11.02.2019

Harrislee gelingt Befreiungsschlag

Handball

Merle Carstensen (beim Wurf) und die Nordfrauen konnten einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gegen den SV Werder Bremen feiern. Fotos: Lars Salomonsen

Flensburg. Die Wikinghalle bebte vor Spannung. In der »Ur-Hölle Nord« kämpften der TSV Nord Harrislee und Werder Bremen um jeden Ball, damit dieser Samstag-Abend-Thriller endlich entschieden wäre. Doch es wollte niemandem gelingen. So fiel in den letzten dreieinhalb Spielminuten nicht ein Treffer: Das Happy End hatte diesmal jedoch Harrislee auf seiner Seite - die Nordfrauen gewannen 28:27 (14:14). Ein Befreiungsschlag, der das Team von Trainer Herluf Linde bis auf Rang acht der zweiten Bundesliga katapultiert! 


Für Bremen hingegen wird es enger: Werder steht auf Rang 14, nächste Woche kommt es zum Abstiegs-Kracher gegen die punktgleichen Damen aus Gedern / Nidda. 


Die Partie am Sonnabend war alles andere als Abstiegskampf, beide Teams hielten das Tempo hoch. Und dennoch: »Trotz vieler Treffer war es ein Abwehr-Kampf«, sagte Co-Trainer Peer Linde, nervenaufreibende Duelle hüben wie drüben inklusive. 

»Wir haben heute schlicht mehr freie Würfe vergeben«, ärgerte sich Werder-Coach Dominic Buttig. Das lag auch an Harrislees starker Torfrau Sophie Fasold: Allein im ersten Durchgang gelangen ihr zwölf Paraden. Einer der Gründe, warum der TSV den schnellen 3:7-Rückstand (14.) wieder drehte und vor der Pause gar in Führung ging: 14:12 (28.). 

»Wir haben heute sicherlich einige unglückliche Aktionen gehabt. Aber: auch viele glückliche«, resümierte Linde. Das galt für beide Teams: Im zweiten Durchgang blieb die Partie nicht nur ergebnistechnisch auf Augenhöhe. 

Der Spielfilm: Eine Viertelstunde vor Schluss konnten die Nordfrauen erstmals mit zwei Toren davonziehen, führten 22:20. Und das trotz fünf Zeitstrafen (Werder nur mit einer). Als Merle Carstensen dann einen Ball abfängt, Bremen im Angriff überrascht und per Doppelschlag trifft, ist der TSV auf der Siegerstraße - verpasst es jedoch, den oft zitierten Sack zuzumachen. Werder kommt heran, verpasst aber seinerseits den Ausgleich. So jubeln am Ende die Nordfrauen.

Finn-Ole Martins


Statistik

TSV Nord Harrislee - SV Werder Bremen 28:27 (14:14)

TSV:Fasold, Sibbersen, Tiedemann - Krey, Natusch, Volquardsen 4, Woch 7, Frauenschuh, Carstensen 6, Lache 1, Lauf 1, Johanna Andresen, Peters 4, Jensen 2, Melfsen 3, Klingenberg.
Siebenmeter: 5/3 - 7/6
Zeitstrafen: 5 (Volquardsen 2, Woch, Lauf, Andresen) - 1
Schiedsrichter:Matthias Klinke, Sebastian Klinke
Zuschauer:587 in der Wikinghalle.

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