08.05.2018

Peetz: »Wollen unsere Hausaufgaben machen«

Fußball

Marc Peetz (li.) und Cheftrainer Daniel Jurgeleit kommunizieren mit Stürmer Nico Empen. Foto: Lars Salomonsen

Flensburg. Die ersten Glückwünsche hat es bereits gegeben. Rüdiger Ziehl, Trainer des VfL Wolfsburg II, gratulierte am Sonnabend nach der 1:3-Pleite seiner drittplatzierten Mannschaft in Flensburg dem gastgebenden SC Weiche 08 schon mal zur Meisterschaft in der Regionalliga Nord, wenngleich noch unter kleinem Vorbehalt. Sollten die Akteure von Chefcoach Daniel Jurgeleit nun auch ihr Nachholspiel diesen Mittwoch (18.45 Uhr) gegen den BSV Rehden gewinnen, hätte sich dieser wohl erübrigt. Mit dann 71 Punkten würde der SC den Hamburger SV II (69) wieder auf Rang zwei verdrängen. 

Letzterer setzte sich am Montagabend mit 2:1 (2:1) beim Stadtrivalen Altona 93 durch und thront deshalb aktuell an der Tabellenspitze. Allerdings hat die Bundesliga-Reserve des HSV nur noch eine Partie zu bestreiten, die Flensburger dagegen nach der heutigen noch zwei weitere.

 »Wir wollen Rehden unbedingt schlagen, damit wir am Sonntag in Eutin den Titelgewinn perfekt machen können«, betont Dominic Hartmann. Der formstarke Mittelfeldregisseur lässt keinen Zweifel daran, dass sein Team dem letzten Heimauftritt der Punktspielsaison hochmotiviert entgegenfiebert. Zumal es gegen die Rehdener noch eine Rechnung zu begleichen gibt: Bei den Niedersachsen kassierten die Weiche-Akteure im September die erste von drei Niederlagen in der laufenden Spielzeit. Die beiden übrigen fügte ihnen mit dem VfV 06 Hildesheim eine andere Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu. »Gegen die Teams von unten tun wir uns manchmal etwas schwer«, räumt Hartmann ein. Er ist jedoch optimistisch, dass es diesmal besser laufen wird. Davon geht auch Marc Peetz aus. »Wir wollen vor dem ebenfalls schwierigen Landes-Derby in Eutin unsere Hausaufgaben machen«, sagt der Co-Trainer, der »volle Konzentration« fordert. Fehlen wird weiterhin Jannik Drews (muskuläre Probleme). Unklar ist, ob es bei den zuletzt angeschlagenen Nedim Hasanbegovic und Fabian Arndt schon wieder für die Startelf reicht. In dieser wird es definitiv den einen oder anderen Wechsel geben. »Das Spiel gegen die Wolfsburger war intensiv und die Anspannung groß«, erklärt Peetz. Einige Akteure hätten leichte Blessuren davongetragen, Kapitän Christian Jürgensen plage sich beispielsweise mit Oberschenkelproblemen herum. »Wir werden kurzfristig entscheiden, wer auflaufen kann und bei wem es keinen Sinn macht«, fügt der Assistenzcoach hinzu. Dass sie trotz Rotation erfolgreich sein können, haben die Weiche-Spieler eindrucksvoll bewiesen. Mit wechselnden Startformationen holten sie in den vergangenen drei Wochen aus sechs Spielen 16 Punkte. Bei einem weiteren Sieg heute könnten die Fans den Sekt für die Meisterfeier kalt stellen.

Robby Echelmeyer 

Vermarktung: