07.11.2018

Abwehrchef im Wartestand

Handball

Die SG Flensburg-Handewitt macht sich Sorgen um den Kopf von Tobias Karlsson. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Dass Tobias Karlsson, Abwehrchef der Handballer der SG Flensburg-Handewitt, gemeinhin als unverwüstlich gilt, ist unbestritten. Wenn der Hüne dann aber urplötzlich nicht auf dem Spielberichtsbogen, wie in der Champions-League-Partie am vergangenen Sonntag gegen Skjern Håndbold, auftaucht und noch nicht einmal den Weg in die Halle gefunden hat, dann muss etwas ganz im Argen liegen. Das tat es auch.


 »Tobias (Karlsson/Red.) hat im Bundesligaspiel gegen den SC Magdeburg einen Schlag auf die Schläfe bekommen und danach Unwohlsein und Kopfschmerzen bekommen. Im MRT ist zwar nichts diagnostiziert worden, aber er fühlt sich einfach nicht gut«, so Machulla mit gewisser Sorge. Denn bei gesteigerter Belastung merkt Karlsson die Symptome sofort wieder. 

Die Ungeduld des SG-Abwehrchefs macht die Sache nicht leichter, befürchtet Machulla. »Wer Tobias (Karlsson/Red.) kennt, der weiß natürlich auch, dass er jede Stunde antestet, wie es aussieht. Er weiß, wie wichtig er für uns ist und möchte eben sehr gerne helfen«, so der SG-Trainer, der in dem Fall aber Vorsicht walten lässt: »Beim Kopf bin ich sehr vorsichtig, da gehen wir gar kein Risiko ein. Da wollen wir ihm auch gerne mehr Zeit geben, als vielleicht nötig. Die Saison ist noch sehr lang und wir werden ihn noch brauchen.« 
Ob Karlsson die Reise nach Bietigheim am Mittwoch mit antreten wird, steht erst nach dem Abschlusstraining fest. Treten die Symptome verstärkt auf, lässt Maik Machulla den ungeduldigen Abwehrchef allerdings zu Hause. 
Die Aussicht auf zweimal Paris in der Champions League und dann die Rhein Neckar Löwen im Spitzenspiel in der Liga innerhalb der kommenden zwei Wochen machen die Gesundung des defensiven Schlüsselspielers umso wichtiger.

Timo Fleth

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