09.06.2019

Im Supercup das 100. Derby

Handball

Holger Glandorf kann sich mit der SG auf den Supercup freuen. Diesmal geht es aber nicht gegen die Rhein-Neckar Löwen, sondern gegen den THW Kiel. Archivfoto

Düsseldorf. Mit dem erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat sich die SG Flensburg-Handewitt wie im Vorjahr für den Supercup qualifiziert. Gegner am Mittwoch, den 21. August um 19.30 Uhr ist der Pokalsieger THW Kiel. Genau wie im Vorjahr wird wieder im ISS Dome in Düsseldorf gespielt - seit Sonntag ein gutes Pflaster für die SG.

Vor einem Jahr unterlag die Mannschaft von Trainer Maik Machulla mit 26:33 (16:18) gegen die Rhein-Neckar Löwen. Nun gibt es also erneut die Chance, nach 2000 und 2013 den dritten Supercup-Titel einzufahren. 

Der Supercup wird seit 1994 ausgetragen und die SG war 1997 erstmals dabei. Ein Novum, denn die Flensburger waren weder Meister noch Pokalsieger. Die Regularien besagten: Gehen beide Titel (Meisterschaft und Pokalsieg) an denselben Verein, so ist der Finalist des DHB-Pokals spielberechtigt. Einzige Ausnahme war das Jahr 1997. Die SG durfte als Vizemeister antreten, weil der Pokalfinalist HSG Dutenhofen/Münchholzhausen damals in der zweiten Liga spielte. Ab 2009 wurde diese Regelung dahingehend geändert, dass der Meister regulär gegen den Vizemeister antritt.
Gegen den TBV Lemgo unterlag die SG aber nach Verlängerung mit 33:35. Drei Jahre später gegen den THW ging es besser. Flensburg gewann am 9. August in Hannover mit 20:19 und hatte den ersten nationalen Titel überhaupt errungen.
Der zweite Supercup-Sieg folgte 13 Jahre später, wieder gegen Kiel. Die SG trat erneut als Vizemeister an und gewann am 20. August in Bremen mit 29:26. Insgesamt waren die Flensburger noch fünf weitere Male dabei. Sie zogen aber jeweils den Kürzeren, zuletzt als Pokalsieger am 19. August 2015 in Stuttgart beim 26:27 gegen den THW Kiel.

Apropos Kiel, gegen den THW gab es bereits so viele Duelle, dass die Partie am 21. August das 100. Landesderby ist. Der erste Titel der neuen Saison wird also in einem Jubiläums-Nordduell vergeben.

Ruwen Möller

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