DHB-Team demontiert Ungarn

In ihrem ersten Spiel der Hauptrunde bezwang Deutschland chancenlose Ungarn mit 29:19 und darf vom Halbfinale träumen.

22. Januar 2016, 20:12 Uhr

Deutschland durfte im Spiel gegen Ungarn richtig oft jubeln.

Breslau. Deutschland sorgt bei der Handball-Europameisterschaft in Polen weiter für Furore und Positiv-Schlagzeilen. Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gewann am Freitagabend sein erstes Spiel in der Hauptrunde nach einer beeindruckenden Vorstellung mit 29:19 (17:9) gegen Ungarn und darf von einer Halbfinal-Teilnahme träumen.
In der Jahrhunderthalle von Breslau, wo die DHB-Handballer bereits ihre Gruppenspiele ausgetragen hatten, war die deutsche Handball-Nationalmannschaft von Beginn an hellwach.
 Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson ging in Windeseile mit 3:0 in Front und baute diesen Vorsprung über 8:4 (14. Min.) und 12:6 (20.) bis zur Pause vorentscheidend auf 17:9 aus. Gerade einmal neun Mal musste Torhüter Andreas Wolff (44 Prozent gehaltene Bälle in Halbzeit 1) hinter sich greifen.


Das mit gerade einmal 24,9 Jahren im Schnitt jüngste EM-Team überzeugte mit frischem, mutigem und variantenreichem Spiel. Erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit »Jungspunde« wie Finn Lemke (23), Fabian Wiede (21), Rune Dahmke (22) oder Jannik Kohlbacher (20) auf dieser großen internationaler Bühne Leistung bringen.
Und Deutschland belohnte sich auch nach dem Wechsel. Die DHB-Handballer hatten die im Angriff erstaunlich ideenlosen und fehlerhaften Ungarn um dessen Routinier und Anführer László Nagy fest im Griff und nutzten die Löcher in der gegnerischen Deckung aus. Ungarn kam in Halbzeit zwei nie näher als bis auf sieben Tore heran (11:18, 13:20), und musste sich schließlich chancenlos seinem Schicksal ergeben.
Fabian Wiede von den Füchsen Berlin war mit sechs Toren bester Werfer dieser Partie vor gut 5000 Zuschauern.
Die deutsche Nationalmannschaft kann sich nun aber nicht lange ausruhen. Bereits am Sonntag 18.15 Uhr/Live in der ARD) wartet das zweite Spiel in der Hauptrunde. Im letzten Hauptrundenspiel am Mittwoch (18.15 Uhr)/Live in der ARD) heißt er Gegner dann Dänemark.
Dann wird sich also zeigen, wohin der Weg dieser jungen Mannschaft um Kapitän Steffen Weinhold bei dieser Europameisterschaft in Polen führt.