Handball/Wahl

UPDATE: Machulla ging leer aus - Dänen dominieren

Ruwen Möller
18. Juli 2020, 19:05 Uhr

SG-Coach Maik Machulla. Foto: SG

Berlin. Kiels Torhüter Niklas Landin ist zum Welthandballer des Jahres 2019 gewählt worden. Der 31-jährige Däne vom deutschen Meister THW setzte sich bei der Fanwahl mit einem »Erdrutschsieg« gegen Konkurrenten wie seinen Auswahlkollegen Mikkel Hansen (Paris Saint-Germain) oder Norwegens Star und jetzigen Kieler Sander Sagosen durch, wie der Weltverband IHF am Samstag mitteilte. 

»Olympiasieger, Weltmeister, Deutscher Meister, Welthandballer 2019. Wir gratulieren unserem Kapitän @Niklas_Landin & sind mächtig stolz!«, twitterten die Kieler. Es war die erste Auszeichnung für Landin.
Welthandballerin wurde auch erstmals die Norwegerin Stine Bredal Oftedal (Györi ETO KC), ebenfalls mit mehr als deutlichem Vorsprung. 

Hingegen ganz knapp war die Wahl zum Welttrainer: Dort setzte sich der frühere Trainer der Rhein-Neckar-Löwen, Dänemarks Weltmeister-Coach Nikolaj Jacobsen gegen Norwegens Übungsleiter und Ex-Flensburger Christian Berge durch. Auf welchem Platz der ebenfalls nominierte SG Flensburg-Handewitt-Trainer Maik Machulla landete, ist nicht bekannt. Über die genauen Ergebnisse machte die IHF keine Angaben. 

»Ich bin keinesfalls enttäuscht, vielmehr stolz darüber, überhaupt von Experten in die Auswahl genommen worden zu sein. Und Nikolaj möchte ich ganz herzlich gratulieren«, so Machulla. »Am Ende ist es auch eine Fan-Wahl und wenn halb Dänemark abgestimmt hat, dann wird es schwer. Aber er hat es absolut verdient, so wie es jeder andere Trainer verdient gehabt hätte. Ich mag ihn sehr und habe einen guten Draht zu ihm. Außerdem bin ich noch ein so junger Trainer. Ich möchte weiter mit der SG Erfolg haben und Titel sammeln, alles andere kommt dann von ganz alleine.«
Dadurch ist Ljubomir Vranjes auch weiterhin der einzige Trainer, der in seiner Amtszeit in Flensburg (2014) Welttrainer des Jahres geworden ist.
Die jährliche Wahl lief über zwei Wochen und endete am Freitagabend. Fans konnten ihre Stimme auf der Homepage der IHF abgeben. Zuvor waren die Nominierten aus einer Gruppe von 18 Experten bestimmt worden.
Der Trainer des Jahres bei den Frauen verteidigte seinen Titel: Emmanuel Mayonnade, der die Niederlande zum WM-Sieg geführt hatte, erreichte als Coach der Metz-Handballerinnen auch noch das Halbfinale der EHF Champions League und holte sich nun erneute eine persönliche Auszeichnung ab.

Ruwen Möller