Handball

Tränen zum Abschied

14. Mai 2020, 20:49 Uhr

Dank moderner Technik kamen die Emotionen bei der Verabschiedung der fünf Spieler, die die SG Flensburg-Handewitt verlassen, nicht zu kurz. Foto: Screenshot/SG Flensburg-Handewitt

Flensburg. Emotionen gehen auch online, das konnte ein mögliches Fazit der Verabschiedung von gleich fünf Akteuren der SG Flensburg-Handewitt am Donnerstag gewesen sein. Per Livestream aus der Heimspielstätte in Flensburg versuchte der Handballbundesligist den scheidenden Spielern Jens Schöngarth, Michal Jurecki, Simon Jeppsson, Anders Zachariassen und Holger Glandorf einen würdigen Rahmen für ihren letzten Auftritt im Mantel der SG zu geben und das glückte unter den gegebenen Corona-Umständen. Routinier Glandorf darf sich zudem auf einen Platz in der "Hall of Fame" der SG freuen.

Dabei waren es insbesondere die Video-Botschaften der Mannschaftskollegen, die Eindruck bei den Akteuren hinterließ. Während Simon Jeppsson aus Schweden zugeschaltet wurde, schaffte Michal Jurecki es sogar aus Polen anzureisen. Neben warmen Worten und kleinen Abschiedsgeschenken war auch Platz für die ein oder andere kleine Anekdote. So hat sich Anders Zachariassen beispielsweise den Namenszusatz "Zakipedia" für sein großes Wissen verdient. Dem Dänen war es auch vorbehalten die ersten Tränen zu vergießen und den Emotionen freien Lauf zu lassen.


Den Abschluss des Verabschiedungsreigens bildete dann der erfolgreichste Feldtorschütze der Bundesliga, Holger Glandorf, auf den noch eine ganz andere Auszeichnung wartet, wie SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke verriet.

"Der Platz in der "Hall of Fame" ist dir sicher und kommt, wenn die Halle wieder voll ist. Auch das Abschiedsspiel wird es geben. Vor einer solchen Karriere kann man sich nur verneigen", so Schmäschke ehrfurchtsvoll, den trotz fehlender Fans in der Halle emotionalen Abend beendend. 

Timo Fleth