02.12.2018

Update: SG am Rande der ersten Niederlage

Handball 1. Bundesliga

Erlösung bei der SG Flensburg-Handewitt und Jubilar Holger Glandorf nach dem knappen 30:29-Sieg gegen die HSG Wetzler. Foto: Tim Riediger

Flensburg. »Heute Abend dürfen wir ruhig ein Glückslichtlein zum ersten Advent anzünden«, musste SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke nach dem Spielschluss gegen die HSG Wetzlar tief durchatmen. Dabei brauchten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt eine enorme Portion Glück, um am Ende mit dem 30:29-Sieg die weiße Weste in der Bundesliga auch im 15. Spiel zu wahren. 

Auch SG-Trainer Maik Machulla brauchte einige Momente, um die Geschehnisse sacken zu lassen, bevor er Rede und Antwort stehen konnte. »Das war nicht bewusst oder böswillig von den Spielern, sondern das ist einfach im Unterbewusstsein. Das ist menschlich, dass der Gedanke irgendwo da ist, dass wir das schon hinbekommen. Aber wir haben gesehen, was dann passiert. Die Bundesliga ist so stark, dass wir immer 100 Prozent geben müssen«, so Machulla erklärend. Dabei schien die Welt nach der Verletzung von Gøran Søgard Johannessen wieder etwas heller zu werden. Abwehrchef Tobias Karlsson konnte wieder mitwirken und auch die anderen Wehwehchen waren nicht groß. 

Die Heimmannschaft erwischte so auch den besseren Start, bekam aber nach zehn Minuten nicht mehr ausreichend Stabilität in ihr Spiel. »Wir müssen die 100 Prozent erreichen und das haben wir in der Abwehr gegen Wetzlar nicht ein Mal geschafft«, so der SG-Trainer unzufrieden. Bis zur Pause war beim 16:16-Unentschieden alles offen. Das sollte auch so bleiben. »Da muss man Wetzlar auch ein Kompliment machen. Die haben ihre Angriffe diszipliniert und mit viel Geduld gespielt, so dass wir gar nicht ins Tempospiel gekommen sind«, so Machulla, der nichts unversucht gelassen hat. »Wir haben wirklich unterschiedliche Sachen ausprobiert, haben aber kein Zugriff bekommen. Wir wurden dann gefrustet und waren auch sehr unzufrieden. Da musst du dich dann auch Mal reinbeißen und kämpfen. Das hat die Truppe auch gemacht«, so der SG-Trainer. Am Ende reichte es aber dennoch für die Flensburger zum Sieg. Zum einen Dank der Nervenstärke von Hampus Wanne beim Strafwurf und der Schlusssirene, die genau den Zehntel hupte, bevor der letzte Ball die Torlinie überquert hatte. »Wir sind sehr, sehr zufrieden, dass wir die zwei Punkte bekommen haben. Mit der Art und Weise allerdings können und wollen wir nicht zufrieden sein. Dafür sind wir individuell einfach zu gut«, so Maik Machulla tief durchatmend. Für Holger Glandorf war das 500. Bundesligaspiel nicht so entspannt wie gewünscht. »Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Die Einstellung und der Kampf haben gestimmt, aber wir haben einfach schlecht gespielt. Am Ende sind wir einfach nur froh, dass wir gewinnen konnten. Die 500 Spiele habe ich so nicht erwartet, aber sie zeigen wie lange man bereits dabei ist und dass man einiges richtig gemacht hat«, so der Jubilar.

Timo Fleth tif@fla.de

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Karlsson, Golla 1, Hald 2, Glandorf 6, Svan, Wanne 4/3, Jeppsson 2, Jøndal 2/2, Steinhauser, Zachariassen, Gottfridsson 3, Lauge 7, Rød 3.

HSG Wetzlar: Klimpke Marinovic - Bjørnsen 3, Ferraz, Schreiber 3, Torbrügge 1, Öfors 1, Holst 4/3, Waldgenbach 1, Forsell Schefvert 3, Rubin, Lux 1, Lindskog 5, Cavor 7.
Zeitstrafen:2:3.
Siebenmeter:6:3.
Schiedsrichter: Lars Geipel/Marcus Helbig.
Zuschauer: 5917. 

Resume:

Av for en julegyser! SG Flensburg-Handewitt er fortsat med maksimum i toppen af Bundesligaen, men det var dælme ingen walkover på hjemmebane mod HSG Wetzler. De tyske mestre vandt med 30-29 efter en kamp, hvor de kom under maksimalt pres. - Vi er meget tilfredse med at få de to point. Vi kan dog ikke være tilfredse med måden, det foregik på, sagde SG-træner Maik Machulla efter kampen. Højre backen Holger Glandorf spillede sin Bundesliga-kamp nummer 500. - Til slut er vi bare glade for, at vi vandt, lød det fra Glandorf. Danske Rasmus Lauge blev topscorer med syv mål.

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