Mahés Franzosen nach Sieg über Kozinas Kroaten auf Halbfinal-Kurs

Zwischenrunde

23. Januar 2016, 23:29 Uhr

Kentin Mahé ist verletzt. (Foto: ZPRP/EHF)

Krakau. Titelverteidiger Frankreich hat bei der Handball-Europameisterschaft in Polen weiter das Halbfinale im Blick. Der Olympiasieger und Weltmeister gewann sein zweites Hauptrundenspiel am Sonnabend gegen Kroatien 32:24 (16:10). Damit haben die Franzosen bei einer noch ausstehenden Partien in der Gruppe 1 sechs Punkte. Die Kroaten haben nach der zweiten Turnierniederlage weiterhin vier Punkte. Die Franzosen setzten sich gegen den WM-Finalgegner von 2009 bereits in der ersten Halbzeit ab und lagen zu Beginn der zweiten Hälfte beim 24:13 bereits entscheidend mit zehn Toren vorn. Der überragende Torhüter Thierry Omeyer erzielte sogar einen Treffer zum 31:23.Sorgen um Mahé
Die Partie hätte auch ein direktes Duell zweier Spieler der SG Flensburg-Handewitt werden können, doch dazu kam es nicht. Frankreich musste auf Kentin Mahé verzichten, da sich der Rückraumspieler in der Partie gegen Weißrussland am Finger verletzt hatte. Er wurde daraufhin gegen Adrien Dipanda ausgtauscht. Der Flensburger hat einen dicken Finger und die Hand ist etwas blau, er ist jedoch zuversichtlich. »Es ist nicht so schlimm, ich denke, dass ich im Turnierverlauf wieder zum Einsatz komme«, so Mahé, bislang einer der auffäligsten Spieler der Franzosen.

Reservist Kozina

Bislang nur Reservist: Kresimir Kozina. (Foto: Astrid Jöhnck)

Über einen Einsatz würde sich auch der Kroate Kresimir Kozina bei seiner ersten internationalen Endrunde freuen. Bislang kam der SG-Kreisläufer nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. »Für mich ist die EM eine ganz neue Erfahrung und ich bin einfach froh, dass ich überhaupt dabei bin und warte geduldig auf meine Chance. Natürlich hoffe ich darauf, dass ich noch spiele bei dieser EM, aber der Mannschaftserfolg steht klar im Vordergrund«, so Kozina. »Meine Chance könnte kommen, wenn unsere Abwehr auf 6:0 umgestellt wird, aber die bislang praktizierte 5:1-Variante funktioniert sehr gut und daher gibt es wenig Grund, etwas zu ändern. Auch wenn ich bislang noch nicht gespielt habe, fühle ich mich voll integriert. Wir haben eine sehr gute Atmosphäre in der Mannschaft und stehen sowohl bei Siegen als auch Niederlagen eng zusammen. Allgemein gefällt mir die EM sehr gut. Es herrscht eine tolle Stimmung in den Hallen und das Turnier ist gut Organisation.« 


rm/(dpa)