HSG stürzte den Tabellenführer

3. Liga, Frauen

Marc Reese
19. Februar 2018, 07:50 Uhr

HSG Jörl-Doppeleiche/Viöl (Foto: Sven Geißler)

Viöl. Jubel bei der HSG Jörl-Doppeleiche Viöl. Der Frauen-Drittligist rang am Samstag Ligaprimus SV Henstedt Ulzburg mit 22:18 (10:9) in die Knie und sorgte damit dafür, dass die Spitzengruppe in der Liga wieder enger zusammengerückt ist.

Mit dem Sieg ist das Team von HSG-Trainer Thomas Blasczyk, der krankheitsbedingt am Sonnabend von Johanna Martensen vertreten wurde, dem Ziel - wieder bestes Team in Schleswig-Holstin zu werden - ein Stückchen näher gekommen.
Auch deshalb, weil der bisherige Zweite, der TSV Nord Harrislee, in einem weiteren Landesderby beim abstiegsbedrohten TV Travemünde mit 22:23 (12:15) unterlag (siehe Bericht dazu auch hier auf FL-Arena.de). 
 Der dritte Nordvertreter, die HG OKT (Owschlag/Kropp-Tetenhusen) setzte sich beim letztjährgen Meister TV Oyten knapp mit 25:24 durch und damit hält sich das Team von Trainer Sebastian Schräbler im Titelrennen alle Möglichkeiten offen.

HSG Jörl-Doppeleiche Viöl - SV Henstedt-Ulzburg 22:18 (10:9)

Das Heimteam legte in der Erich-Wobser-Halle in Viöl einen Blitzstart hin, aber der Tabellenführer ließ sich nicht abschütteln und kam bis zum Halbzeitpfiff auf einen Treffer heran. Die Entscheidung fiel gleich zu Beginn der 2. Hälfte. Jörl setzte sich deutlich ab, transportierte den herausgespielten Vorsprung bis in die Schlussphase und gewann völlig verdient auch in dieser Deutlichkeit mit 22:18. Der Schlüssel zum Erfolg war eine herausragende Deckungsarbeit. 
Die 6:0-Abwehr stand kompakt agierte schnellfüßig und aggressiv. Dahinter präsentierte sich Torhüterin Rebecca Voigt, die bereits in der Anfangsphase Frauke Paulsen ersetzen musste, in Bestform. Frauke Paulsen verdrehte sich bei ihrer dritten Parade das Knie und musste ausgewechselt werden. Rebecca Voigt harmonierte super mit der Abwehr, parierte nicht nur viele Würfe aus der zweiten Reihe, sondern war von Außen fast unüberwindbar. Das war ihre bisher beste Leistung im HSG-Trikot.

Steffek warf 13 Tore

Im Angriff hatten sowohl Lena Schulz, als auch Kim-Merle Köster und Kristin Machau im Abschluss mit etlichen Fehlwürfen ihre Probleme. Sie waren aber andererseits immer in der Lage, Raphaela Steffek in Wurfpositon zu bringen. Die Linkshänderin war nicht zu bremsen und war mit ihren variantenreichen Unterarm- und Hüftwürfen aus dem Rückraum insgesamt elf Mal erfolgreich, dazu kamen noch zwei verwandelte Strafwürfe. 

Linksaußen Sabrina Maier nähert sich wieder ihrer alten Torgefährlichkeit und auch Rechtsaußen Pia Jessen wusste zu gefallen.

Spielfilm:1:0, 5:1, 5:4, 7:4, 8:7, 10:7, 10:9//-// 17:10, 18:14, 20:15, 221, 22:18;
HSG Jörl-Doppeleiche Viöl: Paulsen, Kühl, Voigt - Jessen 2, Hansen, Brück, Schulz 1, Steffek 13/2, Pahl, Köster 1, Maier 5, Machau;
Siebenmeter HSG: 3/2 (Steffek 2 trifft aber verwirft auch einmal)
Strafzeiten HSG: 3(Jessen, Paul und Maier);

TV Oyten - HG OKT 24:25 (14:14)

HG OKT: Lobstaedt, Fasold - Ewert 2, Seidel 7/3, Trceziok, Rohwer, Fimmen 3, Völzke, Peters 6, Detlefsen 2, Lüthje 4, Lübker, Jörgensen 1;

Spielfilm: 1:2, 3:3, 4:5, 8:6, 10:9, 11:11, 13:2, 14:14//-// ;15:16, 16:19, 20:22, 23:23, 23:25, 24:25;
Siebenmeter OKT: 3/3 (Seidel trifft drei Mal)
Strafzeiten OKT: keine

Harald Jacobsen