Fußball

Ein Konzept für die Amateure steht

Ruwen Möller
13. Juli 2020, 22:01 Uhr

Wie sieht er aus, der Weg zurück in Spiel? Foto: dpa

Flensburg. Möglichst am 1. September möchte der SHFV (Schleswig-Holsteinische Fußballverband) den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Die FußballerInnen des nördlichsten Bundeslandes können es kaum abwarten und brennen darauf, endlich wieder ihrem Lieblingssport nachgehen zu können. Ob es tatsächlich so kommen wird, darüber entscheiden nicht (nur) die Fußballer und ihre Funktionäre. Vielmehr sind es Ärzte, Gesundheitsbehörden und vor allem Politiker. Aber die Sportler bereiten sich vor. Seit einigen Wochen unter strengen Auflagen wieder auf dem Platz und ganz besonders auf dem Papier.

Am Montag hat der DFB (Deutscher Fußball-Bund) mit seinen Regional- und Landesverbänden, darunter auch der SHFV, einen Leitfaden für die Rückkehr zum Spielbetrieb im Amateurfußball entworfen. Unter dem Namen »Zurück ins Spiel« wurde eine Broschüre mit einem Muster-Hygienekonzept vorgestellt, das den Amateurklubs Hilfestellung für einen möglichen Restart geben soll.

Auf 20 Seiten und in elf Kapiteln finden die Amateurvereine vor allem allgemeine Hygieneregeln. Es gibt Hinweise zum Vorgehen bei Verdachtsfällen auf COVID-19 sowie organisatorische Vorgaben. Dabei gilt: Die aktuell gültigen, lokalen Verfügungen, die sich innerhalb der Bundesländer unterscheiden, sind bei der Umsetzung des Konzepts immer maßgeblich; ihnen ist zwingend Folge zu leisten. Der Schutz der Gesundheit steht an erster Stelle.
Die in "Zurück ins Spiel" aufgeführten Hinweise können von den behördlichen Verordnungen zum Teil abweichen. Unter Beachtung der lokalen Vorschriften, Gegebenheiten und Strukturen der Vereine sind daher individuelle Lösungen zu finden und umzusetzen, die jeder Verein auf sich und die örtlichen Gegebenheiten passend zuschneidet. Der derzeitige Bearbeitungsstand der Broschüre bietet hierfür das Gerüst und wichtige Orientierungsgrundlagen, die bei Bedarf aktualisiert werden.
Um einen bestmöglichen Gesundheitsschutz zu gewährleisten, soll beispielsweise die Sportanlage in drei Zonen aufgeteilt werden (Zone 1: Das Spielfeld und der Innenraum mit den Auswechselbänken, Zone 2: die Umkleidebereiche und Zone 3: der gesamte zugängliche Publikumsbereich im Außen-/Freiluftbereich des Sportgeländes.

Ausgenommen vom Konzept sind sämtliche sonstigen Innenbereiche von Gebäuden, gastronomische Einrichtungen, Einrichtungen zur Sportplatzpflege und Sporthallen. Hierfür können gegebenenfalls eigene Hygienekonzepte notwendig sein – je nach Verordnungen der Behörden.

Ruwen Möller