SG siegt und überholt Löwen - Rød verletzt

Handball-Bundesliga

Marc Reese
16. November 2017, 19:07 Uhr

Thomas Mogensen und seine SG ließen den Gästen vom TV Hüttenberg nicht den Hauch einer Chance. (Foto: Tim Riediger)

Flensburg. Die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt gaben sich am Donnerstagabend keine Blöße. Die Mannschaft von Cheftrainer Maik Machulla gewann ihr Heimspiel gegen den TV 05/07 Hüttenberg hochverdient und haushoch mit 38:23 (20:9) und schraubten ihr Punktekonto auf 21:5 Punkte nach 13 Spielen.

Die SG kletterte damit auf Tabellenplatz zwei. Denn der amtierende Meister Rhein-Neckar Löwen verlor zeitgleich mit 26:29 bei der MT Melsungen und hat 20:4 Zähler. Ligaprimus bleiben die Füchse Berlin, die am Donnerstagabend mit 37:29 beim TSV GWD Minden gewannen und bei einem Spiel mehr als die SG nun 23:5 Punkte haben.
Es war aber nicht alles schön für die SG an diesem Abend. Wermutstropfen nämlich: Der Norweger Magnus Rød schied bereits in der Anfangsphase des Spiels mit einer Handverletzund aus (weitere Infos folgen).

Souveräner Auftritt

Die SG erwischte in der gut besuchten Flens-Arena einen Blitzstart. Nach knapp vier Minuten bereits führte die SG mit 4:0 (3x Anders Zachariassen, 1x Magnus Rød), Gästecoach Emir Kurtagic nahm früh seine erste Auszeit.

Erst nach fast genau sechs Minuten gelang Mario Fernandes der erste Gästetreffer (1:5).
Die SG, die mit Mattias Andersson (Tor), den Außen Hampus Wanne (links) und Lasse Svan (rechts), Kreisläufer Anders Zachariassen sowie den Rückraumspielern Rasmus Lauge, Magnus Rød (verletzungsbedingt früh ersetzt durch Holger Glandorf) und Thomas Mogensen (Abwehr Tobias Karlsson) begann, vernagelte das eigene Gehäuse in der Folgezeit und fand mit schnellem Angriffsspiel leicht die Lücken in der Gäste-Deckung.
Vor allem der Däne Anders Zachariassen, der schon am Wochenende in Brest eine ganz starke Vorstellung bot, war in der Offensive wie entfesselt, warf vier der ersten sechs SG-Treffer und traf zudem zweimal unglücklich den Pfosten.
Bereits in der 24. Spielminute besorgte SG-Rechtsaußen Lasse Svan die erstmalige Zehn-Tore-Führung (16:6) für die übermächtigen Hausherren.
Mit seinem zweiten wunderschönen Heber von Rechtsaußen erzielte Lasse Svan den 20:9-Halbzeitstand.

Zweite Halbzeit

Nach dem Wechsel blieb Svan auf der Bank und Marius Steinhauser kam - undder  legte schnell zwei Tore hin (21:9, 23:10). Die Gäste, die bei 11:25 (34:22 Min.) ihre nächste Auszeit nahmen, konnten einem leid tun.
Ab der 45. Minute (29:17) durfte auch Kevin Møller mitspielen. Der Däne ersetzte Andersson zwischen den Pfosten.
Die SG, die auch in der zweiten Halbzeit trotz der hohen Führung meist konzentriert deckte, blieb in der Offensive erbarmungslos. Vor allem Anders Zachariassen, der bei seinem Tor zum 34:19 zum zehnten Mal an diesem Abend einnetzte. Mit dem 38:23-Sieg für die SG wurde es am Ende schmerzhaft deutlich für die Gäste.
Anders Zachariassen (11), Thomas Mogensen, Lasse Svan (je 5), sowie Hampus Wanne und Rasmus Lauge (je 4) waren die besten SG-Werfer.
Das nächste Pflichtspiel der Flensburger ist am Sonntag (19 Uhr) das Champions League-Spiel in der Vorrundengruppe B gegen HC Meshkov Brest um den Ex-Flensburger Petar Djordjic.

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Marc Reese

Statistik

SG Flensburg-Handewitt:Andersson, Møller (ab 45.) – Karlsson, Glandorf 3, Mogensen 5, Svan 5, Wanne 4, Jeppsson 1, Steinhauser 3, Heinl, Zachariassen 11, Toft Hansen, Lauge 4, Mahé 1/1, Rød 1.TV Hüttenberg:Ritschel, Schomburg – Rompf 1, Hofmann 1, Wernig 5/1, Hahn, Sklenak 1, Mappes 1, Stefan 1, Roth 2, Johannsson 2, Lipovina 6, Lambrecht 1, Zörb 1, Fernandes 1. Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin);Zeitstrafen:3:5 Minuten (Lauge, Glandorf, Karlsson – Rompf , Wernig , Roth , Hahn , Lipovina);Siebenmeter:2/1:2/1 (Mahé verwirft – Wernig scheitert an Andersson);Zuschauer:5543Spielverlauf:5:0 (6.), 8:1 (11.), 9:3 (16.), 10:4 (17.), 12:4 (19.), 14:5 (20.), 16:6 (24.), 18:7 (28.), 20:9 (30.) – 23:10 (33.), 25:11 (35.), 26:12 (37.), 26:14 (38.), 27:16 (42.), 29:17 (45.), 31:19 (47.), 34:19 (52.), 35:20 (54.), 35:22 (56.), 36:23 (58.).