»Diese Chance kommt vielleicht nie wieder«
EM-Finale
So wie hier nach dem Halbfinal-Drama gegen Norwegen wollen die DHB-Handball auch am Sonntagabend nach dem Endspiel gegen Spanien jubeln. (Foto: EHF, Uros Hocevar)
Mit 29:32 verlor die DHB-Auswahl gleich zu Beginn dieser Europameisterschaft in Polen gegen die Spanier, seitdem hat Deutschland nur gewonnen.
Guardiola: »Deutschland ist besser geworden«
Die Mannschaft
Deutschland überzeugt im Kollektiv, durch Leidenschaft, Mut, Herz und offensichtlich grenzenlosen Zusammenhalt. Das macht diese Mannschaft stark. »Diese Jungs haben sich selbst belohnt. Das war vor dem ersten Spiel und auch nach dem ersten Spiel gegen Spanien nicht zu erwarten. Seitdem hat sie nur Endspiele gehabt. Mannschaft, Trainer und das ganze Umfeld leisten überragendes«, sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann am Sonnabendmittag gegenüber Flensborg Avis.
Selbstlos und authentisch
Diese Mannschaft lebt, kommt sehr authentisch rüber. Etwa Torhüter Carsten Lichtlein, der sich wie kein zweiter in den Dienst der Mannschaft stellt. Der Torwart-Routinier nimmt klaglos hin, dass Andreas Wolff die meiste Zeit unter der Latte steht. »Sensationell« findet Carsten Lichtlein diese EM. Seine Augen sperrangelweit auf kam der 35-Jährige nach dem Sieg gegen die Norweger aus dem Schwärmen kaum mehr heraus. »Jedem ist bewusst, dass wir hier jetzt Europameister werden können. Davon sind wir nur noch 60 Minuten entfernt - oder ein bisschen mehr«, sagt er in Anspielung auf die Verlängerung gegen die tapferen Norweger.
Dahmke: »Die letzte Hürde nehmen«
Der Kieler Rune Dahmke, Alleinunterhalter auf Linksaußen, ist von einem Triumph überzeugt. »Wir sind schwer auszurechnen. Und wenn jemand einen schlechten Tag hat, dann ist halt ein anderer da. Jetzt wollen wir diese letzte Hürde nehmen«, sagt der 22-Jährige.


