18.05.2019

Abwehrtrainer wider Willen

Handball

Tobias Karlsson (r.) lebte das Spiel intensiv von der Bank aus mit und hatte reichlich Tipps für seine Mitspieler bereit. Foto: Sven Geißler

Flensburg. Die Anspannung war fast noch größer, als wenn es auf dem Feld für Tobbias Karlsson zur Sache geht. Der Abwehrchef der SG Flensburg-Handewitt war aufgrund seiner im Kiel-Spiel erlittenen Rückenverletzungen gegen die MT Melsungen zum Zuschauen verbannt. Der Ersatz-Abwehrchef Johannes Golla machte beim 30:24-Erfolg der Flensburger seine Sache aber ausgesprochen gut, doch weniger ruhig wurde ein als Abwehr-Trainer auf der Bank agierende Karlsson dadurch nicht unbedingt. 

»Ich habe gehofft, dass ich, wenn ich im Trikot auf der Bank sitze, einem Einsatz näher komme«, so Karlsson scherzend. 


»Ich bin sehr engagiert und sehr emotional. Ich versuche halt immer der Mannschaft zu helfen. Ich habe das mit Maik vorher abgesprochen, dass ich dann versuche von der Bank aus zu Coachen. Ich musste nur aufpassen, dass es nicht zu viel wird, das hat aber ganz gut geklappt«, so der SG-Kapitän, der voll des Lobes für seine Vertreter war. 

»Das was ich gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Lauge spielt stark auf der Spitze und Golla räumt dahinter richtig gut auf. Die haben das super im Griff gehabt und Torbjørn Bergerud hat stark gehalten. Man sieht es dann auch anders von der Seite. Ich kann jetzt nicht sagen, ob es für die Mannschaft etwas gebracht hat, aber ich habe versucht so zu helfen«, machte Tobias Karlsson aber keinen Hehl daraus, dass er viel lieber selbst auf dem Feld gestanden hätte. Von den Mannschaftskollegen gab es für den Trainer Karlsson aber auch großes Lob. 

»Tobbe war natürlich richtig aktiv auf der Bank. Er hat große Schwierigkeiten, der Mannschaft nicht auf dem Feld helfen zu können. Das hat uns aber geholfen. Er sieht halt die Kleinigkeiten, die wir ändern müssen. Er macht immer einen riesen Job, das ist einfach unglaublich was dieser Mann leistet«, befand Rasmus Lauge. 

Auch Johannes Golla, der den Chefposten in der Defensive übernommen hatte schlug in die gleiche Kerbe. »Tobias hat viel Einfluss genommen und das hat sehr geholfen. Es hat nicht alles ganz geklappt und da waren die Tipps hilfreich. Es gibt wahrscheinlich keinen besseren Lehrer, der das mit so viel Engagement macht«, so Golla. 

Ob es für Tobias Karlsson dann schon wieder in der kommenden Woche gegen Stuttgart für einen Platz auf dem Feld langt steht noch in den Sternen, wenn es nach dem Protagonisten selbst geht, dann aber in jedem Fall. 

»Es geht mit dem Rücken in die richtige Richtung, es geht voran. Bis zum Melsungen-Spiel war aber einfach zu wenig Zeit. Ich kann noch nicht sagen, wie es für die kommende Woche aussieht, aber es ist immer noch nicht ausgeschlossen, dass ich spielen kann. Wir schauen was am Ende bei rauskommt«, so Karlsson um Zurückhaltung bemüht.

Timo Fleth

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