Müde Handball-Helden
Handball EM
Es ging natürlich um das 27:26 gegen Schweden und um das bevorstehende EM-Spiel an diesem Mittwoch (17.15 Uhr/ZDF) gegen Slowenien. Wolff weiß, dass es ein Hop-oder-Top-Spiel ist. »Die Nervosität ist immer noch da, weil es immer noch sein kann, dass wir nach der Vorrunde nach Hausen fahren müssen. Das gilt es um jeden Preis zu vermeiden«, forderte er von sich und seinen Kollegen. Nicht anders als dem Wetzlarer, der nach 42 Prozent gehaltener Bälle als bester Spieler ausgezeichnet wurde, erging es dem neunfachen Torschützen Reichmann. »Ich habe erst 3.30 Uhr oder 4.00 Uhr die Augen zu gemacht«, erzählte der Rechtsaußen. Das Handy gab keine Ruhe, das Spiel lief noch im Kopf ab - da half nur schwere Kost als Ablenkung. »Ich habe mir ein paar Horrorfilme angesehen«, sagte Reichmann im Anschluss an sein bestes Spiel im Nationaltrikot. Deutschland ist gegen Slowenien wieder gefordert, um den letzten Schritt Richtung EM-Hauptrunde zu gehen. Bei einem Sieg und einem Remis ist das Team weiter. Sollte die DHB-Auswahl verlieren, müsste sie darauf hoffen, dass auch Schweden anschließend gegen Spanien verliert. Die Vorzeichen stehen gut: sowohl beim Supercup in Kiel (November 2015) als auch bei der WM in Katar gelangen Siege gegen Slowenien. Die Rote Karte von Christian Dissinger im Schweden-Spiel wird kein Nachspiel haben. Die Disziplinarkommission der Europäischen Handball-Föderation (EHF) entschied, dass Dissinger keine Sperre bekommt.


