14.03.2019

Lauge legt Recken lahm

Handball

Rasmus Lauge war von der Recken-Abwehr im ersten Durchgang kaum zu stoppen und erzielte sechs Treffer. Foto: Jan Kirschner

Hannover. Der Stolperstein TSV Hannover-Burgdorf hat sich für die SG Flensburg-Handewitt am Ende nur als kleiner Kiesel gezeigt. Beim souveränen 33:28-Sieg zeigten sich die Flensburger nach einer Viertelstunde Anlaufzeit voller Selbstvertrauen und einem in enormer Spiellaune Rasmus Lauge weiterhin in der Bundesliga als unantastbar. Die nächsten Aufgaben können kommen, die SG scheint bereit - auch für den großen Wurf.

SG-Trainer Maik Machulla hatte seine Startaufstellung im Vergleich zur Partie vor der Länderspielpause verändert. So nahm Simon Hald den Platz von Anders Zachariassen am Kreis ein, Magnus Rød durfte erneut von Beginn an für Holger Glandorf ran und Torbjørn Bergerud stand für Benjamin Buric zwischen den Pfosten.

In der Anfangsphase fand aber trotz der Umstellungen noch keine der beiden Abwehrreihen den richtigen Rhythmus. Nahezu jeder Angriff endete mit einem erfolgreichen Abschluss. Die von Machulla zuvor als gefährlich eingestufte Rückraumreihe der Recken um Fabian Böhm, Morten Olsen und Kai Häfner fand immer wieder eine gute Wurfposition und so schafften es die SG nicht sich abzusetzen.
Mit der Einwechslung von Anders Zachariassen gewann die Defensive der Gäste an Stabilität und verschaffte auch Bergerud im Tor bessere Arbeitsbedingungen. Zudem blieb die Chancenverwertung hoch. Das reichte, um nach 20 Minuten die erste Zwei-Tore-Führung herauszuspielen.
Doch die Gastgeber blieben dran. Immer wieder verschaffte sich der Rückraum der Recken eine gute Wurfposition und nutzte diese. Der Tabellenführer lies sich aber nicht aus der Ruhe bringen und hatte vor allem durch Rasmus Lauge umgehend die richtige Antwort parat. Der dänische Weltmeister hatte bis zur Pause bereits sechs Volltreffer verbucht.
Zudem funktionierte auch Holger Glandorf nach seiner Einwechslung gleich und steuerte zwei schnelle Treffer zur 17:13-Pausenführung der Gäste bei. 
Einen Wermutstropfen gab es für die SG allerdings. So kassierte Abwehrchef Tobias Karlsson kurz vor der Pause seine zweite Zeitstrafe und musste für die zweiten 30 Minuten aufpassen nicht frühzeitig zum Duschen gehen zu müssen.
Die SG Flensburg-Handewitt kam gut aus der Pause und konnte auch zwei die schnellen Zeitstrafen zu Beginn der zweiten Halbzeit gut kompensieren. Der Abstand konnte gehalten werden, auch weil die Gastgeber sich ebenfalls Zeitstrafen einfingen. 
Die Gäste agierten dabei keineswegs fehlerfrei, waren aber immer aufmerksam und häufig auch konsequent. So stand auch nach 40 Minuten eine beruhigende 23:17-Führung zu Buche. Dabei war es neben Torbjørn Bergerud immer wieder Rasmus Lauge, der häufig die richtige Entscheidung getroffen hat. Zudem schien die Kraft bei der Heimmannschaft ein Faktor zu werden. Der bis dahin noch so durchschlagskräftige Rückraum, tat sich immer schwerer in gute Wurfpositionen zu kommen. Auch Recken-Spielmacher Morten Olsen blieb blass.
Mit einem Sieben-Tore-Vorsprung konnten die Flensburger auf die Zielgraden einbiegen und verlor auch in der Schlussphase nicht den Kopf. 
Am Ende behielten die Flensburger auch im 23. Spiel der laufenden Bundesligasaison die Oberhand. Beim 33:28-Sieg zeigte sich der Tabellenführer enorm souverän und mit breiter Brust. Die kommenden Aufgaben können für die vor Selbstvertrauen strotzende SG kommen.

Timo Fleth

Statistik

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Lesjak - Johannsen 1, Cehte 1, Mävers, Thiele, Pevnov 3, Häfner 6, Atman 2, Böhm 2, Ugalde 3, Srsen, Olsen 2, Brozovic, Kastening 5/2, Büchner 2.

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Karlsson, Golla, Hald 1, Glandorf 3, Svan 4, Wanne 2/1, Jeppsson, Jøndal, Steinhauser, Zachariassen 4, Søgard Johannessen, Gottfridsson 3, Lauge 10, Rød 5.
Zeitstrafen: 4:3.
Siebenmeter: 2:3.
Schiedsrichter: Marcus Helbig/Lars Geipel.
Zuschauer: 7061.

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