Håndbold
Duell der langen Kerls
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Im skandinavischen Nachbarschaftsduell könnten sich der Halbrechte Rød und der Mann von der Königsposition, Jeppsson, im direkten Zweikampf gegenüber stehen. Dann wird sich zeigen, wer von beiden der bessere Handballer ist. Für 60 Minuten wird die Flensburger-Freundschaft durch WM-Rivalität ersetzt. Im Vorfeld begegnen sich beide mit größtem Respekt.
»Es wird das Duell der Langen«, so Jeppsson voller Vorfreude. Nach dem 35:23-Auftaktsieg in der Hauptrunde gegen Tunesien war seine Laune bestens, weil er erstmals im Turnier eine halbe Stunde Spielzeit bekam. Dies lag auch an der Verletzung von Jim Gottfridsson. Dadurch spielte der Kieler Lukas Nilsson mehr auf der Mitte und im linken Rückraum gab es Möglichkeiten für Jeppsson, der diese mit vier Treffern bei fünf Versuchen ausnutzte. Sein Nationaltrainer Kristján Andrésson hatte Jeppsson in der Vorrunde die Rolle des Edelreservisten zugewiesen, jedoch gesagt: »Ich bin froh, dass ich jemanden wie Simon in der Hinterhand habe.« Und plötzlich ist seine Zeit da. »Es ist traurig für Jim, aber jetzt muss ich bereit sein und das bin ich«, erklärt Jeppsson, der sich auf das Duell mit Rød freut: »Magnus ist ein physisch starker Spieler. Ich spiele nicht in der Abwehr und das ist vielleicht mein Vorteil, da er Eins-gegen-Eins sehr stark ist.«
Apropos Abwehr. Die Defensive ist der Grund, weshalb Rød im Verein, bei der SG bereits eine größere Rolle einnimmt als Jeppsson. Beide kamen im Sommer 2017 und holten in ihrem ersten Jahr die Meisterschaft. Vor allem Rød war dabei in der Deckung bereits oft eine Stütze für Holger Glandorf. Jeppsson konnte sein Potential im Angriff hin und wieder aufblitzen lassen, in der ersten Halbserie dieser Saison schien seine Entwicklung jedoch zu stocken. Er kam meist gegen Überzahl und musste dann Entscheidungen treffen. Damit schien er oft überfordert und die Gegner stellten sich gut darauf ein. »Wir haben das nun geändert«, erklärt sein Vereinstrainer Maik Machulla, der weiter große Stücke auf den Schweden hält. Er sagt aber auch: »Wir sind die SG. Wir können natürlich nicht ewig einem Spieler Vertrauen geben, irgendwann muss er auch den nächsten Schritt gehen.« Diesen hat Rød laut Machulla bereits getan.
»Es ist ganz klar mein Ziel, dass ich ein guter Spieler in der Abwehr und im Angriff werde«, so Jeppsson, dem Rød zur Seite springt. »Simon ist ein super Schütze und hat einen unglaublichen Überblick. Er findet seine Mitspieler und man darf ihm nicht viel Zeit zum Überlegen geben. Mit meiner Entwicklung bin ich natürlich zufrieden, aber ich habe auch das Glück, dass mit Glandorf nur ein weitere Linkshänder für den Rückraum in Frage kommt. Wenn er nicht spielt, bekomme ich Verantwortung und darauf habe ich mich eingestellt«, so Rød, der in der laufenden Spielzeit auch ein wichtiger Faktor im SG-Angriff geworden ist.
»Simon hingegen muss mit mehreren Rechtshändern um Einsatzzeiten kämpfen«, weiß Rød um die schwierige Lage seines Clubkollegen.
»Simon weiß noch gar nicht wie gut er ist«, sagt Machulla und hofft noch auf einen »positiven WM-Effekt« für seinen Schützling. Rød wünscht sich natürlich, dass dieser nicht am Montag einsetzt, dann wäre das Duell entschieden und Schweden im Halbfinale.
Resume:
To meter og fire centimeter mod to meter og tre centimeter. - De bliver de høje fyres duel, siger Simon Jeppsson om matchuppet mod klubkammerat Magnus Rød, der er en enkelt centimeter højere end svenskeren. Syv SG Flensburg-Handewitt-spillere er på banen, når Sverige og Norge mandag aften kæmper for en semifinalebillet ved VM. Hvis Rød og Norge taber, er de ude af kampen om medaljer.


