15.11.2017

Selbstbewusst und seriös gegen den Doppel-Aufsteiger

Handball

»Wir tun gut daran, dieses Spiel seriös anzugehen«, sagt SG-Coach Maik Machulla. (Archivfotos: Tim Riediger)

Die SG Flensburg-Handewitt empfängt am Donnerstag (19 Uhr/Flens-Arena) Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg. 


Flensburg. Müde, ausgelaugt aber auch sehr glücklich kehrten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt am späten Sonntagabend von ihrer langen Reise zurück. Die schönen Siege in Berlin (Bundesliga) und im weißrussischen Brest (Champions League) hatten gut getan. Seit Dienstag liegt der volle Fokus auf dem Heimspiel an diesem Donnerstag (Anwurf 19 Uhr/live auf Sky) gegen den TV 05/07 Hüttenberg. 
Zu Gast ist ein Aufsteiger-Team, das innerhalb von zwei Spielzeiten den Durchmarsch von der 3. Liga in die 1. Bundesliga schaffte. Überraschend verkündete allerdings Erfolgs-Trainer Adalsteinn Eyjólfsson nach der 30:31-Niederlage am 22. Oktober beim TBV Lemgo seinen Rücktritt (jetzt HC Erlangen). Der prompt engagierte Nachfolger Emir Kurtagic verlor dann seine ersten Auftritte gegen den TVB 1898 Stuttgart und seinen Ex-Verein Gummersbach, den er von Ende 2011 bis März diesen Jahres coachte. Der TV Hüttenberg ist Vorletzter (5:19 Punkte).

»Wir bereiten uns sehr intensiv auf dieses Spiel vor. Wir tun gut daran, dieses Spiel seriös anzugehen«, sagt ein konzentrierter SG-Cheftrainer Maik Machulla, der den Außenseiter nicht auf die leichte Schulter nimmt. »Hüttenberg kommt mit neuem Trainer, der sicherlich in dieser einen Länderspielwoche, wo mehr Zeit war, einige Dinge einführen konnte, aber auch nicht alles verändert haben wird. Als einziges Team spielen sie konsequent eine 3-2-1 bzw. 5-1-Abwehr. Für uns gilt es, Lösungen zu finden, um diese Abwehr zu knacken«, sagt Maik Machulla über den Gegner. Er sieht in Hüttenberg eine erfahrene Mannschaft, die mit Akteuren wie Vladan Lipovina im rechten Rückraum auch starke Einzelspieler in ihren Reihen hat. Machulla kann weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. Sicher fehlen wird ihm der Langzeit-Verletzte Jim Gottfridsson (Syndesmoseband-Riss am 3. September gegen die RN Löwen). Bei Linkshänder Holger Glandorf, der sich zuletzt mit Magen-Problemen plagte, soll sich am Donnerstag entscheiden, ob und in wie weit er spielen kann. Der Tabellen-Dritte (19:5 Punkte) kann sich mit den frischen Erfolgserlebnissen im Rücken nach elf Tagen mal wieder den eigenen Anhängern in der Flens-Arena präsentieren. »Solche Siege wie zuletzt beflügeln immer und geben viel Selbstvertrauen«, weiß Machulla, der sich über eine »tolle Mannschaftsleistung« freute, in der »jeder sein Highlight hatte« und so zum Gelingen im Team beitrug. »Das ist schon ziemlich optimal gelaufen in Berlin und Brest. Das war ein großer Schritt für uns als Mannschaft«, so Machulla. So soll es nun weitergehen. 


Marc Reese

Resume

SG Flensburg-Handewitt er torsdag aften storfavorit i Bundesliga-kampen mod TV Hüttenberg. Mens håndboldklubben fra Flensborg ligger på tredjepladsen og netop har kunnet fejre sejre i Berlin og Brest, så ligger dobbelt-oprykkerne næstsidst.