Fußball

Flensburger Stadion muss weiter warten

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24. April 2019, 08:40 Uhr

Die Fördermittel für die schnelle Sanierung sind nicht geflossen. Das Stadion bleibt, wie es ist. Archivfoto

Flensburg. Das war nicht die Nachricht, auf die Stadt Flensburg und ihre sportbegeisterten Einwohner gehofft hatten. Der Antrag für Gelder aus dem Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur hat eine Abfuhr erhalten und der ausgearbeitete Sportentwicklungsplan einen Rückschlag. Mit den zusätzlichen Mitteln sollte unter anderem dem Flensburger Stadion auf den Weg geholfen werden.

Die Sanierung der Tribünen und der Leichtathletikanlagen, sowie die Errichtung von weiteren Kunstrasenplätzen standen unter anderem in den Plänen, die ein Investitionsvolumen von 5,5 Millionen Euro gehabt hätten, wovon die Stadt für 550.000 Euro hätte gerade stehen müssen. Doch bei rund 1300 eingegangenen Interessenbekundungen und damit einer 13-fachen Überzeichnung waren dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages schwere Aufgaben gestellt. Der Flensburger Antrag war dann schlussendlich kein Teil der 186 Projekte, die aus dem mit insgesamt 200 Millionen Euro gefüllten Fördertopf unterstützt wurden. 


Flensburgs Sportdezernent Stephan Kleinschmidt bedauerte die Entscheidung, machte aber deutlich, dass die Stadt an der Umsetzung der Maßnahmen für das Stadion festhält. 

»Die Förderung hätte bedeutet, dass wir zeitnah einen großen Schritt zur Entwicklung des Stadions hätten nehmen können. Selbstverständlich bekennen wir uns aber zu den Zielen der Sportentwicklungsplanung und müssen die geplanten Maßnahmen jetzt mit Fortschreibung der Investitionsplanung berücksichtigen«, so Kleinschmidt, der weiter auf die Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des Stadions setzt. 

»Wichtig ist mir vor allem, dass wir die anstehenden Schritte im engen Dialog mit dem Trägerverein des Stadions angehen«, so der Sportdezernent der Stadt Flensburg. 

Unter dem Strich bleibt aber, dass die Möglichkeit, die Sanierung in großen Schritten voran zu treiben, sich zerschlagen hat und die Sportler und Vereine sich weiter in Geduld für bessere Rahmenbedingungen üben müssen.

Timo Fleth