WM 2019 bereits im Visier
Handball
Statt in Paris erstmals seit zehn Jahren um eine EM-Medaille oder wenigstens den fünften Platz zu spielen, machte sich die DHB-Auswahl am Donnerstagmorgen von Nancy aus auf den Heimweg. Die Gefühlslage schwankte zwischen Enttäuschung und Stolz.
»Verlieren ist scheiße. Wir sind ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen«, stellte Eckerle fest. »Aber mit etwas Abstand werden wir erkennen, dass wir mit dieser jungen Mannschaft ein richtig gutes Turnier gespielt und alles rausgeholt haben, was möglich war.«
Rang zehn im Abschlussklassement der Europameisterschaft in Frankreich bedeutet rein zahlenmäßig einen Rückschritt zum sechsten Rang vor zwei Jahren. Aber die Tatsache, dass die nach der verpatzten Heim-WM stark verjüngte DHB-Auswahl bis zuletzt die Chance auf das Halbfinale hatte, zeigt das Potenzial der Groener-Schützlinge.
»Wir können stolz sein auf das, was wir gegen absolute Weltklasseteams gezeigt haben«, sagte Rückraum-Ass Emily Bölk. »In den nächsten Jahren kann noch ein bisschen was aus uns werden.«
Drei Siege, drei Niederlagen - davon zwei gegen die Halbfinalisten aus Rumänien und den Niederlanden - stehen in der Bilanz.
»Wir haben gesehen, dass wir von der Weltspitze ein Stück weit entfernt und noch nicht da sind, wo wir hinwollen. Aber die Mannschaft ist in Frankreich toll aufgetreten und hat vielleicht sogar mehr erreicht, als viele von uns erwartet haben. Wir sind auf dem richtigen Weg«, lobte Groener.
Insgesamt zeigte vor allem die Abwehr eine konstant gute Leistung, dahinter steigerte sich Torhüterin Eckerle in ihrem ersten Turnier als Nummer eins zu einem starken Rückhalt. Die Problemzone war - mit Ausnahme der allesamt überzeugenden Kreisläuferinnen - der Angriff.
»Wir müssen mehr Konstanz in unser Angriffsspiel bekommen«, sagte Rückraumspielerin Xenia Smits.
dpa


