08.12.2019

Niels Versteijnen machte den Unterschied

Handball

Niels Versteijnen (nr. 10) war der Matchwinner für die SG II gegen den TSV Hürup. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. Vor dem Derby zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem TSV Hürup in der Handball-Oberliga waren die Schiedsrichter das große Thema. Die angesetzten Unparteiischen erschienen am Freitagabend nicht in der in der Handewitter Wikinghalle und so mussten kurzfristig Peter Schröder und Sven Siebels einspringen. Dass nach dem 33:25-Sieg des Juniorteams niemand über sie sprach, hatte einerseits mit ihrer souveränen Spielleitung zu tun, andererseits mit der überragenden Leistung von Niels Verstejnen, der die SG-Reserve mit 14 Volltreffern zum Sieg über den TSV Hürup führte. 

Man merkte dem jungen Niederländer an, wie viel Spaß ihm das Handballspielen macht, wozu er in den letzten Wochen im Profiteam der SG angesichts der großen Konkurrenz kaum gekommen war. Bereits nach wenigen Minuten wurden die taktischen Ausrichtungen beider Teams deutlich. Während die SG versuchte ihr Tempospiel aufzuziehen, spielte Hürup geduldige Angriffe, um dann plötzlich auf den Halbpositionen zu attackieren. Zwar legte das Juniorteam stets vor, aber der TSV, der von vielen Zuschauern unterstützt wurde, ließ sich einfach nicht abschütteln und schaffte immer wieder den Anschluss, so dass es mit einem 17:16 für die SG in die Pause ging. 

Auch nach dem Wechsel waren die Gastgeber vor allen durch Verstejnen gefährlich, der mit seiner Dynamik und Wurfkraft für Hürup einfach nicht zu verteidigen war. Aber auch die Gäste hatten mit Lasse Kurth einen herausragenden Akteur in ihren Reihen, der aber mit fortlaufender Spieldauer zu sehr auf sich allein gestellt war. Die SG setzte sich im zweiten Durchgang kontinuierlich ab und fuhr einen sicheren Derby-Sieg ein. 


Kai Teichmann 

SG Flensburg-Handewitt II: Wilde 1, Klicman – Hinrichsen 2, Reed, Verstejnen 14, Hartwich, Jürgensen, Kooij 1, Hennig 1, Runow 1, Nissen 2, Persson 6, Ebeling 3/1, Kirschberger 2 

TSV Hürup: Lübker, Ataman –Andersen, Lausen 1, Knutzen 1, Luca Kurth 2, M. Jensen 3, Louwers 1, Lasse Kurth 12/5, Hauenstein, Ewers, Hinrichsen 2, Fintzen 3 
Zeitstrafen: 3:1
Siebenmeter: 1/1:5/5
Schiedsrichter: Schröder/Siebels
Zuschauer: 333