WM immer noch ein Thema

Handball

15. Dezember 2018, 08:30 Uhr

Der Traum von der WM-Teilnahme lebt nach wie vor für Gøran Søgard Johannessen. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Gespielt hat Gøran Søgard Johannessen in den vergangenen Wochen nicht. Ein Daumenbruch hat den in diesem Jahr vom Verletzungspech verfolgten norwegischen Handball-Nationalspieler in Diensten der SG Flensburg-Handewitt außer Gefecht gesetzt. Den Sprung in den vorläufigen Kader für die im Januar stattfindende Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark hat der 24-Jährige dennoch geschafft und auch in den endgültigen Kader für die Endrunde. 


Eine prognostizierte Ausfallzeit von sechs Wochen würde pünktlich zu Beginn der Endrunde enden und theoretisch einen Einsatz ermöglichen. Ein Umstand, der bei Maik Machulla keine Jubelstürme auslöst. 
»Die Norweger werden ihn nominieren und alles daran setzen ihn fit zu bekommen. Am Ende haben wir natürlich ein Mitspracherecht aber auch ganz klar eine Abstellpflicht. Da entscheidet es am Ende wohl die medizinische Abteilung«, so Machulla, der keinen Gøran Søgard Johannessen in Top-Form bei der Endrunde erwartet. 
»Gøran kann körperlich nicht fit sein, weil er einfach die Sommervorbereitung nicht mit gemacht hat und hier viele Spiele gemacht hat, wo er nach einer Viertelstunde an seine Grenzen gekommen ist. Die handballspezifische Belastung ist immer noch etwas anderes als kilometerweit geradeaus zu laufen«, so der SG-Trainer, der kein Geheimnis daraus macht, den Norweger im Januar gerne in Flensburg im Training haben zu wollen.
 »Ich hätte Gøran im Januar schon sehr gerne in Flensburg. Wir müssen aber darüber auch mit Gøran ganz offen sprechen. Die Entscheidung muss von ihm auch mitgetragen werden. Wenn wir eine Entscheidung ohne seine Akzeptanz durchdrücken, dann hätten wir einen unzufriedenen Spieler. Daran ist auch keinem gelegen«, so Maik Machulla, Verständnis zeigend. 
Einen Lösungsvorschlag hat der Meister-Trainer der SG Flensburg-Handewitt auch gleich in Petto. 
»Eine Möglichkeit wäre, dass er in der Vorrunde nicht spielt, hier mit den Trainern arbeitet und dann in weiterführenden Spielen dazustößt. Da könnte ich mit leben, dafür bedarf es aber einer klaren Kommunikation«, so Machulla, einen Kompromiss aufzeigend.
 Das letzte Wort dürfte aber erst kurz vor der Weltmeisterschaft gesprochen werden.

Timo Fleth tif@fla.de