06.12.2018

Melsungen keine Stolperfalle

Handball

Johannes Golla freute sich auf das Duell mit seinem alten Arbeitgeber. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Auch die MT Melsungen konnte den fast schon unheimlichen Siegeszug der SG Flensburg-Handewitt nicht stoppen. Verlass war bei dem 24:18-Sieg insbesondere auf die gegen Wetzlar noch schwächelnde Abwehr der SG. Ein zu Beginn noch holpriger Auftritt in der Offensive konnte so fast problemlos aufgefangen werden und der 16. Sieg im 16. Spiel gefeiert werden.

Der Flensburger Motor brauchte bei der MT Melsungen etliche Minuten, um in Schwung zu kommen. Die von SG-Trainer Machulla zuvor, trotz der Verletztenmisere, als stark eingestufte Defensive der Gastgeber, konnte dies auch Nachweisen. Die Gäste brachten es zur 20. Minute auf gerade einmal fünf Treffer. Dass es bis zur Pause nicht schon ein schlimmes Erwachen für die Fördestädter gab, lag hauptsächlich an eigenen Abwehr, die bis dahin nur sechs Tore zugelassen hatte.

Zu fehlerhaft war das Angriffsspiel des deutschen Meisters bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit hinein. Zu Beginn zeigte die SG den nötigen Zug zum Tor, doch mit fortlaufender Spieldauer lies das deutlich nach. 
Dass es zur Pause dennoch zu einer 12:10-Führung reichte, war einem dynamischen Schlussspurt geschuldet. Sobald der Ball schnell genug lief, gab es auch große Möglichkeiten. Dass auch Benjamin Buric in dieser Phase gefallen am Bälle halten gefunden hatte, schadete auch nicht.
Die Probleme gegen die physische Abwehr der Hausherren blieb auch zu Beginn der zweiten Halbzeit im Spiel der SG. Die Gäste hatten aber noch einen Faustpfand - die Defensive. Mit Ballgewinnen konnte die SG Flensburg-Handewitt schnell umschalten und sich in der 40. Minute erstmals auf vier Tore absetzen. Das brachte, gemeinsam mit der nachlassenden Kraft der Gastgeber, auch dem Angriff den nötigen Rückenwind. Das Spiel im sieben gegen sechs der Gastgeber taugte schlussendlich nur noch zur Ergebniskorrektur.
Am Ende reichte es den Flensburgern aber, um einem sicheren 24:18-Sieg entgegenzusteuern. Damit bleibt die Flensburger Weste weiterhin weiß und die perfekte erste Saisonhälfte ist weiterhin in greifbarer Nähe. Noch stehen jedoch die Aufgaben gegen den Bergischen HC, GWD Minden und bei den Eulen Ludwigshafen dazwischen. Allerdings hat der deutsche Meister von der Papierform her die Nase klar vorn.

Statistik

MT Melsungen: Sjöstrand, Simic - Lemke, Reichmann 4/1, Ignatow, Kunkel, Mikkelsen 6, Danner, Philip Müller 1, Allendorf 2, Birkefeldt 1, Sidorowicz 4, Piroch, Gruber, Damm.

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Jepsen - Karlsson, Golla 4, Hald, Glandorf 1, Svan 5, Wanne, Jeppsson 1, Jøndal 5/1, Steinhauser, Zachariassen, Gottfridsson 3, Lauge 1, Rød 4.
Zeitstrafen: 4:3.
Siebenmeter: 1:1.
Schiedsrichter: Ronald Klein/Christoph Immel.
Zuschauer: 4300.

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