18.08.2019

Locker ins Achtelfinale

Handball

Augen zu und durch - Johannes Golla haute sich wie immer voll rein, als die SG im DHB-Pokal beim VfL Lübeck-Schwartau um Fynn Ranke (l.) siegte. Foto: Lars Salomonsen

Lübeck. Nordderby-Tage für die SG Flensburg-Handewitt und das mit einem erfolgreichen Start. Am Sonnabend gab es einen, leistungsmäßig zwar durchwachsenen, am Ende aber ungefährdeten 35:24 (18:12)-Sieg gegen Drittligist Mecklenburger Stiere Schwerin. Im zweiten Spiel des Viererturniers in der 1. Runde im DHB-Pokal beim VfL Lübeck-Schwartau wurden am Sonntag die Gastgeber mit 30:14 (17:8) besiegt und somit das Ticket fürs Achtelfinale gebucht.
Die Hausherren um den ehemaligen Flensburger Marcel Möller (ehemals DHK Flensborg und SG II) hatten sich mit einem 25:20-Erfolg über den VfL Gummersbach und den Ex-SGer Lukas Blohme für das »Finale« in eigener Halle qualifiziert. Vor rund 1800 Besuchern in der Hansehalle hielt der VfL bis zum 8:10 (20.) gut mit, hatte danach aber kaum noch etwas entgegenzusetzen. Der Pokalsieger von 2001 verlor am Ende deutlich gegen den vierfachen DHB-Pokalgewinner aus Flensburg.

Der begann im Gegensatz zum Vortag diesmal mit Anders Zachariasen am Kreis, Kapitän Lasse Svan auf Rechtsaußen und Magnus Jøndal auf Linksuaßen. Im Tor stand diesmal von Beginn an Benjmain Buric und im linken Rückraum startete Gøran S. Joahnnessen. Der Norweger deckte zudem in der Spitze der 5-1-Abwehr. Verändert zum Vortag hatte sich bei der SG vor allem die Körpersprache. Während beim 34:25-Sieg über Drittligist Mecklenburger Stiere Schwerin noch ein teilweise halbherziger Einsatz ausgereicht, Trainer Maik Machulla aber leichte Sorgenfalten auf die Stirn getrieben hatte, zeigte der Meister diesmal sofort die nötige Aggressivität. Dadurch wurde dem Gastgeber von Beginn an signalisiert, dass die Partie nicht auf die leichte Schulter genommen wurde. Der VfL stellte nach wenigen Minuten beim 2:5 (6.) auf eine 4-2-Deckung um und versuchte Jim Gottfridsson sowie Johannessen aus dem Spiel zu nehmen. Dies gelang letztlich nicht wirklich. Johannessen kassierte zwar noch vor der Pause seine zweite Zeitstrafe, doch Simon Jeppsson ersetzte ihn fortan glänzend. 

Im zweiten Durchgang verzichtet Machulla zunächst auf viele Wechsel, brachte nur Hampus Wanne neu ins Spiel. Erst später kam Michal Jurecki, Marius Steinhauser und in den letzten fünf Minuten auch die beiden Youngster Niels Versteijnen und Jörn Persson. Am Spielfluss und dem ungefährdeten Sieg der SG änderte das nichts.
So darf es aus SG-Sicht am Mittwoch gerne weitergehen. In Düsseldorf geht es im 100. Landesderby gegen den THW Kiel um den Supercup und dann hätte niemand etwas dagegen, wenn auch im großen Nordduell wieder gejubelt werden darf.

Ruwen Möller

Mehr zum Spiel in der Montagausgabe von Flensborg Avis.

Statistik: VfL Lübeck-Schwartau - SG Flensburg-Handewitt 14:30 (8:17)

VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz, Klockmann – Gonschor, Raguse 1, Potic, Hansen 2, Potratz 1, Ranke, Waschul, Köhler, Schrader 3/1, Kretschmer 1, Claasen, Runarsson 4, Möller 2, Bruhn
SG Flensburg-Handewitt: Bergerud n. e., Buric – Golla 2, Hald 1, Svan 4, Wanne 3/2, Jeppsson 2, Jøndal 3, Steinhauser, Versteijnen, Zachariassen 3, Johannessen 3, Gottfridsson 1, Persson, Jurecki 2, Rød 6
Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschweski
Zeitstrafen: 3:4 (Waschul, Raguse, Hansen - Johannessen 2, Wanne, Steinhauser)
Siebenmeter: 2/1:3/2 (Schrader übers Tor)
Zuschauer: ca. 1800

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