EHF weist auch zweiten Einspruch Sloweniens ab

Handball-EM

Thomas Bleicher
17. Januar 2018, 13:28 Uhr

Der deutsche Nationaltorhüter Silvio Heinevetter war fuchsteufelswild nach dem Schlusspfiff gegen Slowenien - nun kann er sich freuen, dass Deutschland- trotz zweifachen Protests der Slowenen - das erzielte Unentschieden und somit einen Punkt aus diesem Gruppenspiel behält. (Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Zagreb. Die Europäische Handball-Föderation hat auch den zweiten Einspruch Sloweniens gegen die Wertung des EM-Vorrundenspiels gegen Deutschland (25:25) abgewiesen. Dies bestätigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. »Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet. Alles andere wäre eine große Überraschung gewesen«, sagte Hanning. »Wir sind froh, dass wir uns jetzt wieder auf das Sportliche konzentrieren können.«
Damit hat das Ergebnis endgültig Bestand, da Slowenien keine weitere Einspruchsmöglichkeit besitzt. Ob sich der WM-Dritte nun tatsächlich - wie angedroht - vom Turnier zurückzieht, bleibt abzuwarten. Die EHF hatte schon am Dienstag den ersten Slowenien-Protest abgewiesen.
Die DHB-Auswahl hatte am Montagabend nach dem Einsatz des Videobeweises wegen einer Regelwidrigkeit der Slowenen beim Anwurf von Paul Drux in letzter Sekunde einen Siebenmeter zugesprochen bekommen, den Tobias Reichmann zum glücklichen 25:25-Ausgleich verwandelte. Beide EHF-Instanzen kamen zu dem Schluss, dass die Entscheidung der litauischen Schiedsrichter regelkonform war, weil der Ball die Hand von Drux in der regulären Spielzeit und nicht erst nach Abpfiff verlassen hatte.

(dpa)