10.02.2019

Königsklassen-Ausflug missglückt

Handball

Benjamin Buric zeigte eine starke Leistung und lies sich auch von einem Gesichtstreffer kurz vor der Pause nicht aus der Fassung bringen. Am Ende reichte es aber nicht für einen Erfolg. Archivfoto: Lars Salomonsen

Flensburg. Die SG Flensburg-Handewitt hat über mehr als 50 Minuten die Partie beim HC Motor Zaporozhye im Griff gehabt, mussten am Ende aber eine 26:28-Niederlage einstecken. Der frühe Verlust von Abwehrchef Tobias Karlsson (3x2 Minuten) und die fehlende Konsequenz im Abschluss machten den Flensburgern das Leben schwer. Damit steht der deutsche Meister in den drei verbliebenen Königsklassen Partien noch unter Zugzwang. 

SG-Trainer Maik Machulla hatte seine Startaufstellung im Gegensatz zum Bundesligaauftakt gegen Wetzlar, wo er auf die Köpfe und Beine gestezt hatte, die noch frisch den Handball im Gespür hatten, mächtig durcheinandergewürfelt und seiner Prämisse, die Champions League auch zum einspielen und Rhythmus finden zu nutzen, unter Beweis gestellt. Einen Leistungsverlust durch die Hereinnahme von Simon Hald, Holger Glandorf, Marius Steinhauser, Gøran Søgaard Johannessen und Hampus Wanne gab es aber auch in der Ukraine nicht zu Beginn.


Aus einer starken Defensive, mit einem erneut gut aufgelegten Benjamin Buric, Torhüter-Partner Torbjørn Bergerud war in Flensburg geblieben und wurde erneut durch Nachwuchsmann Johannes Jepsen ersetzt, drückten die Flensburger zu Beginn dem Spiel ihren Stempel auf. Die Abwehr zeigte so schon wieder fast die Form aus dem vergangenen Jahr.

Doch das Absetzen von den, wie erwartet physisch giftig aufspielenden Gastgebern, klappte nicht. Immer wieder schlichen sich in der Offensive kleine Fehler ein. Steinhauser, der einen Konter nicht unterbringen konnte, Johannes Golla, der frei vom Kreis versuchte dem Torhüter das Bein kaputt zu schießen oder diverse Pässe im Gegenstoß, die nicht ihren richtigen Abnehmer fanden, waren nur einige Beispiele.

Die Heimmannschaft schaffte es so auf Tuchfhlung zu bleiben und nur mit einem 10:12-Rückstand in die Pause zu gehen. Erschwerend für die Gäste kam die bereits zweite Hinausstellung von Abwehrchef Tobias Karlsson in der ersten Halbzeit dazu. An der grundsätzlich immer spürbaren Überlegenheit der SG Flensburg-Handewitt änderte dies jedoch nichts.

Abschütteln konnte die SG Flensburg-Handewitt die Ukrainer auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Buric hielt immer noch, was zu halten war, aber die zwei Zeitstrafen behinderten Abwehrchef Tobias Karlsson sichtlich. Darüber hinaus blieb insbesondere die Chancenverwertung in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchganges mangelhaft und die Hausherren im Geschäft.

Erschwerend für die SG kam die dritte Hinausstellung für Tobias Karlsson zehn Minuten vor dem Ende hinzu. In der Schlussphase ging es somit Tor um Tor. Doch die Heimmannschaft, getragen von einem frenetischen Heimpublikum, hielt dagegen und übernahm nach einem Fehlwurf von Hampus Wanne beim Strafwurf die Führung und gab diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab.

Viel Zeit um Luft zu holen bleibt der SG Flensburg-Handewitt nicht. Am kommenden Mittwoch wartet bereits die nächste Aufgabe in der Königsklasse, wenn RK Celje ab 19 Uhr in der Flens-Arena gastiert. Ein Gegner, gegen den die Flensburger nach der 20:23-Hinspielniederlage sicherlich noch Wiedergutmachungsbedarf haben.

Timo Fleth

Statistik

HC Motor Zaporozhye: Komok, Kireev – Buinenko, Kubatko 1, Babichev 3, Malasinskas 6/1, Pukhouski 9, Denysov, 1 Dontsov 2, Doroschchuk, Kozakevych 2, Paczkowski 2, Shynkel, Kus, Peshevski, Soroka 1.
SG Flensburg-Handewitt: Buric, Jepsen – Karlsson, Golla 2, Hald, Glandorf 5, Svan, Wanne 4/2, Jeppsson 1, Jøndal, Steinhauser 3, Zachariassen, Søgaard Johannessen 4, Lauge 6, Rød.
Zeitstrafen: 4:4.
Siebenmeter: 1:3.
Schiedsrichter: Ziegmars Sondors/Renars Licis.

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