Leichtathletik

Drei neue B-Trainer für den LK Weiche

Ruwen Möller
08. Juni 2020, 14:38 Uhr

André Marquardt (r.), Anton Temme und Christine Dreier. Privatfoto

Flensburg. Große Freude beim LK Weiche. Christine Dreier, André Marquardt und Anton Temme  haben erfolgreich ihre Fachlizenz „B-Trainer Sprung“ abgeschlossen. 

"Leichtathletik funktioniert ab einem gewissen Alter nur, wenn auch ein hohes Fachwissen bei den Trainern vorhanden ist. Die vielen Techniken machen es schon sehr schwierig, daher sind vertiefende Fortbildungen sehr wertvoll. Da wir jedem Athleten auch gerecht werden wollen benötigen wir viele Spezialisten“, sagte der Vereinsvorsitzende Jan Dreier, der sich riesig über den Abschluss der Fachlizenz freute.
Diese Lizenz des Deutschen Leichtathletikverbandes ermöglicht eine Spezialisierung auf den immer noch großen Bereich der Sprünge. Neben Grundlagenschulung für Sprungkrafttraining standen auch vertiefende Inhalte zu den Disziplinen Stabhochsprung, Weitsprung, Dreisprung und Hochsprung auf dem Programm. Es folgten 20 Stunden Hospitationen bei Landes- und Bundestrainern und eine Hausarbeit zur Trainingsplanung.

Mit Nick Reimers, Morten Zern und Lennart Völz durchlaufen derzeit gleich drei weitere Trainer die Ausbildung zur C-Lizenz.  Der letzte Ausbildungs-Block ist aufgrund der Coronakrise allerdings verschoben worden.

Die vielen lizensierten Trainer kommen dem Verein zugute, den die aktuellen Trainingsvorgaben verlangen den Trainern viel ab. Da nur maximal fünf Athleten in einer Gruppe trainieren dürfen, sind teils sieben Trainer gleichzeitig und in mehreren Schichten auf dem Platz. Hierbei trainieren viele der Leistungsathleten extra vormittags, um dann am Nachmittag für den Nachwuchs Training zu geben.
Für viele Vereine im Land ist dieses kaum möglich, da hier nur einer oder zwei Trainer ehrenamtlich in den Vereinen tätig sind. Mit über 12 Trainern in allen Lizenzstufen und weiteren erfahrenen Athleten mit Zertifikaten wie „Kinderleichtathletik“ hat sich der LK Weiche rechtzeitig um die Basis gekümmert und konnte nun vermeiden, dass es an Trainern mangelt..
Zudem bot der Verein gleich vom ersten Tag nach den Corona-Lockerungen wieder gemeinsames Training an, um nach sieben Wochen Isolation den Kindern und Jugendlichen wieder ein Fünkchen Normalität und soziale Kontakte zu ermöglichen. So stimmen die Beobachtungen der Trainer mit dem Zitat des DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann - „Sportvereine sind soziale Tankstellen“ - überein. 
"Die Freude über den Austausch und sich gemeinsam wieder zu bewegen ist nicht zu übersehen", freute sich Carolina Claus über die Resonanz der Kinder.
Erfreulich ist zudem: Viele der Athleten der Altersklassen ab U12 sind stärker und fitter als zuvor aus der Phase herausgekommen, was sich bei der ersten Leistungsüberprüfung zeigte. Technisch haben alle natürlich ordentlich Defizite, aber gerade athletisch haben viele täglich hart und qualitativ gut trainiert. Hier machen sich die Anforderungen an Leichtathleten besonders bemerkbar. Sie sind für ihre Leistung komplett selbst verantwortlich und können daher auch hart und zielstrebig an Zielen arbeiten.

rm