13.10.2019

SG erkämpft Auswärtssieg in Minden

Handball

Die SG Flensburg-Handewitt tat sich schwer in Minden. Archivfoto

Minden. Aktuell bleibt es dabei. Die Spiele der SG Flensburg-Handewitt sind nicht schön, aber erfolgreich. Genau wie unter der Woche gegen Zagreb war es auch am Sonntag in der Bundesliga bei GWD Minden ein Abnutzungskampf - ein erfolgreicher aus Sicht der Gäste. Nach 60 intensiven und von viel Kampf sowie noch mehr Fehlern geprägten Minuten, siegten die Nordlichter mit 27:23 (13:12). Nach drei Liga-Partien ohne Sieg holte der Meister endlich wieder beide Zähler in der Fremde.

Torbjørn Bergerud im SG-Kasten zeigte ebenso ein starkes Spiel wie die Abwehr. Ansonsten war es vor allem in der Offensive wieder viel Krampft. Magnus Rød wusste zu überzeugen und war neben Jim Gottfridsson bester Torschütze (je 6 Tore). Spielmacher Gottfridsson hatte einige krasse Abspielfehler dabei, in der Schlussphase war er jedoch der Chef im Ring und erzielte vier immens wichtige Tore.  
»Jim ist normalerweise ein Denker und Lenker. Er will immer lieber die anderen einsetzen, doch es ist auch schön zu sehen, dass er sich in so ein Spiel reinkämpfen kann, viel Eins-gegen-eins geht und uns so das Spiel gerettet hat«, sagte SG-Trainer Maik Machulla nach dem Abpfiff am Mikrofon von Sky.

Auch wenn wieder zwei Siebenmeter vergeben wurden, einer von Marius Steinhauser und einer von Niels Versteijnen, gab es bei den Strafwürfen auch einen positiven Trend zu verzeichnen. So verwandelte der junge Niederländer Versteijnen auch viermal in Serie vom Siebenmeterpunkt.
»Wir haben 60 Minuten lang gekämpft, aber einfach zu viele technische Fehler gemacht. Dadurch hat Minden den Glauben an den Sieg bekommen und dadurch wurde es schwer«, sagte Magnus Rød hinterher am Sky-Mikrofon. »Unser Abwehrkonzept passt, aber wir bekommen unsere Schnelle Mitte nicht so hin wie beispielsweise letzte Saison mit Rasmus Lauge. Es wird jedoch besser je mehr wir zusammenspielen.«
Machulla hatte ebenfalls einen Arbeitssieg gesehen und sagte: »Wir haben uns den Sieg hart erkämpft. Es ist nicht so, dass wir das nicht erwartet haben, es war wie all die Jahre hier. Unsere Abwehr war überragend, doch Anfangs war ich frustriert, weil wir die fünf, sechs Ballgewinne, die wir hatten, nicht ausgenutzt haben. Wir haben vorne zu viele Fehler gemacht, die Bälle weggeworfen und druck- sowie mutlos gespielt. Ich verstehe das gar nicht. Danach haben wir uns aber ins Spiel gekämpft und waren präsent, auch das hat mit Moral zu tun.«
Mit dem Erfolg kletterte die SG wieder auf Rang drei in der Tabelle.

Mehr zum Spiel in der Montagsausgabe von Flensborg Avis.

Ruwen Möller