12.01.2019

SG reagiert mit Unverständnis

Handball

Der frühe Einsatz von Gøran Søgard Johannessen hat der SG Flensburg-Handewitt überhaupt nicht geschmeckt. Foto:Lise Åserud, Ritzau Scanpix

Herning/Flensburg. Die Freude der Verantwortlichen der SG Flensburg-Handewitt hat sich nach dem WM-Auftakt der Norweger stark in Grenzen gehalten. Anders als ursprünglich abgesprochen hat Spielmacher Gøran Søgard Johannessen bereits gegen Tunesien viel Spielzeit erhalten. Dabei hatte der 24-Jährige zuletzt wegen einer Handverletzung sechs Wochen pausieren müssen.

Die Ärzte des norwegischen Verbandes hatten eine letzte Untersuchung abgewartet und danach grünes Licht für einen Einsatz gegeben. DOch in den Augen von SG-Trainer Maik Machulla lautete diese, dass der 24-Jährige frühestens zur letzten Partie der Vorrunde wieder auf dem Feld steht. Entsprechend überrascht und angefressen zeiget sich der SG-Trainer über die große Rolle von Gøran Søgard Johannessen gegen Tunesien.

 "Die letzte Untersuchung ergab, dass Gøran schrittweise wieder ins Handballtraining eingegliedert werden kann. Dass er aber bereits im erste Vorrundenspiel 30 Minuten auf der Platte steht, sorgte bei mir für eine große Überraschung. In diesem Fall bin ich doch sehr irritiert und enttäuscht über die Vorgehensweise der norwegischen Verantwortlichen. Die Gesundheit des Spielers steht dabei absolut im Vordergrund. Aus meiner Sicht ist diese verfrühte Belastung nicht förderlich für seine Gesundheit. Ich wünsche aber Gøran und unseren norwegischen Spielern alles Gute, viel Erfolg und dass sie alle gesund zurückkommen", so Maik Machulla in sorgenvoll.
Auch SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke konnte seine Überraschung nicht verhehlen. 
"Zunächst einmal freue ich mich sehr, über den gelungenen WM-Auftakt all unserer Spieler. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass Gøran später in das Turnier einsteigt, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Die norwegischen Ärzte haben ihr okay gegeben, somit haben sie die Gesundheit unseres Spielers nicht als gefährdet erachtet. Eine entsprechende Kommunikation wäre dennoch wünschenswert gewesen und muss zukünftig besser funktionieren. Auch unsere SG Ärzte sind stets mit Hochdruck Tag und Nacht daran interessiert das Beste für die Gesundheit unserer Spieler zu tun, egal ob sie bei uns oder in der Nationalmannschaft im Einsatz sind“, So Schmäschke.

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