IF Tönning setzt auf Argentinier

Trainer Gustavo José Fernandez übernahm das Kommando.

Thomas Bleicher
02. Juli 2015, 07:49 Uhr

Gustavo José Fernandez (re.) mit dem Kapitän von IF Tönning, Tommy Pahnke. (Foto: Walter Schuster)

Tönning. Südamerikanisches Herzblut soll den Verbandsliga-Absteiger IF Tönning wieder in die Erfolgsspur bringen. Der Argentinier Gustavo José Fernandez hat das Traineramt beim SdU-Klub übernommen und ist somit Nachfolger des langjährigen Trainers Andreas Paltian.

Für den 34 Jahre alten Argentinier, von ihm Nahestehenden »Fernando« genannt, geht es nun zunächst einmal darum, sich seine ersten Eindrücke vom Team zu verschaffen. »Eigentlich wollte ich im Jugendbereich trainieren, nun wurde es doch eine Mannschaft im Herrenbereich. Für mich geht es nun erstmal darum, die Mannschaft kennenzulernen«, sagt der Übungsleiter, der voller Energie an seine neue Aufgabe geht. »Wenn ich etwas mache, dann richtig. Es soll gut werden«, sagt Gustavo José Fernandez, der in der vergangenen Saison noch beim Heider SV aktiv war.

Er hat schon viel gesehen

Der Argentinier hat in seinem Leben schon viel gesehen. Bereits als Jugendlicher ist er in die Weltstadt Buenos Aires gezogen, und bereits in jungen Jahren zog es ihn als Fußballer in die Ferne. Gustavo JoséFernandez war für Vereine in Frankreich, Algerien, Finnland und Tunesien am Ball, »ich musste meine Karriere dann aber verletzungsbedingt bereits mit 23 Jahren beenden«, sagt der neue Trainer von IF Tönning. »Der Liebe wegen«, zog es ihn schließlich nach Deutschland, wo er seit inzwischen gut zehn Jahren lebt.

»Ich brauche Zeit«

Mit dem IF Tönning, dessen Spieler er bei einem Kennenlern-Training vor rund zwei Wochen beschnupperte, bereitet er sich nun auf die bevorstehende Kreisliga-Saison vor. Und Gustavo José Fernandez, dem Thorsten Wittkowski als Betreuer zur Seite steht, hat klare Vorstellungen von Fußball. »Um die Vorstellungen umzusetzen brauche ich viel Zeit. Schon jetzt kann ich aber sagen, dass wir auf Ballbesitz und kurze Pässe statt auf lange Bälle setzen werden«, sagt der neue Tönning-Coach, der Anhänger des 4-3-3-Systems ist. Es sei Euphorie und eine positive Stimmung zu erkennen. »In den Trainingseinheiten sind wir sehr viele, darunter auch Spieler aus der Zweiten. Wir brauchen jeden«, sagt der Coach. Er muss nun herausfinden, wie seine »erste Elf« aussehen könnte. »Ich bin als Trainer gerade erst angefangen, habe aber viel Erfahrung im Fußball. Ich habe dort viel erlebt und weiß, wie man sich verhalten muss. Ich bin bereit«, sagt Gustavo José Fernandez gegenüber Flensborg Avis.

Tommy Pahnke: »Ein großer Fußballer«

In der Mannschaft kommt der neue Schwung offensichtlich gut an. »Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Viele neue Gesichter, die neuen Schwung mitbringen. Durch die hohe Trainingsbeteiligung entsteht ein neuer Konkurrenzkampf, der ebenso dazu beiträgt«, sagt Tommy Pahnke, einer der Führungsspieler und Kapitän der Mannschaft.

»Der Coach bringt vieles mit, ein großer Fußballer, der richtig Bock hat auf das Team und die kommende Saison. Er weiß, was er will, und das ist auch genau das, was wir nun brauchen.«
Aus seiner Sicht müsse der Fokus nun darauf liegen, aus »den alten und den vielen neuen Gesichtern ein Team zu bilden.« Pahnke: »Jeder Einzelne ist nun gefragt, damit wir auch in der neuen Saison ein konkurrenzfähiges Team stellen können.