11.03.2019

Starkes Juniorteam verliert knapp

Handball

Niels Versteijen gehörte erneut zu den erfolgreichsten Angreifern der Flensburger und steuerte sechs Treffer bei. Foto: Martin Ziemer

Rostock. Die „Zweite“ der SG Flensburg-Handewitt musste zwar wie erwartet beim Spitzenreiter HC Empor Rostock mit 24:27 eine Niederlage einstecken, zeigte aber insbesondere in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, die für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf der 3. Liga Mut macht. „Ich bin zwiegespalten,“ kommentierte Juniorteam-Trainer Michael Jacobsen kurz nach dem Abpfiff. „Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir verloren haben. Andererseits bin ich stolz über die Leistung meiner Mannschaft. Leider haben wir durch 7,8 schwächere Minuten unsere Siegchancen verspielt.“

Die SG-Reserve erwischte einen Blitzstart und lag nach vier Minuten bereits 4:1 in Führung. Eine starke und bewegliche Defensive bildete auch in der Folgezeit die Basis für schnelle Abschlüsse, so dass es nach 16 Minuten 5:9 stand und Rostocks Trainer Till Wichers eine Auszeit nahm. Aber das Juniorteam blieb vorne, Jaris Tobeler stellte per Tempogegenstoß auf 7:11 (24.). In den letzten Minuten bis zur Pause kam Rostock jedoch durch die Ex-Flensburger Nick Witte und Janos Steidtmann bis auf ein Tor heran, so dass es mit 11:12 in die Kabinen ging.
Im zweiten Durchgang taten sich die Flensburger im Angriff gegen die 5:1-Deckung der Gastgeber schwer. „Dadurch hat unserem Spiel die Tiefe gefehlt, so dass wir uns einige überflüssige Würfe genommen haben“, so Jacobsen. Seine Jungs konnten das Spiel jedoch bis zum 14:14 (41.) ausgeglichen halten. Durch einen 4:0-Lauf gelang es Rostock gegen die nachlassende SG-Reserve, vorentscheidend auf 18:14 (44.) und 22:16 (52.) davonzuziehen. In der Schlussphase ließen die bis dahin starken Deckungsreihen dann etwas nach, so dass beide Mannschaften noch zu vielen einfachen Toren kamen. 

Das Juniorteam kämpfte trotz des Rückstandes bis zum Ende wacker und zog sich beim 27:24-Sieg für Empor Rostock mehr als achtbar aus der Affäre. Die starke Vorstellung sollte den Jungs von Michael Jacobsen Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen den SV Anhalt Bernburg am Samstag um 19 Uhr in der Fördehalle in Flensburg geben.

Kai Teichmann

Statistik

HC Empor Rostock: Wetzel, L. Mehler – Meuser 2, Steidtmann 4, L. Witte 1, Schütze, Schramm 1, D. Mehler 1, Völzke 8, N. Witte 10/5, Höwt, Asmussen, Haasmann, Zboril, Mehrkens
SG Flensburg-Handewitt II: Jepsen, Lübker – Asmussen, Verstejnen 6, Mau, Jürgensen 3, Kooij 1, Prantner 1, Tobeler 4, Hennig, Runow, Nissen 1, Persson 6, Ebeling 2/2, Kirschberger
Zeitstrafen: 2 – 2
Siebenmeter: 6/5 – 2/2
Zuschauer: 750