21.10.2019

Alles hat ein Ende

Handball

Merle Carstensen gehörte einmal mehr zu den erfolgreichste Torschützen des TSV Nord Harrislee, das reichte aber nicht für einen Erfolg gegen den TVB Wuppertal. Archivfoto: Tim Riediger

Harrislee. Irgendwann musste es soweit sein. Auch den TSV Nord Harrislee würde es in der 2. Bundesliga irgendwann einmal erwischen, das war allen Beteiligten klar. An diesem Wochenende trat der Fall ein. Zum ersten Mal haben die Nordfrauen in dieser Saison zu Hause verloren, mussten sich am Ende mit 24:29 (11:12) gegen den TVB Wuppertal geschlagen geben. 

Damit steht die Mannschaft von Trainer Herluf Linde auf Platz fünf, Wuppertal klettert auf den achten Rang. Dabei hatte es zu Beginn noch ausgesehen, als ginge die Erfolgswelle einfach weiter. Das gelang auch zunächst, schnell stand es 3:0 für die Gastgeberinnen. Wuppertal kam erst nach knapp fünf Minuten zu seinem ersten Tor. In der Folge aber schlichen sich Fehler beim TSV ein. 


»Es lief nicht viel zusammen. Wir offenbarten Abschluss-Probleme und produzierten viele technische Fehler«, wunderte sich Merle Carstensen. »Wir konnten nicht an die Leistungen der vergangenen Wochenenden anknüpfen.« 

Wuppertal erhielt viele Freiheiten, vor allem Ramona Ruthenbeck nutzte diese und traf zehnmal. In zahlreichen Phasen rettete Sophie Fasold, die bis zur Pause einen größeren Rückstand verhinderte. »In der Halbzeit haben wir uns gesagt: Das wird noch! Wir sind hinten heraus oft stärker. Doch diesmal war das leider nicht der Fall«, musste Carstensen attestieren. 

Im Gegenteil: Harrislee verlor den Zugriff, durch einen 6:0-Lauf von 16:17 auf 16:23 bog Wuppertal auf die Siegerstraße ein. Und fuhr auf dieser konsequent bis zum Ende. »Vielleicht war es gut, uns einmal auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen«, dachte Carstensen laut nach: »Es bleibt am Ende aber auch nur eine einzige Niederlage. Jetzt machen wir weiter!« Und das schon schnell: Am nächsten Sonnabend geht es zum Tabellendritten nach Zwickau.

Finn-Ole Martins

Statistik

TSV:Tiedemann, Fasold - Natusch (1), Woch (5/4), Heider (3), Pleger (3), Frauenschuh, Carstensen (4), Lauf (1), Andresen, Peters (2), Rahn, Kautz, Jeß (4/1), Klingenberg (1).

TVB:Krückemeier, Centini - Michailidis, Fabisch (4), Ruthenbeck (10 - 2/3), Hufschmidt (1), Bruggemann, Stefes (2), Scücz (4/4), Tomlik (3), Kamp (1), Knippert (3 - 0/1), Havel (1).
Zeitstrafen:5 (Natusch, Carstensen, Andresen, Rahn, Klingenberg) - 5 (Michailidis, Stefes, Tomlik 2, Kamp).
Schiedsrichter:Patrick Arndt / Matthes Westphal.
Zuschauer:615.