07.02.2016

Das war der 17. Spieltag

Die »Rote Laterne« brennt seit diesem Wochenende in Oeversee

Oberliga Frauen HH/SH

Paukenschlag in Wattenbek! Lars Ohmsen hört als Trainer der »Peitschen« zum Ende der Saison auf! 


Überraschender Sieg der HG OKT 2 gegen den Tabellenzweiten vom AMTV und eine erwartete Niederlage der »Miezen« gegen die »Firebirds«. Der Tabellenführer aus Todesfelde tat sich sehr schwer gegen starke Damen vom THW Kiel und Ellerbek drehte die Hinspiel-Niederlage in einen Auswärtserfolg beim FC St.Pauli. Die Serie in Bredstedt hält und daran konnte auch der TSV Altenholz nichts ändern. SCALA tut sich schwer bei der SG Altona und siegt glücklich, während Stockelsdorf den Favoriten aus Wattenbek mit einer Niederlage nach Haus geschickt.

HG OKT 2 - AMTV Hamburg 21:17 ( 15:7 )

»Nicht schön, aber 2 Punkte. Das man mitten im Abstiegskampf nicht schön spielen muss, ist jedem klar,« war Sünje Schütt (OKT) am Ende der Partie sehr erleichtert und freute sich über wichtige Punkte. Bereits zur Halbzeit konnte die Spielgemeinschaft den Grundstein für den späteren Erfolg legen, wobei sich insbesondere die Verstärkung aus der 1. Damen um u.a. Imke Seidel und Franziska Peters bezahlt machte. »Hier und da fehlte noch die letzte Konsequenz im Abschluss oder auch in der Abwehr stand man nicht neben seiner gewohnten Nebenspielerin und war nicht immer bei 300% Einstellung, sodass hier und da mal wieder ein Fehler passierte.« Eng wurde es für die HG OKT nochmal in der 2. Halbzeit, als der AMTV besser ins Spiel fand und beim 16:15 das Spiel zu kippen drohte.» Der Leistungsunterschied gegenüber dem Hinspiel beim heutigen Gegner war schon enorm,« musste Gäste-Coach Andre Peter anerkennend feststellen.» Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und in den ersten 30 Minuten keinen Zugriff aufs Spiel bekommen. Das änderte sich zwar in der 2. Halbzeit, sollte aber nicht mehr reichen, was sicherlich auch mit an dem ungewohnten klebrigen Spielgerät lag,« ergänzte er.

SG Oeversee/Ja.-We - HSG Jörl-Viöl 21:29 ( 9:14 )

Jetzt ist es passiert. Die rote Laterne brennt in Oeversee und nach der Niederlage gegen die HSG Jörl rückt das Unterfangen Klassenerhalt immer mehr in die Ferne. »Wir haben die Vorgabe, den Widerstand der SG frühzeitig zu brechen, gut umgesetzt und aus einer kompakten Abwehr heraus viele Gegenstöße laufen können. Im Gegensatz zu den Spielen davor haben wir diese Chancen dann konsequent genutzt und auch unsere 7m sicher verwandelt,« war Thomas Blasczyk (Jörl) mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Schon zum Ende der 1. Halbzeit war dann die Basis für den späteren, verdienten Sieg, gelegt. » Insgesamt habe ich nie das Gefühl gehabt dieses Spiel zu verlieren,« sagte Blasczyk,» da die Mannschaft sehr fokussiert und gradlinig alle Vorgaben gut umgesetzt hat. Ein verdienter Sieg, was das Ergebnis auch am Ende ausdrückt.«

SG Todesfelde/Leezen - THW Kiel 28:25 ( 10:12 )

» Nun ja, der Sieg war am Ende verdient, auch wenn es unter dem Strich nicht so deutlich aussieht,« war Gabi Nèmeth (Todesfelde) zwar mit zwei Punkten, aber nicht immer mit dem Spiel ihrer Damen zufrieden.»Der THW Kiel spielte einen wirklich guten Ball in der ersten Halbzeit, besonders zum Ende der ersten 30 Minuten. Wir waren viel zu hektisch und liessen viele Möglichkeiten ungenutzt oder rannten uns in der gut gestaffelten Abwehr der Kieler fest. Erst in der 2. Halbzeit fanden wir aufgrund einer besseren Einstellung, mit mehr Kampf und Aggressivität im Spiel, in die Spur, erzielten den Ausgleich und gingen in Führung. Da haben meine Mädchen wirklich nochmal alles aus sich heraus geholt,« lobte die Trainerin ihre Mannschaft, die durch viele Ausfälle schon seit Wochen mit einem kleinen Kader ihre Spiele bestreiten müssen. »Ich bin etwas enttäuscht über den Ausgang des Spiels, hatten wir doch den großen Favoriten dicht am Rande einer Niederlage,« sagte Andreas Hörseljau (Kiel) nach dem Spiel.»Stolz bin ich aber auf die Leistung meiner Mädchen, das war eine tolle geschlossenen Mannschaftsleistung, auf die wir in den nächsten Spielen aufbauen können. Noch hat der Zug den Hbf in Kiel nicht verlassen.«

