Fußball

»Dann wäre es keine Regionalliga mehr«

Ruwen Möller
26. Mai 2020, 16:40 Uhr

Christian Jürgensen (r.) macht sich Gedanken über die neue Saison. Archivfoto

Flensburg. In der vergangenen Woche wurde die Regionalliga Nord-Saison 2019/2020 abgebrochen. Der VfB Lübeck wurde zum Aufsteiger erklärt und es wird keine Absteiger geben. Damit besteht die Liga in der neuen Saison aus 22 Teams. Bedeutet: Wird nach dem bisher bekannten Modus mit Hin- und Rückspielen agiert, stehen 42 Saisonspiele an. Und das in einem wesentlich kürzeren Zeitraum, da die neue Saison nicht vor September beginnen kann. Da das alles sehr unwahrscheinlich und kaum zu realisieren ist, hat der NFV (Norddeutsche Fuß∫all-Verband) den Vereinen bereits zwei Modelle vorgeschlagen, wie die neue Serie aussehen könnte.

Hinter der ersten Variante verbirgt sich eine einfache Runde, in der das Los über Heim- oder Auswärtsspiel gegen den jeweiligen Kontrahenten entscheiden soll. Die zweite Variante sieht die Aufteilung in zwei Elfer-Nord-Staffeln – eine für die Clubs aus Niedersachsen und Bremen, die andere für Hamburg und Schleswig-Holstein vor. 
Somit würde der SC Weiche Flensburg 08 mit dem Heider SV, Holstein Kiel II, Phönix Lübeck, Eintracht Norderstedt, St. Pauli II, Altona, Hamburger SV II sowie aufgrund der geografischen Nähe zu Hamburg den beiden Niedersachsen-Clubs SV Drochtersen/Assel und Lüneburger SK Hansa in einer Staffel spielen.

Ob es soweit kommt, daran zweifelt Christian Jürgensen stark bzw. der zukünftige Geschäftsführer des SC hat einen anderen Wunsch.

»Ich persönlich tendiere ganz klar zu der Variante mit 21 Spielen und einer anschließenden Aufstiegsrunde. Dass stelle ich mir sehr attraktiv vor. Sicherlich muss man sich etwas einfallen lassen, weil man bei 21 Spielen eine ungerade Zahl an Heim- und Auswärtsspielen hat, aber wenn das eine Folge der Coronakrise ist, dann muss es so sein. 42 Spiele sind jedenfalls zu viel. Und eine Aufteilung in zwei Staffeln fände ich nicht gut. Es wäre dann eher ein Oberliga, jedenfalls keine Regionalliga mehr.«
Michael Weinberg, Sportvorstand des BSV Rehden pflichtete ihm in der »Kreiszeitung« bei und sagte: »Wir werden definitiv keine 42 Saisonspiele bestreiten.«
Er ist allerdings Befürworter der Staffel-Lösung und sagte weiter: »Für uns wäre das eine attraktive Lösung – mit schönen Derbys gegen Werder II, den VfB Oldenburg, Jeddeloh, Havelse und jetzt auch Atlas und Oberneuland. Zweitens spart uns das weite Reisen nach Flensburg oder Kiel.«
Die Entscheidung trifft am Ende Spielleiter Jürgen Stebani und diese werden die Clubs nun abwarten müssen.  

Ruwen Möller