02.12.2018

SG duselt sich zum Sieg

Handball

Johannes Golla und die SG Flensburg-Handewitt mussten sich gegen die HSG Wetzlar mächtig Strecken. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Damit dürften die Handballer der SG Flensburg-Handewitt ihr Glück für 2018 schon einen Monat vor dem Jahresende aufgebraucht haben. Gegen die HSG Wetzlar reichte es nach einer über weite Strecken biederen Leistung gegen disziplinierte Gäste zu einem knappen 30:29-Sieg. Die zuletzt so überzeugende Defensive der Gastgeber bekam keinerlei Zugriff auf das geduldige Angriffsspiel der HSG und die Fehlerquote in der eigenen Offensive hatte zwischenzeitlich nicht für möglich gehaltene Höhen erreicht. Am Ende hatte der Spitzenreiter das nötige quentchen Glück und die größere individuelle Klasse, um auch nach dem 15. Spiel der laufenden Bundesligasaison mit einer weißen Weste dazustehen.

Die Motivation Spannung strahlte zu Beginn  der ersten Halbzeit nur so aus den Spielern der SG Flensburg-Handewitt. Benjamin Buric im SG-Gehäuse zauberte eine Parade nach der anderen aus dem Hut gegen seine alten Weggefährten und vorne wurde zielstrebig abgeschlossen.

Die Aussicht auf einen geruhsamen Nachmittag für die SG-Fans verflog aber nach knapp zehn Minuten. Jede Aktion der Gastgeber wirkte fortan fahrig und ohne die letzte Überzeugung. 
Die Umstellung auf die 5:1-Abwehr fruchtete ebensowenig, wie die personellen Wechsel. Die Hausherren hatten komplett den Schwung verloren und die Gäste nahmen die Geschenke dankbar an. Etliche Bälle wurden von der SG Flensburg-Handewitt auf dem Weg nach vorne leichtfertig verloren und die Abstimmung in der Defensive war nicht vorhanden. 
Die Konsequenz war das verdiente 16:16-Unentschieden zur Pause, was sich die Heimmannschaft, gegen diszipliniert spielende Gäste, weitestgehend selber zuzuschreiben.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich das gleiche Bild. Man konnte den Gastgebern zwar nicht den Willen absprechen, doch in die richtige Spur fanden die Flensburger zunächst nicht. Im Angriff blieb vieles Stückwerk und so musste es die individuelle Klasse von Rasmus Lauge richten.
Doch die Gäste spielten ihren Stiefel weiter sauber runter und fanden immer wieder die Lücke in der zuletzt so starken SG-Abwehr. Zwar konnte der eingewechselte Torbjørn Bergerud den ein oder anderen Ball noch entschärfen, aber richtig stabil wirkte die Defensive bis zum Ende nicht. 
So ging es spitz auf Knopf in die absolute Schlussphase. Hampus Wanne behielt 45 Sekunden vor dem Ende vom Siebenmeterpunkt die Nerven und der letzte Wurf der Wetzlarer überquerte erst nach dem Schlusspfiff die Linie. 
Mit gehörig viel Dusel hat die SG Flensburg-Handewitt mit dem 30:29-Sieg auch im 15. Spiel die weiße Weste gewahrt. Die Leistung insgesamt dürfte aber bei SG-Trainer Maik Machulla noch für Gesprächsbedarf gesorgt haben. Die Gäste hätten mindestens einen Punkt verdient.

Timo Fleth

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Karlsson, Golla 1, Hald 2, Glandorf 6, Svan, Wanne 4/3, Jeppsson 2, Jøndal 2/2, Steinhauser, Zachariassen, Gottfridsson 3, Lauge 7, Rød 3.

HSG Wetzlar: Klimpke Marinovic - Bjørnsen 3, Ferraz, Schreiber 3, Torbrügge 1, Öfors 1, Holst 4/3, Waldgenbach 1, Forsell Schefvert 3, Rubin, Lux 1, Lindskog 5, Cavor 7.
Zeitstrafen: 2:3.
Siebenmeter: 6:3.
Schiedsrichter: Lars Geipel/Marcus Helbig.
Zuschauer: 5917.

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