15.09.2019

SG entgeht Déjà-vu in Celje

Handball

SG Flensburg-Handewitt

Celje. Den Start in die Königsklasse hätten die Handball-Asse der SG Flensburg-Handewitt fast in den Sand gesetzt. Am Ende brachte eine Umstellung auf die 5:1-Abwehr und die besseren Nerven in der entscheidenden Phase den knappen 25:24-Sieg.

"Wir sind froh und erleichtert in dieser Arena bestanden zu haben. Wir sind schwach in die zweite Halbzeit gestartet und mussten da einige Gegenstöße fressen. Die Deckungsumstellung hat dann aber sehr gut funktioniert. Am Ende sind wir sehr glücklich erfolgreich in die neue Champions-League-Saison gestartet zu sein", so SG-Trainer Maik Machulla nach der Partie.

Die Gäste hatten einen guten Beginn in der Arena in Celje. Die Gedanken an die 20:23-Niederlage in Slowenien aus der Vorsaison schienen verdrängt. Während die Abwehr einige Minuten brauchte, um sich zu finden, hatte der Angriff nach einigen Minuten bereits Betriebstemperatur erreicht. Konsequent im Abschluss und auf einen guten Benjamin Buric im SG-Tor aufbauend erspielte sich Flensburg eine Drei-Tore-Führung. Doch weiter absetzen konnte sich die SG nicht.

Die Gastgeber witterten mit steigender Fehlerzahl und dank zweier Zeitstrafen für Johannes Golla und Simon Hald der Gäste Morgenluft. Gerade Magnus Rød und auch zeitweise Jim Gottfridsson wirkten müde. Umso schöner für SG-Trainer Maik Machulla, dass er Holger Glandorf wieder zur Verfügung hatte. Der Routinier übernahm von Rød und traf direkt. Doch so richtig zurück in die Spur fand die SG nur schwer. Dennoch reichte es auch dank dem gut aufgelegten Michal Jurecki für eine 13:12-Pausenführung der Gäste.

Die Zeitstrafen, wie bereits in der Partie gegen den THW Kiel, machte den Flensburgern erneut das Leben zu Beginn der zweiten Halbzeit schwer. Golla mit seiner zweiten Hinausstellung und Jurecki mussten innerhalb kürzester Zeit das Feld verlassen. Ein Umstand, der den immer weiter Oberwasser bekommenden Slowenen in die Karten spielte.
Der Rückstand war so auf 15:18 (40.) angewachsen und Machulla stellte die Abwehr auf die 5:1-Formation um.

Das zeigte Wirkung, der Spielfluss der Gastgeber war gestört, aber es dauerte bis zur 46. Minute, ehe die SG beim 19:19 ausgleichen konnte. 

Bis in die Schlussphase hinein ging so Tor um Tor, ohne dass sich eine der Mannschaften nochmals absetzen konnte.
Mit großer Nervenstärke brachte die SG am Ende das Spiel mit dem 25:24-Sieg und die ersten zwei Punkte in der Königsklasse nach Hause. 

Weiter geht es für Flensburg bereits am Mittwoch, wenn Elverum in der Champions League zu Gast an der Förde ist.

Timo Fleth

Statistik

RK Celje: Vujovic, Ferlin - Cvetko, Razgor 2/1, Marguc 1, Sarac 5, Groselj 2, Poteko 1, Zabic, Borges da Silva 1, Kodrin 1, Horzen 2, Grebenec 1, Makuc 3, Leban 4/3, Novak 1.
SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud - Golla 6, Hald, Glandorf 1, Svan 3, Wanne 2/2, Jeppsson, Jøndal 1, Steinhauser, Versteijnen, Zachariassen, Søgard Johannessen 5, Gottfridsson 2, Jurecki 2, Rød 3.
Zeitstrafen: 4:5. 

Siebenmeter: 4:6.
Schiedsrichter: Cacador/Nicolau (Portugal)
Zuschauer: 4000.

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