Es geht wieder richtig los

Pflichtspielauftakt/DHB-Pokal

Marc Reese
18. August 2018, 10:00 Uhr

Maik Machulla, Cheftrainer der SG Flensburg- Handewitt, will im DHB-Pokal eine Runde weiter. Foto: Axel Heimken, dpa

Flensburg. Sonnabend um 15 Uhr wird es für die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt ernst, wenn sie in ihrem ersten Pflichspiel der Saison 2018/2019 im DHB-Pokal auf den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen treffen. Der Sieger der Partie darf am Sonntag gegen den Sieger der zweiten Sonnabend-Begegnung zwischen TuS Ferndorf (2. Liga) und Gastgeber SG Schalksmühle-Halver (3. Liga) antreten und zieht bei einem weiteren Sieg ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein.

»Ich hätte gerne noch zwei weitere Vorbereitungswochen gehabt, aber welcher Trainer sagt das nicht. Die Jungs, glaube ich, sind froh, dass es nun endlich los geht«, sagt Cheftrainer Maik Machulla vor dem ersten Härtetest.
Der Trainer hat ein gutes Gefühl, glaubt er doch an die Stärken seiner Mannschaft. »Ich weiß, dass die Jungs den Hebel umlegen können, wenn es ernst wird. Niemand von uns wird Nordhorn unterschätzen«, sagt Machulla, der wie SG-Kapitän Tobias Karlsson, Co-Trainer Mark Bult und Linkshänder Holger Glandorf eine Vergangenheit bei der HSG hat.

Ernst nehmen

»Es ist schon neun Jahre her, dass ich in Nordhorn gespielt habe. Für die anderen ist es, glaube ich noch länger her. Ich freue mich auf das Spiel, aber eigentlich einfach nur, weil es wieder los geht«, so der 41-Jährige.
Zu unterschätzen sind die Gegner aus Nordhorn nicht, stellen sie doch einen der stärksten Kader der zweiten Liga und haben selbst angekündigt, aufsteigen zu wollen. Machulla warnt auch seine Spieler davor, die Partie zu locker zu nehmen: »Ich glaube, Nordhorn könnte einige Erstligamannschaften schlagen. Sie haben zwei bärenstarke Kreisläufer, die gut ins Spiel eingebunden sind, außerdem haben sie sehr gute Rückraumspieler, die gut zusammen funktionieren.«

Schwere Wahl

Der Trainer ist sich aber sicher, dass die Flensburger an einem normalen Tag die bessere Mannschaft sind. »Wir können eigentlich nur verlieren, wenn alles schief läuft«, so Machulla. Für ihn stellt sich vielmehr die Frage, wer zu seiner Startaufstellung gehört. »In der Abwehr hat zuletzt neben Tobias Karlsson Anders Zachariasson überzeugt, aber Johannes Golla und Simon Hald haben es in den letzten Spielen eigentlich auch sehr gut gemacht. Entweder wird es also das eingespielte Team mit Karlsson und Zachariassen sein, oder einer von den beiden Neuen (Johannes Golla, Simon Hald red.) dürfen sich in einem Pflichtspiel beweisen.«

Ähnlich sieht es bei den Torhütern aus. »Benjamin Buric und Torbjørn Bergerud sind beide neu in der Mannschaft, sie haben sich richtig gut eingefügt und gute Leistungen gezeigt. Aber sie haben beide noch Potential nach oben. Gerade deswegen hätte ich gerne zwei Wochen mehr gehabt, um die Abstimmung mit der Abwehr zu verbessern«, so Machulla, der bei der Wahl des Torhüters erstmal nach seinem Bauchgefühl geht. Kadermäßig kann der Chefcoach fast aus dem Vollen schöpfen. Außer dem Langzeitverletzten Gøran Johannessen sind alle fit, spielbereit und laut Machulla voller Vorfreude.
Grit Jurack