Der dritte Anlauf
SG Flensburg-Handewitt in der Champions League
Die Ideen und der Antrieb von Thomas Mogensen (in blau) wurden beim letzten Auftritt in Plock schmerzlich vermisst. Diesmal ist der Däne dabei. (Foto: Lars Salomonsen)
Zum Auftakt gab es ein Unentschieden zu Hause gegen Veszprém. In Paris hielten die Polen lange gut mit und gewannen in Celje. Gegen Kiel gingen sie in eigener Halle allerdings unter und zuletzt gab es eine Niederlage in Zagreb. »Zwischendurch hatten sie einen Hänger, aber das haben alle Mannschaften mal«, so Vranjes. »Sie haben richtig gute Leute. Es gibt zwar keinen Weltklasse-Mann, keinen Superstar, aber viele Nationalspieler.« Der Russe Dmitry Zhitnikov hat international den wohl größten Namen und spielt auf der Rückraum-Mittelposition. Hier fehlt der SG weiterhin der Schwede Gottfridsson. Während sich die Teamkollegen am Sonnabend über Warschau auf den Weg nach Plock machen, ist Gottfridsson bereits in seine Heimat gereist. Hier wird er sich bei den Ärzten vorstellen, die in der vergangenen Saison seine beiden Mittelfußbrüche behandelt haben. Die SG wartet seit Tagen auf eine Diagnose und ist darüber wenig erfreut. Gottfridsson, der vor Kurzem gegen Istanbul umgeknickt war, hat zwar keine Schmerzen. Es soll jedoch kein Risiko eingegangen werden und deshalb will sich sein Verein absichern. Daher nun der persönliche Besuch bei den Medizinern. »Wenn alles okay ist, kommt er direkt nach Gummersbach und kann sofort spielen«, so Vranjes, der am Montag mit seinem Team nicht zurück nach Flensburg, sondern an den nächsten Spielort weiterreist. Am Mittwoch tritt die SG im DHB-Pokal-Achtelfinale beim VfL Gummersbach an. »Ein Handballspiel dauert 60 Minuten, aber die langen Reisen sind eine noch extremere Belastung für die Jungs. Deshalb sparen wir uns diesmal die Heimfahrt«, so Vranjes, der aber noch keinen Gedanken an die Pokalpartie verschwendet. »Erstmal wollen wir uns in Plock so gut wie möglich verkaufen und wie immer natürlich versuchen zu gewinnen«, so Vranjes.