FC St. Pauli - TSV Ellerbek 21:22 ( 12:10 )

»Wir haben nie aufgesteckt und dieses Spiel somit über den Kampf gewonnen. Angetrieben von Melina Dahms konnten wir den Rückstand über unser Tempospiel aufholen und uns schlussendlich für die Hinspielniederlage revanchieren. Auch wenn das Spiel phasenweise an Niveau missen ließ, freuen wir uns über einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Tabellennachbarn,« freute sich der Ellerbeker Trainer Uwe Rakowski über zwei ganz wichtige Punkte. Für die Sankt Paulianerinnen eine weitere bittere Niederlage im Abstiegskampf, die zudem noch überflüssig war.» Schon wieder eine knappe Niederlage,« berichtet Tina Schuldt (St.Pauli),» und dazu noch total unnötig. Wir haben uns in den zweiten 30 Minuten das Leben unnötig schwer gemacht und durch unkonzentrierte Abschlüsse und undisziplinierte Abwehrarbeit Ellerbek immer im Spiel gelassen. So kann man in der Oberliga nicht gewinnen.« Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz für die »girls in brown« bei nur noch 3 Punkten liegt. Gefahr ist in Verzug!

Bredstedter TSV - TSV Altenholz 30:27 ( 14:11 )

Bredstedter TSV gewinnt 9. Heimspiel in Folge und behält seine weiße Weste. »Der Sieg war am Ende hoch verdient und leider haben wir es nicht verstanden, die Partie anständig und konzentriert zu Ende zu spielen,« war Trainer Thomas Bleicher (Bredstedt) zwar mit dem Sieg aber nicht den letzten 15 Minuten der Partie mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden.»45 Minuten spielen wir starken Handball, lassen Altenholz in der Abwehr das ein und andere Mal ganz alt aussehen und stellen dann beim 24:16 nach 45 Minuten das Spiel ein und verwalten nur noch,« sagt der Coach. In der Anfangsphase schien die Taktik der »Bredis« nicht so recht aufzugehen. Die 5:1 Abwehr wurde des Öfteren ausgehebelt und Altenholz erzielte dadurch einfache Tore. »Mit der Umstellung auf eine sehr offensive 6:0 bekamen wir dann endlich Zugriff zum Spiel und aus einem 4:7 machten wir innerhalb 8 Minuten ein 10:7, weil wir auch im Angriff die Altenholzer Abwehr ins Laufen brachten und dadurch große Räume bekamen,« sagte Bleicher. Auch in der 2. Halbzeit ließ Bredstedt nicht locker und führte eine überforderte Altenholzer Abwehr teilweise regelgerecht vor. Erst als man die Zügel schleifen ließ kam der Meister zur Resultatsverbesserung, zu mehr reichte es aber an diesem Tage nicht.

SG Altona - SC Alstertal-Langenh 21:22 ( 11:13 )

»Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben SCALA einen großen Kampf geboten und am Ende etwas unglücklich verloren,« sagte Stephan Schröder (Altona) und blickt mit Sorge auf den immer enger werdenden Abstiegskampf. »Wir haben eine deutliche Reaktion auf das Spiel letzte Woche gegen den AMTV gezeigt und die gezeigte Leistung macht mir Hoffnung für die weiteren Spiele.« Noch 5x können die Damen aus Altona zu Hause antreten und die nötigen Punkte gegen den Abstieg sammeln. Dabei kommen ihr mit Sicherheit auch die besonderen Umstände der heimischen Halle gegen die ein oder andere Mannschaft zu Gute. »Es war das erwartete langsame Spiel von Altona, die uns immer wieder zu unkonzentrierten Aktionen verleiteten. Dazu eine schlechte Wurfausbeute und ein Spiel ohne das geliebte Harz an den Händen meiner Damen, dann wird es knapp,« sagte Kai Kespohl (SCALA), der auch weiß, dass es ein wichtiger und glücklicher Sieg an diesem Tag war.

ATSV Stockelsdorf - TSV Wattenbek 26:23 ( 13:12 )

Überraschung in Stockelsdorf! »Peitschen« verlieren gegen aufopferungsvoll kämpfende Stockelsdorfer verdient und lassen wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen liegen.»Endlich konnte ich wieder auf eine volle Bank zurück greifen und das tat unserem Spiel gut,« freute sich Andreas Juhra (Stodo) über zwei überaus wichtige und unerwartete Punkte. »Den Grundstein zum Sieg haben wir in der Abwehr gelegt, mit einer starken Torhüterin dahinter, « fand Juhra schnell den Grund für den Sieg.» Stodo wollte den Sieg einfach mehr als wir,« analysierte Lars Ohmsen (Wattenbek) nach dem Spiel. »Wir schafften es einfach nicht, unsere Stärken im Spiel abzurufen und unsere stärkste Waffe, die erste und zweite Welle, erfolgreich einzusetzen. Aber das kann passieren und tut nur im ersten Moment etwas weh. Aber nun heißt es den Mund abwischen und sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren.« Es war ein wichtiger Start – Ziel Sieg für die Juhra Truppe an diesem Tag und bringt den ATSV erstmal auf einen sicheren Mittelfeldplatz. 

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