde in der Schleswig-Holstein Liga der Männer zur vorzeitigen Meisterschaft und Aufstieg in die Oberliga.

SG Dithmarschen Süd - VfL Bad Schwartau 33:21 (16:10)

Schon zur Pause klare Verhältnisse in der Burger Sporthalle. Die mit nur einem kleinen Kader angereisten Gäste aus Schwartau waren ohne Chancen und erlebten damit den Worst Case. Dem Abstieg vor einem Jahr aus der Oberliga HH/SH folgt nur ein Jahr später der nächste Abstieg in die Landesliga Süd. Bisher ohne Punkte, beträgt der Sprung auf das rettende Ufer mittlerweile 13 Punkte bei noch 6 ausstehenden Spielen.
Dithmarschen erkämpft zwei Punkte und hält WIFT etwas auf Abstand.» Anfangs fehlte uns noch die letzte Entschlossenheit in der Abwehr, so dass Schwartau in der ersten Halbzeit lange den Anschluss halten konnte. Zu Beginn des zweiten Durchganges haben wir uns mit einer Dreierserie gleich auf 9 Tore abgesetzt. Danach kamen wir dann immer wieder übers Tempospiel zu einfachen Toren«, freute sich Coach Möller (Dithmarschen) über die Punkte. Trauer auf der Schwartauer Seite und Lisa Matzke (Schwartau) rang nach den passenden Worten.»Mit einem kleinen Kader von nur 7 Feldspielerinnen konnten wir die guten Leistungen der letzten Spiele leider nicht abrufen. Zu Beginn konnten wir noch gut mithalten, aber nach und nach verließen uns die Kräfte und vorne fehlte es uns an Spielwitz. Auch in der Abwehr haben wir nicht als Team agiert und ließen nachher die Köpfe hängen. Da war dieses Wochenende einfach nicht viel zu holen.«

SG Oeversee/Ja-We - Preetzer TSV 30:29 (14:14)

Inga Petersen (Oeversee) setzt sich durch (Foto:Busekow)

Erneut ein Spiel auf Messerschneide, diesmal aber kippte das Pendel zu Gunsten der »Miezen«.
»Revanche geglückt«, sagte ein erleichterter Torsten Eggebrecht (Oeversee).» Nach der knappen Hinspielniederlage waren es diesmal wir, die das Spiel knapp zu unseren Gunsten entscheiden konnten. Wir beginnen ganz gut und legen vor, jedoch bekommen wir dann Probleme und sind in den entscheidenden Momenten nicht wach in der Abwehr. Wir verschieben schlecht und spielen in vielen Situationen auch nicht clever. Aber vorne finden wir unsere Lösungen und können das Spiel ausgeglichen gestalten. Eine Minute vor Schluss führen wir noch mit einem Tor und können den letzten Angriff zum Glück nutzen und gewinnen. Es war eine tolle Mannschaftsleistung mit einer gut aufgelegten Jule Koch auf außen und Inga Petersen am Kreis, die sehr wichtige Tore erzielten.«
Unzufrieden mit dem Ergebnis und dem fehlenden Punkt, aber trotzdem mit einem lächeln im Gesicht, über das bisher geleistete seiner Mannschaft, äußerte sich Dennis Olbert (Preetz) zum Spiel.» Von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe, wo sich keine der Mannschaften, trotz wechselnden Führungen, bis zur Pause absetzen konnte. Am Ende führten trotz der guten Angriffsleistung einige technische Fehler und Fehlwürfe zu einem vier Tore Rückstand. Durch eine Manndeckung und letztem Kampfgeist kamen wir noch mal heran, aber den Finalen Angriff der »Miezen« konnten wir nicht stoppen, so dass uns nur noch der Anschlusstreffer gelang.
Unterm Strich kassieren wir einfach zu viele Tore, um hier zu gewinnen. Trotzdem sehr ärgerlich, das wir nicht zumindest einen Punkte holen konnten.«

Slesvig IF - HSG Fockbek/Nübbel 33:21 (15:11)

