Mavraj: »Uns hängt die Hinrunde extrem nach«

HSV-Spieler im Interview

Marc Reese
31. März 2017, 17:30 Uhr

Mergim Mavraj. (Foto: HSV)

Mergim Mavraj musste drei Bundesliga-Spiele lang aussetzen. Eine Muskelverletzung, erlitten im Pokalspiel gegen Gladbach, setzte den Innenverteidiger und Stabilisator außer Gefecht. Nun ist der 30jährige Routinier wieder im Training – und könnte für das Spiel am Samstag gegen den 1. FC Köln wieder eine Alternative sein. Gutes Timing, schließlich dürfte diese Parte für Mavraj eine besondere werden.

Mergim Mavraj, werden Sie am Samstag nach überstandener Bänderverletzung Ihr Comeback geben können?
Mavraj: Es läuft bisher alles nach Plan. Ich habe die vergangenen Tage viel trainiert. Jeder Tag bringt neue Aufschlüsse, wie die Verletzung hält und der Körper reagiert. Ich habe hart gearbeitet, um am Samstag spielen zu können. Aber das oberste Kriterium ist immer, der Mannschaft zu helfen. So eine Entscheidung muss immer mit Verstand getroffen werden und häufig fällt sie der Spieler nicht allein. Es sind nicht immer nur der eigene Wille und das eigene Vertrauen, die zählen, es sprechen auch die Trainer und die Ärzte mit.

»Er ist ein Weltklasse-Stürmer«

Es geht gegen Ihren alten Club, den 1. FC Köln. Ist da die Lust besonders groß, wieder mitzumischen?
Das ist ein zweischneidiges Schwert: Ich habe natürlich große Lust darauf, gegen die alten Kollegen anzutreten, aber muss mich auch in einer entsprechenden Verfassung befinden, schließlich wartet einer der besten Stürmer der Liga auf mich. Da reicht es nicht einfach nur auf dem Platz zu stehen, sondern ich muss auf dem höchsten Niveau meine Leistung bringen.

Mit einem der besten Stürmer der Liga sprechen Sie Anthony Modeste an. Wie kann man ihn ausschalten?
In der Rückrunde ist es noch keiner Defensive gelungen, ihn auszuschalten. Er ist ein Weltklasse-Stürmer und es ist nicht möglich, ihn als Einzelspieler zu stoppen. Dafür braucht man die gesamte Mannschaft und eine exzellente Defensivleistung. Modeste besitzt einen wahnsinnig guten Abschluss und hat einen Lauf. Da bedarf es auch etwas Glück, um gegen ihn zu Null zu spielen.

Obwohl der HSV in den vergangenen Spielen reichlich gepunktet hat, bleibt es im Tabellenkeller extrem eng. Wie schätzen Sie den Kampf um das rettende Ufer ein?
Dieser Kampf wird sich bis Ende Mai ziehen. Keine Mannschaft wird sich dort frühzeitig befreien können. Uns hängt die Hinrunde extrem nach. Bei der Vielzahl an Siegen, die wir jetzt in der Rückrunde eingefahren haben, müsste man eigentlich aus dem gröbsten Schlamassel raus sein, aber das sind wir nicht. Wir müssen uns weiter Woche für Woche unsere Punkte mühsam erarbeiten und dürfen nicht auf die Konkurrenz schauen.

(red)

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