Johan Jakobsson: »Ich kann mich noch steigern«
Handball EM
Der Schwede Johan Jakobsson (in gelb) hier im Duell mit dem Slowenen Vid Poteko. (Foto: Maciej Kulczynski, dpa)
Mehr in Richtung Tor
»Das wird ein anderes Spiel«, sagte Jakobsson. Schließlich seien die Deutschen eine deutlich physischere Mannschaft mit großen Spielern in der Abwehr, die meist klassisch mit einer 6:0-Formation verteidigen. Jakobsson sollte das eher liegen als die aggressive Abwehrarbeit der Slowenen. »Ich werde dann hoffentlich mehr in Richtung Tor gehen können«, hat der Flensburger die Hoffnung, gegen das Team seiner Wahlheimat besser zum Zug zu kommen. Matchwinner gegen die Slowenen waren mit Tobias Karlsson und Mattias Andersson zwei andere Flensburger. Kapitän Karlsson ordnete die schwedische Deckung glänzend und Torwart Andersson trieb die slowenischen Angreifer mit seinen Paraden zur Verzweiflung. 15 Bälle fischte Andersson weg und wurde deshalb ganz offiziell als »Man oft he match« ausgezeichnet. »Klar, auf die Abwehr insgesamt und die beiden Jungs wird es gegen Deutschland auch wieder ankommen«, ist Jakobsson sicher. Ohnehin sei das Erfolgsmodell der Schweden schlicht, denn über eine stabile Abwehr gilt es, zu Ballgewinnen und schließlich zu einfachen Toren über den Gegenstoß zu kommen. »Das brauchen wir für unser Spiel«, sagt Trainer Ola Lindgren. Johan Jakobsson sieht das genauso, allerdings baut der Linkshänder darauf, dass er persönlich in der Offensive mehr zu einem erhofften Erfolg beitragen kann. »Die Deutschen sollten mir besser liegen«, sagte der Kanonier aus dem Rückraum.


