04.05.2019

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Handball

Bleibt abzuwarten ob die SG und Rasmus Lauge (l.) in Veszprem dicke Backen machen. Foto: Sven Geißler

Flensburg. Die Voraussetzungen sind für die SG Flensburg-Handewitt im Viertelfinale der Königsklasse schwer. Ein Sieg muss im Rückspiel (Sonnabend 17.30 Uhr/Live bei Sky und TV3 MAX) in der Hölle von Veszprem her, und das mit mindestens sieben Toren nach der 22:28-Hinspielniederlage. Ein schier unmögliches Unterfangen gegen die ungarische Star-Truppe. Davon die Partie im Hinblick auf den Endspurt in der Bundesliga abzuschenken, hält SG-Trainer Maik Machulla aber nichts. 

»Wir hätten uns ganz sicher eine andere Ausgangsposition gewünscht, haben aber jetzt eine Situation, die es uns sehr, sehr schwer macht die Wende noch herbeizuführen. Wir werden aber ganz sicher keine Kaffeefahrt nach Veszprem machen. Wenn uns Veszprem die Tür einen Spalt aufmacht, dann wollen wir die Chance nutzen. Dafür werden wir aber ein nahezu perfektes Handballspiel liefern müssen«, ist sich Machulla der Schwere der Aufgabe im Klaren. Kopflos ins Verderben will Machulla aber auch nicht Rennen und mahnt zur Geduld. 


»Wir müssen die Balance haben zwischen Risiko und etwas Neues ausprobieren, aber auch die Geduld haben und auf die richtigen Chancen zu warten«, so der SG-Trainer. 

Ohnehin liegt das Hauptaugenmerk von Maik Machulla nicht mehr nur auf dem reinen Ergebnis nach der Hinspielpleite, vielmehr geht es dem Meister-Trainer auch um die Entwicklung seiner Mannschaft. 

»Wir erwarten ein sehr schweres Auswärtsspiel, bei dem uns eine tolle Kulisse erwarten wird. Ein Spiel in dem es um den Einzug ins Final Four geht. Wichtig wird für uns sein, dass wir ein gutes Handballspiel liefern und uns Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben holen. Jeder Spieler muss seine Aufgaben erfüllen und ernst nehmen, damit wir als Mannschaft dann auch vor so einer Kulisse bestehen. Das brauchen wir für unsere weitere Entwicklung«, so Machulla, der auch dem zuletzt nur wenig berücksichtigten Simon Jeppsson Spielminuten in Aussicht stellt: »Es wird viel Verantwortung für Simon Jeppsson werden, der frisch ist.« 

Personell wird Maik Machulla voraussichtlich aus dem vollen Schöpfen können. In wie weit die Spielminuten dann mit Hinblick auf den Meisterschaftskampf verteilt werden bleibt abzuwarten. Noch lebt der Glaube an eine Überraschung aber. 

»Wir werden nicht aufgeben, bevor es am Ende entschieden ist«, so Machulla kämpferisch.

Timo Fleth

Resume

Det ligner en uoverkommelig opgave for SG Flensburg-Handewitt, når de på udebane hos MKB Veszprem skal prøve på at hente mindst syv mål for at nå final four i Champions League. Resultatet er for SG-træner Maik Machulla dog ikke så vigtigt som udviklingen af holdet.

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