06.09.2019

Jedes Heimspiel ein Fest

Handball

TSV Hürup Foto: Lars Salomonsen

Die große Vorschau des TSV Hürup aus unserem Handball-Magazin.


Aufstiegsambitionen hegt der TSV Hürup keine, aber gewinnen will man im kleinen gallischen Handballdorf dennoch alles. Eine Saison mit vielen Derbys fällt dabei in den Geschmack der Hüruper.

Nichts Neues aus dem Dorf vor den Toren Flensburgs. So lautete die Statusmeldung der Oberligahandballer des TSV Hürup vor der Spielzeit 19/20. Ganz stimmte die Aussage allerdings nicht. Zwar kann der Vizemeister der Vorsaison auf fast alle Feldspieler erneut zurückgreifen, aber im Tor hat es einen Umbruch beim TSV aus Hürup gegeben.
»Von der Kaderzusammensetzung haben wir uns kaum verändert. Veränderungen haben wir im Tor. Bereits im Verlauf der vergangenen Saison hat Mehmet Ataman uns dort verstärkt. Noah Jessen haben wir auf eigenen Wunsch und nur schweren Herzens in die 2. Mannschaft entlassen. Dafür haben wir mit Tim Lübker einen sehr, sehr erfahrenen Torhüter bekommen. Das wird spannend, wie es sich am Ende mit unserer bereits eingespielten Deckung zusammenfindet. Da verspreche ich mir durch seine Erfahrung auch nochmal neue Impulse«, sieht sich TSV-Trainer Christian Lutter auch auf der Schlüsselposition erneut gut aufgestellt. Wer nun allerdings nach der Vizemeisterschaft auf markige Worte für den Angriff auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga wartet, tut das vergeblich. Solche Ambitionen hegt der TSV nicht.
»3. Liga in Hürup ist und bleibt utopisch. Alleine schon rein finanziell ist es mit der Randlage von Flensburg nicht zu stemmen. Zudem gibt das die Halle auch gar nicht her. Das ist einfach undenkbar«, erteilt Teammanager Björn Schlapkohl solchen Gedanken gleich eine Abfuhr. Schlapkohl sieht die Aufgabe des TSV hingegen woanders.
»Wir sind froh, dass wir jungen Spielern eine Perspektive in der Oberliga bieten können. Zudem eine gute Anlaufstelle sind für Spieler, die den Aufwand in der 3. Liga nicht mehr stemmen wollen. So können wir uns mit eigenen Hürupern, jungen ambitionierten und älteren Spielern sehr gut behaupten. Das steht uns ganz gut«, so der TSV-Teammanager, der kein Problem im fehlenden sportlichen Anreiz sieht. »Das ist im Vorwege alles klar kommuniziert.«
Die Vorbereitung lief in den Augen von Christian Lutter auch ohne Aufstiegsambitionen, auch wenn Abstriche gemacht werden mussten.
»Die Vorbereitung lief gut, auch wenn es keine reibungslose Vorbereitung gibt. Wir hatten da auch unsere Herausforderungen. Insgesamt war das aber schon in Ordnung«, so Lutter, der sich auf eine spannende Spielzeit in der Oberliga freut.
»Uns erwartet eine sehr interessante Liga. Insgesamt ist die Oberliga nordlastiger geworden. Vor zwei Jahren waren wir die einzige Mannschaft nördlich des Kanals in der Oberliga. Wir haben jetzt mit DHK, dem SG-Juniorteam und im weiteren Sinne mit Eider Harde und Schülp-Westerrönfeld schöne Derbys mit sehr starken Mannschaften«, so der TSV-Trainer, der das Juniorteam der SG Flensburg-Handewitt als großen Favoriten ausgemacht hat.
»Die Vorfreude allenthalben ist groß und bei uns auch«, so Christian Lutter, der sich auf die Handballfeste bei Heimspielen freut.



Timo Fleth

Der Kader

Zugänge: Tim Lübcker (SG Flensburg-Handewitt II), Mehmet Ali Ataman (eigene II)
Abgänge: Noah Jessen (eigene II), Leon Höck (Standby), Juri Petersen (Organisation 1. Männer)

Tor: Tim Lübcker, Mehmet Ali Ataman
Feldspieler: Thorben Ilper, Ole Andersen, Sidan Lausen, Miles Marczinkowski, Luca Kurth, Mats Jensen, Normen Louwers, Ove Jensen, Lasse Kurth, Jonas Hauenstein, Carsten Ewers, Philipp Hinrichsen, Julian Fintzen

Trainer: Christian Lutter
Teammanager: Björn Schlapkohl

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