Ein Lächeln huscht den beiden Trainern von SIF durchs Gesicht, nachdem man wieder eine Schleswiger Mannschaft gesehen hat, die endlich wieder ihr Potential auf die Platte zauberten. »Das war heute endlich mal wieder eine überzeugende Leistung von uns», freute sich Marco Heßel (SIF). » Es war schön zu sehen, wie wir Fockbek über 60 Minuten den Schneid abgekauft haben. Der Plan war, aus einer offensiven Abwehr sehr schnell nach vorne zu laufen. Das hat gut geklappt. In der Abwehr haben wir gut zugepackt und waren sehr schnell auf den Beinen, so dass wir uns vorne auch einige technische Fehler leisten konnten. Es war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, aus der ich gern 2 Spielerinnen herausheben möchte: Lea Clausen macht ein mega starkes Spiel! Lea hatte ein wenig Pech an den Fingern in den letzten Wochen, aber heute ist der Knoten geplatzt! Auf der rechten Außenbahn macht Stella von Ramm ein überragendes Spiel. Wirklich eine tolle Leistung!« Schlaflose Nächte auf Fockbeks Seite und der Sprung aufs rettende Ufer beträgt immer noch 7 Punkte. »Am liebsten würde ich gar nicht mehr dran denken«, versucht Olaf Keck (Fockbek) auch am nächsten Morgen noch den Mantel des Schweigens über das Spiel zu legen. »In den ersten Minuten haben wir gut mitgespielt und folgten unserer Marschroute, zumal auch die Torhüter einiges an die Hand bekamen. Davon sind wir mit zunehmender Spielzeit immer weiter abgerückt und haben zunehmend nicht durchdacht agiert. Zu schnelle Abschlüsse, Würfe ohne Vorbereitung. Erst eine Umstellung in der Abwehr auf eine 5:1 und 5+1 half uns etwas, aber am Ende verlieren wir gegen eine klar bessere Mannschaft von SIF auch in der Höhe verdient.«

HSG We/He/De - HC Treia/Jübek 17:26 (12:11)

Freude nach dem Sieg auf der HC Bank (Foto: Sieg)

Es wird eng für Weddingstedt. Der Aufsteiger belegt zur Zeit den dritten Abstiegsplatz und muss sich steigern, will man noch WIFT oder sogar Dithmarschen hinter sich lassen. »Nach einer guten ersten Halbzeit, wo wir viel Kampfgeist bewiesen, nahm das Schicksal in den zweiten 30 Minuten seinen Lauf«, berichtete Bente Schlüter (Weddingstedt).»Vivien Manzke bestritt ihr Comeback der Saison und machte ihre Sache schon recht gut. Doch nachdem wir zur Pause mit 12:11 führten, vergaben wir diese mit keinen klaren Abschlüssen und ließen Treia durch einfache Gegenstöße den Sieg holen.« Es war ein Spiel der zwei Halbzeiten für den HC Treia/Jübek. Man bestimmte zwar das Geschehen, auch schon in den ersten 30 Minuten, vergab aber reihenweise beste Chancen vor dem Tor. Die Folge, man konnte eine ständige Führung nicht ausbauen, sondern musste kurz vor Abpfiff der ersten Spielzeit eine Rückstand hinnehmen. »Es war eine Fortsetzung aus den Spielen davor, wo wir uns selber um die Früchte der Arbeit bringen«, konnte Thomas Bleicher (Treia) die 1. Halbzeit nicht verstehen. Seine Halbzeitansprache schien die Mannschaft erreicht zu haben, denn nun spielte sich der HC in einen kleinen Rausch.» Lediglich Bente Rönnspeck im Tor hielt uns in der ersten Halbzeit im Spiel uns zeigte auch im zweiten Spielabschnitt eine ihrer besten Saisonleistungen. Wir lassen ganze 5 Tore in 30 Minuten zu, spielen effektiv im Angriff und setzen mit einer guten 1. und 2. Welle Weddingstedt ordentlich unter Druck, die auch konditionell zum Ende der Partie einbrachen. Nach dem Schwartau Spiel war es ganz wichtig, auch hier zu punkten und dieses Erfolgserlebnis in die letzten 5 Spiele zu nehmen. Gegen WIFT nochmal Pflichtprogramm, dann folgt die Kür gegen die Top-Teams der Liga, auf die wir uns tierisch freuen.«

HSG Mönkeberg-Schönkirchen - Lauenburger SV 20:20 (10:11)

Besser als Farina Lehmann (Mönkeberg) kann man das Spiel der beiden Verfolger und Anwärter auf Platz zwei nicht beschreiben.»Ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Unparteiischen leider eine zu große Rolle einnahmen. Wir starteten gut ins Spiel, ehe die Lauenburgerinnen ebenfalls Treffer verzeichnen konnten und der offene Schlagabtausch die Partie dominierte. Wir scheiterten reihenweise an der gut aufgelegten gegnerischen Torfrau, was uns verhinderte, die Differenz von mehr als 2 Tore ausbauen zu können. Die Unparteiischen pfiffen in dieser Situation viele fragwürdige Aktionen nicht, demnach gestaltete sich das Spiel als zu körperbetont und aggressiv. Folglich musste nicht nur einmal die Zeit angehalten werden, um verletzte Spielerinnen behandeln zu lassen. In der zweiten Halbzeit durften wir uns auf den Rückhalt von unserer Torhüterin Alexia Pfeifer verlassen, die insbesondere von den Außenpositionen die Lauenburgerinnen zum verzweifeln brachte. In der letzten Minute vergaben wir trotz vergeblicher Aufwendungen zwei gute Chancen, bei dem der letzte Wurf das Alublech treffen sollte. Unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden, welches jedoch bei Minimierung der fehlerhaften Torabschlüsse, zu unseren Gunsten hätte ausfallen können.« Gleiche Grundausrichtung auch bei Carsten Mahnecke (Lauenburg) zum Spiel.»Einen Punkt gewonnen und einen verloren. So geht es dem Gegner auch. Das Unentschieden ist völlig in Ordnung und fair. Wir waren in der Lage, auch trotz der schweren Verletzung von Lena Blaschke, gegen zu halten. Ein Spiel, was von den Abwehrreihen geprägt war. Ich freue mich über den einen Punkt.« Da beide Mannschaften noch den Tabellenführer aus Heide bespielen, könnte Alt Duvenstedt der lachende Dritte in diesem Bunde werden und den begehrten Vize-Meistertitel sichern. Für Spannung im Spitzenkampf ist gesorgt.

TSV Alt Duvenstedt - MTV Heide 26:31 (10:14)

Nach 22 Minuten bereits die »Rote Karte« für die Bank von Heide. (Foto:Privat)

Verloren, aber dennoch mehr als zufrieden mit seinen Damen. Für Torben Kutschke (Alt Duvenstedt) eine Niederlage ohne wenn und aber. »Kämpferisch war es eine sehr gute Vorstellung unserer Mannschaft und im Vergleich zur Vorwoche ein ganz anderes Auftreten. Mit unserer Angriffsleistung bin ich sehr zufrieden. Die Vorgaben wurden gut und geduldig umgesetzt. Heide konnte aus diesem Grund nicht viele Gegenstoßtore erzielen. Probleme hatten wir dagegen in unserer Abwehr gegen das schnelle 1 gegen 1 der Gäste. Ich bin aber sehr zufrieden mit unserem Auftreten, gerade mit den Problemen, die wir vor und während des Spiels immer wieder verkraften müssen.« Alt Duvenstedt nun mit den besten Karten im Kampf um Platz zwei und den eventuell stattfindenden Relegationsspielen. 

SG WIFT - TSV Lindewitt 19:26 (10:18)

Szene aus der Partie WIFT gegen Lindewitt (Foto:Privat)

Lindewitt weiter im Aufwind, klettert nach dem souveränen Sieg auf Platz vier der Tabelle und ist nach Minuspunkten gesehen punktgleich mit dem Lauenburger SV auf Platz zwei. Auch die SG WIFT konnte die Friedrich Truppe nicht stoppen und so bleibt für Gerrit Fredenhagen (WIFT) nur die Erkenntnis, das man am Ende der personellen Situation Tribut zahlen musste. »Am Ende leider zu hoch«, findet Gerrit Fredenhagen. » In der ersten Halbzeit fehlte uns der Zugriff auf die linke Angriffsseite der Lindewitter und von Aussen war jeder Wurf ein Treffer. Dagegen schafften wir es im Angriff nicht, die Abwehr auseinander zu spielen und Räume zu schaffen. Nach der roten Karte gegen Jana Voßbeck in Halbzeit eins waren unsere Wechselmöglichkeiten endgültig massiv eingeschränkt. In Halbzeit zwei waren wir stabiler in Angriff und Abwehr, aber haben die Möglichkeiten nicht genutzt. So schwanden auch zum Ende hin die Kräfte und Lindewitt zog auf und davon.« Nachdem Spiel ist vor dem Spiel und so geht der Blick für Team-Manager Eckhard Franzke (Lindewitt) nach dem Pflichtsieg schon zum nächsten Heimspiel gegen Alt Duvenstedt. Richtungsweisend und kurz vor Saisonende vorentscheidend die Partie in heimischer Halle. Trotzdem ein paar kurze Sätze zu den gerade abgelaufenen 60 Minuten in der KVS-Halle.» Die Serie hält. Wir konnten uns für die Hinspielniederlage revanchieren und gewann auch in dieser Höhe verdient. Die Grundlage wurde in der ersten Halbzeit gelegt. Mit einer 18:10 Führung ging es in die Pause. Anfang der zweiten Halbzeit verschliefen wir die Anfangsphase und so konnte WIFT einfache Treffer erzielen, da auch die Abwehr nicht mehr so konstant stand wie in der ersten Halbzeit.«

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